"Gegen jeden anderen Spieler hätte Zverev gewonnen"
Alexander Zverev führt im Wimbledon-Finale, dann dreht der Beste der Welt auf. ntv-Tennis-Experte Marc Gabel ordnet die Endspiel-Niederlage Zverevs gegen Jannik Sinner ein.

"Gegen jeden anderen Spieler hätte Zverev gewonnen"
Schock bei Tour de France: Acht Zuschauer bei Unfall verletzt
Bei einem Unfall eines Pressefahrzeugs sind kurz vor dem Ende der neunten Etappe der Tour de France acht Zuschauer verletzt worden. Wie die Präfektur von Corrèze der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, prallte ein Wagen der Sportzeitung "L'Equipe" rund 500 Meter vor dem Ziel in Ussel gegen die Absperrungen an der Strecke und verletzte die dahinter stehenden Fans.
Der Fahrer litt unter Unwohlsein, hieß es. Ein Zuschauer befindet sich in einem kritischen Zustand, Lebensgefahr besteht nicht. Die weiteren Fans erlitten leichte Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft der Präfektur Tulle hat Ermittlungen eingeleitet.
Jürgen Klopps Doppelrolle ist offenbar vom Tisch
Jürgen Klopp als Bundestrainer - und Red-Bull-Markenbotschafter? Eine mögliche Doppelrolle des 59-Jährigen sorgt dieser Tage für einige Diskussionen, laut Medienberichten ist es die vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) präferierte Lösung, um bei der Auflösung von Klopps Vertrag als Fußballchef des Red-Bull-Imperiums (bis 2029) eine millionenschwere Ablöse zu sparen. Am Sonntagabend berichteten allerdings Sky und der "Kicker" beinahe zeitgleich Gegenteiliges.
Eine Rolle als Markenbotschafter sei demnach nicht Teil der Überlegungen, Red Bull wünsche sich lediglich, "hin und wieder" auf Klopps Expertise zurückgreifen zu können. Die Kritik an einer Lösung, in der der Bundestrainer zugleich Werbeträger für Red Bull wäre, war in den vergangenen Tagen vielstimmig, kam unter anderem von Fanvertretern und auch aus den DFB-Landesverbänden. Die Lösung soll nun in der anstehenden Wochen gefunden werden, laut "Kicker" wird sich die DFB-Spitze bereits am Dienstag mit Red-Bull-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff treffen. Im Rahmen des WM-Finales in den USA soll dann Ende der Woche ein Treffen Mintzlaffs mit Klopp folgen.
Josef Kompalla ist tot
Das deutsche Eishockey trauert um Josef "Jupp" Kompalla. Die Schiedsrichter-Legende ist im Alter von 90 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit verstorben. Das teilte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mit. Kompalla leitete während seiner Karriere 2019 Spiele in den deutschen Eishockeyligen und über 150 Länderspiele. Der Weltverband IIHF nominierte ihn für insgesamt elf Weltmeisterschaften sowie die Olympischen Winterspiele 1976, 1980 und 1984. "Eishockey ist mein Leben", sagte Kompalla, der stets ohne Helm, mit wehendem dunklen Haar und Walross-Schnäuzer pfiff, gerne.
Einer der großen Höhepunkte der Laufbahn Kompallas war das entscheidende achte Spiel der Summit Series 1972 zwischen der UdSSR und Kanada in Moskau, obwohl er von den Kanadiern als "inkompetent" abgelehnt worden war. "Mit Jupp Kompalla verliert die Eishockeywelt eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die den Eishockeysport in Deutschland über viele Jahre hinweg mitgestaltet hat", hieß es in der Mitteilung des Verbands. Auch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) trauert. "Die deutsche Eishockey-Familie verliert mit Jupp einen ihrer ganz Großen", sagte Geschäftsführer Gernot Tripcke.
