Basketball

Comeback-Erfolg im NBA-Finale Toronto fehlt ein Sieg zum historischen Titel

imago40694691h.jpg

War mal wieder Spieler des Spiels: Toronto-Superstar Kawhi Leonard (rechts).

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Bis zum dritten Viertel liegen die Raptors zurück - dann dreht Superstar Kawhi Leonard auf. Mit dem Sieg bei Golden State führt das Team aus Toronto 3:1 und braucht noch einen Sieg, um den ersten Titel überhaupt nach Kanada zu holen. Dann werde Toronto "durchdrehen".

Dank eines bärenstark aufspielenden Kawhi Leonard sowie einer herausragenden zweiten Halbzeit stehen die Toronto Raptors kurz vor dem ersten NBA-Titel eines kanadischen Basketball-Teams. Gegen die Golden State Warriors kämpften sich die Raptors nach anfänglichen Problemen in das Spiel hinein und gewannen letztendlich deutlich mit 105:92. In der Best-of-Seven-Serie steht es nach dem Duell in der Nacht 3:1 für Toronto. Den Kanadiern fehlt noch ein Sieg zur Meisterschaft.

*Datenschutz

"Wir fahren nach Hause und die Leute in Toronto werden durchdrehen", sagte Raptors-Trainer Nick Nurse: "Wir haben nie wirklich über den Stand in der Serie gesprochen und wir wissen, wie hart wir spielen müssen, um sie zu schlagen." Auch Point-Guard Kyle Lowry warnte vor einer weiterhin schwierigen Aufgabe: "Wir wissen, dass sie der Titelverteidiger sind und dass sie nicht leicht zu schlagen sind", sagte der Raptors-Profi, der zehn Punkte zum Erfolg in Oakland beisteuerte. "Sie werden kommen, kämpfen und sich darauf vorbereiten, das nächste Spiel zu spielen. Wir haben noch nichts erreicht."

Curry schwächelt nach Gala

In der ersten Halbzeit zahlte sich beim amtierenden Champion noch die Rückkehr des wiedergenesenen Klay Thompson aus und Toronto lag bis Mitte des dritten Viertels fast immer zurück. Doch dann nahm die Qualität der Würfe der Warriors ab. Auf der Gegenseite kamen Leonard und dessen Mitspieler immer besser in Fahrt, die Raptors setzten sich ab und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. In einer intensiv geführten Partie avancierte der 27-jährige Leonard mit 36 Punkten, zwei Assists und zwölf Rebounds zum Matchwinner. "Ich habe daran geglaubt, dass wir es noch drehen können. Wir haben unser Selbstvertrauen behalten", sagte der MVP-Kandidat und ergänzte: "Dieser Sieg kommt von guter Verteidigung und davon, dass wir in der zweiten Halbzeit Würfe getroffen haben und drangeblieben sind." Auch Serge Ibaka (20 Punkte) und Pascal Siakam (19) zeigten starke Leistungen.

*Datenschutz

Nach seiner Galavorstellung in Spiel drei, als er 47 Punkte erzielte, erlebte Stephen Curry zwei Tage später trotz seiner 27 Punkte keinen guten Abend. Rückkehrer Klay Thompson kam auf 28 Punkte, er hatte das dritte Spiel wegen einer Oberschenkelverletzung verpasst. Superstar Kevin Durant fehlte weiterhin verletzt. "Es ist noch nicht vorbei", sagte Curry. "Wir haben immer noch die Möglichkeit, die Serie zu drehen."

Golden State muss nun allerdings dreimal nacheinander gewinnen, um die Serie noch zu drehen. Das ist in der Geschichte der Liga erst einer Mannschaft gelungen. Die Cleveland Cavaliers gewannen 2016 nach einem 1:3-Rückstand den Titel - gegen die Warriors. Gut möglich, dass Golden State zum letzten Mal in Oakland aufgelaufen ist, zur neuen Saison kehrt der Klub in seine alte Heimat San Francisco zurück. Die Warriors spielen seit 1971 in Oakland. Vor heimischer Kulisse könnte Toronto in der Nacht zum Dienstag den ersten Titel der Vereinsgeschichte klarmachen.

Quelle: n-tv.de, dbe/dpa/sid

Mehr zum Thema