Ex-Bundesliga-Stürmer Terodde verletzt sich bei Unfall schwer
Die Kreisliga muss warten: Simon Terodde hat sich bei einem Verkehrsunfall verletzt und kann nach der Sommerpause nicht wie geplant sein Comeback im Amateurfußball geben. "Kleiner Vespa-Unfall", schrieb der 38-Jährige am Sonntag bei Instagram zu einem Foto aus dem Krankenhaus - und lieferte dann die gar nicht so kleine Diagnose nach: "Wadenbeinbruch und Syndesmoseband gerissen."
Das tue "weh", schrieb Terodde, "aber es gibt Schlimmeres – der Blick geht nach vorn." Richtig "bitter" sei allerdings, "dass ich den Trainings- und Saisonstart beim Kreisligisten SSV Lützenkirchen verpassen werde. Nach meiner Zusage hatte ich wirklich richtig Bock drauf! Jetzt heißt es: Reha und dann will ich noch mal angreifen."
Terodde hatte seine Profikarriere im Sommer 2024 beendet, vor allem in der 2. Bundesliga hat er große Spuren hinterlassen. Terodde ist Rekordtorjäger im Unterhaus und war zudem viermal Zweitliga-Torschützenkönig. Er spielte unter anderem für den 1. FC Köln, Union Berlin, den VfL Bochum, den VfB Stuttgart, den Hamburger SV und Schalke 04.
Pogacar regt radikale Maßnahme gegen Hitze an
Radsport-Star Tadej Pogacar hat in der Diskussion um die zunehmend stärkere Hitzeproblematik eine radikale Maßnahme angeregt. "Wenn ich die Macht dazu hätte, würde ich den Rennkalender komplett ändern und im Juli, August gar nicht mehr in den heißen Gegenden fahren", sagte der Gesamtführende der Tour de France am Sonntag nach der neunten Etappe in Ussel.
Pogacar schränkte allerdings ein: "Das ist etwas, was man sehr gut durchdenken müsste. Und das kann ich nicht selbst erledigen." Eine frühere Startzeit der Etappen wäre für den Slowenen keine Lösung: "Wenn wir schon um 10 Uhr starten, ändert dies nichts - dann kommen wir in der größten Hitze an."
Die 113. Frankreich-Rundfahrt ist seit dem Start in Barcelona von einer großen Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu über 40 Grad geprägt. Die Etappe am Sonntag war wegen der Hitze um 30 km verkürzt worden, was eine Premiere in der langen Tour-Geschichte darstellte.
Plötzlicher Tod von WM-Spieler: Freundin sorgt für Gänsehaut
Nach dem plötzlichen Tod des südafrikanischen Fußball-Nationalspielers Jayden Adams hat sich seine Partnerin mit bewegenden Worten an die Öffentlichkeit gewandt. "Es gibt keine Worte für den Schmerz, den ich empfinde", erklärte Aqueelah Chloe Adendorf in einem Beitrag auf Instagram. "Ruhe in Frieden, meine Liebe. Danke für jede Erinnerung, jedes Lachen, jede Umarmung und jeden Augenblick, den wir geteilt haben", schrieb sie. "Du bist nicht nur die Liebe meines Lebens gewesen, sondern auch mein größter Unterstützer und mein bester Freund."
Adams ist aus bislang ungeklärter Ursache im Alter von nur 25 Jahren gestorben. Nach Angaben der BBC hat die Polizei Ermittlungen eingeleitet, nachdem die Leiche des Fußball-Profis am Samstagmorgen in einem Haus in einem Vorort von Kapstadt entdeckt wurde. Nur wenige Wochen zuvor war der Mittelfeldspieler des südafrikanischen Clubs Mamelodi Sundowns noch bei der WM in Nordamerika im Einsatz gewesen. Er stand für Südafrika in allen drei Vorrundenspielen auf dem Platz.
Tour-Supersprinter erhält schreckliche Nachricht
Tim Merlier ist aktuell der dominierende Sprinter der Tour de France - und macht doch gerade eine schwere Zeit durch. "Der Mann, der meinen Bruder und mich seit meinem zwölften Lebensjahr zu den Rennen gefahren hat, liegt im Sterben. Dieser Sieg ist für ihn", hatte der Belgier nach seinem ersten Etappensieg am Freitag dem Portal Sporza gesagt. Kurz darauf erhielt Merlier die Nachricht, dass sein ehemaliger Fahrer während des laufenden Rennens im Alter von 84 Jahren verstorben war.
"Ich habe vor der Tour mit ihm telefoniert. Damals ging es ihm eigentlich noch recht gut, aber wir wussten, dass sich sein Zustand schnell verschlechtern würde", erklärte Merlier. Trotz seiner Trauer setzte sich der 33-Jährige auch am Samstag beim dritten Massensprint der laufenden Tour gegen seine Kontrahenten durch. "Wenn man eine erste Etappe gewinnt, folgt oft schnell ein zweiter Sieg", sagte Merlier bescheiden.
Doppel-Gigantin Mladenovic schlägt wieder zu
Die Französin Kristina Mladenovic hat ihren siebten Grand-Slam-Titel im Doppel gefeiert. An der Seite der Chinesin Guo Hanyu gewann die 33-Jährige das Finale von Wimbledon gegen die Kanadierin Gabriela Dabrowski und Luisa Stefani aus Brasilien mit 6:3, 7:5.
Für Mladenovic, einst die Nummer eins der Welt im Doppel, war es der erste Erfolg im All England Club. Zuvor gewann sie auf Major-Ebene viermal ihr Heim-Turnier Roland Garros und zweimal die Australian Open. In Wimbledon stand sie zum zweiten Mal nach 2014 im Endspiel.
Kritik an Tour de France: "Pogacar ist das Problem"
Nach der Machtdemonstration von Rad-König Tadej Pogacar auf der 6. Etappe der Tour de France und dem schon großen Vorsprung des Titelverteidigers werden Stimmen laut, die die Organisatoren der Großen Schleife kritisieren. Unter anderem fragen sie, ob es nicht ein Fehler war, das Feld so früh schon über den legendären Col du Tourmalet zu jagen und somit den Weg für ein weiteres atemberaubendes Solo von Tadej Pogacar freizumachen. Streckendesigner Thierry Gouvenou sieht keine Fehleinschätzung, gibt aber zu, dass er den Verlauf der Etappe in dieser Form nicht hat kommen sehen.
"Wir waren etwas unsicher, wie schwer die 6. Etappe sein würde, weil wir natürlich ganz genau wussten, dass der Tourmalet einen entscheidenden Moment darstellen würde. Aber um ehrlich zu sein, haben wir nicht mit so großen Abständen gerechnet. Wir dachten, die Abstände im Ziel würden viel kleiner sein", sagte der Franzose im Interview mit dem Sender "TV2".

Pogacar liefert in Pyrenäen ganz große Show
Was das Thema Spannung angehe, könne man nun durchaus sagen, die Streckenführung sei ein "Fehlschlag", gab der Verantwortliche zu. "Aber auch das gehört zum Radsport." Das größte Problem sei nicht die Streckenführung gewesen, sondern Pogacar. "So ist Pogacar einfach. Er ist so stark, dass ihm jede Route liegt. Ja, natürlich hätte ich mir ein engeres Rennen gewünscht. Das Problem war aber nicht die Route. Das Problem ist der Unterschied zwischen Pogacar und den anderen Fahrern", sagte Gouvenou.
Haaland meldet sich nach schmerzhafter Niederlage
Die Enttäuschung über das knappe WM-Aus gegen England stand Norwegens Superstar Erling Haaland ins Gesicht geschrieben - trotzdem kann der Ex-Dortmunder positiv auf die Fußball-Weltmeisterschaft zurückblicken. "Das sind die geilsten sechs Wochen gewesen, die ich vielleicht in meinem ganzen Leben gehabt habe. Das war völlig surreal", sagte der 25-Jährige nach Abpfiff. Es sei schwierig, kurz nach dem Ausscheiden darüber zu sprechen, weil er ziemlich niedergeschlagen sei, sagte Haaland. "Aber diese mehr als 40 Tage sind so schnell vergangen. Das ist eine Erinnerung fürs Leben."
Norwegen war zuvor im WM-Viertelfinale knapp mit 1:2 nach Verlängerung an England gescheitert. Haaland war ausnahmsweise torlos geblieben, während sein früherer Dortmunder Kollege Jude Bellingham zweimal für die Three Lions getroffen hatte. "Er ist einer der besten der Welt. England kann sich glücklich schätzen, denn jeder möchte einen wie ihn in der Mannschaft haben", sagte Haaland nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB über Bellingham.
Was für Haaland nach dem WM-Aus bleibt, sind die Emotionen, die sein Team bei seinen im Kollektiv rudernden Landsleuten ausgelöst hat. "Wir haben Norwegen auf die Fußball-Karte gebracht, und das bewegt mich am meisten", sagte er demnach. "Ich denke an die Menschen zu Hause und was ihnen das bedeutet. Das hat Norwegen verändert, und ich glaube, das hat auch mich verändert."
Tuchel erinnert Weltmeister von 1990 an Beckenbauer
Fußball-Weltmeister Stefan Reuter fühlt sich bei Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel an den deutschen Teamchef Franz Beckenbauer bei der WM 1990 erinnert. Nach dem englischen Viertelfinal-Sieg gegen Norwegen sagte Reuter (59) in der TV-Sendung "Doppelpass" von Sport1: "Was ich gut finde: Sie feiern nicht, dass sie jetzt im Halbfinale stehen. Genau jetzt legt Thomas Tuchel den Finger in die Wunde."
Das kenne er noch von Beckenbauer, der 1990 nach dem 1:0 im Viertelfinale gegen die Tschechoslowakei "einen Eiskübel durch die Kabine getreten hat", weil die Leistung so schlecht gewesen sei.
Nach Englands 2:1-Sieg nach Verlängerung nannte Tuchel die Spielweise seines Teams ebenfalls "schlampig" und sprach von "vielen technischen Fehlern". Diese Kritik sorgte sogar bei dem zweifachen Torschützen Jude Bellingham für Unverständnis. Reuter lobte diese Herangehensweise des deutschen Trainers jedoch. Die Botschaft sei: "Du musst dich steigern, wenn du ins Finale willst." Englands Halbfinal-Gegner ist am Mittwoch (21 Uhr MESZ) Titelverteidiger Argentinien.
Messi soll Viertelfinal-Schiri Ansage gemacht haben
Lionel Messi hat argentinischen Medienberichten zufolge während des Viertelfinal-Spiels gegen die Schweiz dem Schiedsrichter eine Ansage gemacht. Laut dem Sender TyCSports soll Messi den Portugiesen João Pinheiro aufgefordert haben, respektvoll mit ihm zu reden. "Sprich mich höflich an, ich habe dich ja auch höflich angesprochen", soll der 39-Jährige demnach während der Partie, die mit einem 3:1 nach Verlängerung für den Titelverteidiger endete, zum Referee gesagt haben. Die Szene, von der in sozialen Netzwerken auch Videos kursieren, soll sich in der ersten Halbzeit ereignet haben.
Messi verließ zudem wie schon zuvor beim Sechzehntelfinale gezeichnet den Platz. Beim 3:2 gegen Außenseiter Kap Verde hatte er sich eine Beule an der Stirn zugezogen. Diesmal zeigten Aufnahmen Blut um das rechte Auge des Kapitäns der Argentinier.
Frecher Gürtelklau löst Massentumult im Käfig aus
MMA-Kämpfer Kerim Engizek will seine Niederlage nicht akzeptieren. Wütend und unzufrieden mit der Punktrichter-Entscheidung klaut er den Gürtel und reckt ihn in die Höhe. Der Abend endet mit einem Massentumult im Ring und einem aufgebrachten Publikum.

Oktagon-Kämpfer klaut Gürtel und entfacht Massentumult im Käfig
WM-Enttäuschung hat für Senegals Trainer Konsequenzen
Nach dem enttäuschenden WM-Abschneiden stellt sich der Senegals Fußball-Nationalmannschaft neu auf. Nach dem Rücktritt von Sadio Mané verlässt auch Trainer Pape Thiaw das Team - allerdings nicht freiwillig. Der senegalesische Fußballverband (FSF) teilte mit, "das Verfahren zur Beendigung der Tätigkeit des Nationaltrainers Pape Thiaw sowie seines gesamten Trainerstabs einzuleiten". Dies sei im "übergeordneten Interesse des senegalesischen Fußballs notwendig".
Thiaw hatte 2024 übernommen. Der größte Erfolg seiner Amtszeit bleibt mit der skandalösen Kontroverse des Afrika-Cups verbunden. Im Januar gewann Senegal sportlich, verlor aufgrund der Vorfälle des chaotischen Spiels seinen Titel jedoch am Grünen Tisch an den Finalgegner Marokko.
Die WM in Nordamerika hatte im Sechzehntelfinale ein jähes Ende gefunden, nachdem Senegal die Gruppenphase mit nur einem Sieg überstanden hatte. In der K.o.-Phase schied das Team nach Verlängerung mit 2:3 gegen Belgien aus - obwohl es bis zur 86. Minute noch mit 2:0 geführt hatte.
Käfig-Comeback von MMA-Ikone geht total in die Hose
Das Comeback von MMA-Legende Conor McGregor ist böse nach hinten losgegangen. Fünf Jahre nach seinem letzten Kampf im Käfig verlor der 37-jährige Ire gegen Max Holloway aus den USA schon in der ersten Runde durch eine Verletzung. McGregor landete bei einem Roundhose-Kick unglücklich auf seinem rechten Knie und konnte den Kampf nicht fortsetzen. Ohne ein Interview zu geben, verließ McGregor völlig frustriert das Oktagon.
"Ich habe ihm wohl die Knie weich gemacht", scherzt Holloway nach einem plötzlichen und verblüffenden Ende des Kampfes. "Wir müssen das für die Jungs noch einmal wiederholen. Ich habe mir den Arsch aufgerissen, um für diesen Kampf auf 170 Pfund zu kommen, und zu sehen, wie er so endet - das ist echt scheiße."
McGregor gewann in seiner Karriere den Feder- und Leichtgewichts-Titel der Mixed-Martial-Arts-Serie UFC. Weltweit bekannt wurde er 2017 durch seinen Kampf gegen Boxlegende Floyd Mayweather, den er durch Technischen K.o. verlor. McGregor verdiente mit dem Crossover-Match geschätzte 100 Millionen Dollar.
"Mentalität"? Gereizter Tuchel nach Reporterfrage in Rage
Thomas Tuchel ist nach dem Sieg der Engländer gegen Norwegen gereizt. Eine Reporter-Frage nach angeblich fehlender Mentalität bei seinen Engländern bringt den deutschen Trainer mächtig in Rage.
Wimbledon-Nachfolger? Stich auch bei Zverev-Sieg "emotionslos"
Michael Stich "gönnt" Alexander Zverev den historischen Triumph in Wimbledon - doch große Gefühle würde ein Erfolg des Hamburgers im All England Club nicht beim Champion von 1991 auslösen. "Ich freue mich für ihn, in dem Sinne, dass er es total verdient hätte, wenn er jetzt Wimbledon gewinnt", sagte der Prime-Video-Experte in einer Medienrunde des Streamingdienstes: "Aber es ist ja nicht mein Sieg, den ich erreichen kann." Dementsprechend würde Stich "ziemlich emotionslos" auf den potenziellen Coup des 29-Jährigen reagieren.
Zverev trifft im Finale am Sonntag (17 MESZ/kostenlos bei Prime Video) auf seinen italienischen Angstgegner Jannik Sinner. Die letzten neun Matches hat er allesamt gegen den Titelverteidiger verloren, sechs davon sogar ohne Satzgewinn. Sollte Zverev auf dem Centre Court seine Niederlagenserie gegen Sinner beenden, wäre er der erste männliche Sieger an der Church Road seit Stich vor 35 Jahren. "Sportlich wäre das großartig für ihn", sagte Stich.
Der Experte erwartet eine enge Partie. "Das ist wirklich 50:50, weil Alexander sehr, sehr gut gespielt hat, auf Rasen jetzt logischerweise einen super Rhythmus gefunden hat", sagte Stich. Sinner habe derweil in seinem Halbfinale gegen den serbischen Major-Rekordgewinner Novak Djokovic "schon sehr beeindruckend gespielt. Das erste Mal, muss man sagen. "Nur fünf Wochen nach seiner Erlösung bei den French Open könnte Zverev seinen zweiten Grand-Slam-Titel gewinnen.
Selten dämlicher Platzverweis trifft die Schweiz gegen Argentinien ins Mark
Die Schweiz spielt gegen Titelverteidiger Argentinien im WM-Viertelfinale lange auf Augenhöhe - bis Breel Embolo vom Platz fliegt. Er sieht wegen einer Schwalbe Gelb-Rot und ist fassungslos. In Tränen aufgelöst verlässt der frühere Bundesligastürmer den Platz.
Red-Bull-Rolle: DFB-Landesverbände schlagen Klopp-Alarm
Jürgen Klopps Vertragsunterschrift als neuer Fußball-Bundestrainer steht bevor - aber bei den DFB-Landesverbänden gibt es durchaus Bedenken. SID-Informationen zufolge wären mehrere Verbandspräsidenten nicht damit einverstanden, dass Klopp auch als Bundestrainer Markenbotschafter für Red Bull bleibt. Dies ist laut Medienberichten derzeit die präferierte Lösung, um bei der Auflösung von Klopps Vertrag als Fußballchef des Red-Bull-Imperiums (bis 2029) eine millionenschwere Ablöse zu sparen. Auch der Umgang des DFB mit den Finanzen wird in den Landesverbänden teils sehr kritisch gesehen. Der DFB und Klopp haben in New York Einigkeit über "Eckpunkte eines potenziellen Vertrages" erzielt.

DFB und Klopp einig - Wie es jetzt weitergeht
Uwe Döring sprach ausdrücklich als Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV), nicht als Mitglied von DFB-Gremien. "Als Fußballfan und Mitglied des FC St. Pauli habe ich Klopps Engagement bei Red Bull nie verstanden, Geld kann es ja eigentlich nicht mehr sein", sagte Döring. "Aber vielleicht liege ich da auch falsch, dieser ganze Irrsinn bei Trainergehältern und Abfindungen, die auch bei Nichtleistungen gezahlt werden, stößt mich nur noch ab. Hoffentlich wird die Schraube nicht überdreht, es wenden sich jetzt schon viele ab."
Sorgen werden bezüglich Klopps Unabhängigkeit geäußert. Was, wenn der neue Bundestrainer plötzlich fünf Spieler von RB Leipzig beruft? Diese "zu enge Verzahnung", wie es ein Funktionär benannte, hatte bereits der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger in der FAS als "völliges No-Go" bezeichnet. Sprecher Thomas Kessen vom Fan-Verband "Unsere Kurve" sah in einer fortgesetzten Werbe-Rolle im SID-Gespräch "einen Kniefall vor dem Kapital".
Rad-Superstar reagiert auf Tour-de-France-Anpassung
Die Verkürzung der neunten Etappe der 113. Tour de France wegen massiver Hitze ist beim Gesamtführenden Tadej Pogacar laut Tour-Chef Christian Prudhomme auf Zustimmung gestoßen. "Als Thierry Gouvenou es Pogacar vorhin mitteilte, sagte dieser: 'Danke'", erzählte Prudhomme.
Zuvor hatten die Veranstalter nach Gesprächen mit den Behörden und den Teams entschieden, das heutige Teilstück von den ursprünglich geplanten 185,5 Kilometern durch das Zentralmassiv auf 154,6 Kilometer zu verkürzen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Rundfahrt wegen zu hoher Temperaturen. Für das Département Corrèze, durch das gefahren werden soll, war die Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen worden.
"Es ist eine harte Etappe. Seit zehn Tagen sind die Champions bei hohen, sehr heißen Temperaturen unterwegs. Und für das Departement gilt nun die Warnstufe Rot", erklärte Prudhomme. "Das wird am sportlichen Aspekt nichts ändern, denn die Etappe ist wirklich bemerkenswert und anspruchsvoll."
Deutsche NBA-Rookies kassieren Pleiten
Die deutschen Rookies haben in der NBA Summer League Niederlagen hinnehmen müssen. Hannes Steinbach und Christian Anderson, die vor gut zweieinhalb Wochen in der Basketball-Profiliga gedraftet worden waren, unterlagen bei ihrem zweiten Einsatz mit den Charlotte Hornets den New Orleans Pelicans mit 91:95.
Jack Kayil kassierte mit den New York Knicks gegen die San Antonio Spurs ein 49:70. Bei seinem Debüt in der Summer League kam der 20-Jährige, der zuletzt mit Alba Berlin deutscher Meister geworden war, auf zwölf Punkte. Beim ersten Spiel gegen die Brooklyn Nets (65:91) war Kayil nicht zum Einsatz gekommen.
Anderson, der als 18. Pick an Charlotte gegangen war, verbuchte für Charlotte ebenfalls zwölf Punkte. Sein Teamkollege Steinbach, der an Position 14 gedraftet worden war, kam auf sieben Zähler. Zum Auftakt des Vorbereitungsturniers hatte vor allem Letzterer beim Sieg über Orlando Magic (86:74) mit 15 Punkten und elf Rebounds mit einem Double-Double geglänzt. In der Summer League können sich Spieler für die NBA-Kader empfehlen.
Geburtshelfer der Roten Karte ist tot
Der argentinische Fußball trauert um den ehemaligen Nationalspieler Antonio Rattin. Der frühere Mittelfeldspieler, der nach einem legendären Streit mit dem deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein bei der WM 1966 in die Geschichtsbücher einging, verstarb nach Angaben des argentinischen Verbands AFA am Samstag im Alter von 89 Jahren.
Weltweite Bekanntheit hatte Rattin im Viertelfinale der WM 1966 gegen Gastgeber England (0:1) erlangt, als er von Schiedsrichter Kreitlein vom Platz gestellt wurde - zu einer Zeit, in der es noch keine Gelben oder Roten Karten gab. Zuvor hatte der deutsche Referee Rattin verbal verwarnt, dieser sprach kein Deutsch, Kreitlein kein Spanisch. Der damalige Kapitän weigerte sich minutenlang, das Feld von Wembley zu verlassen.
Am Ende musste sogar die Polizei eingreifen. Rattin zerknüllte nach dem Vorfall noch die britische Fahne und sorgte damit für Aufsehen. Wenige Jahre später führte der Weltverband FIFA als Konsequenz die Gelben und Roten Karten ein, um Schiedsrichtern ein Werkzeug an die Hand zu geben, um ihre Entscheidungen zu kommunizieren.
WM-Torwart zieht es in die Wüste
Torwart Nikola Vasilj hat nach seinem Abschied vom Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli laut übereinstimmenden Medienberichten einen neuen Club gefunden. Wie unter anderem die "Hamburger Morgenpost" und die "Bild"-Zeitung berichten, wechselt der 30 Jahre alte Bosnier zum Erstliga-Aufsteiger Al Diriyah aus Saudi-Arabien.
Nach dem Medizincheck in Hamburg soll er einen Zweijahresvertrag unterschrieben haben. Vasilj stand zuletzt bei der Fußball-WM im Tor der bosnischen Nationalmannschaft. Dort scheiterte er mit dem Team im Sechzehntelfinale am Co-Gastgeber USA.
Nach dem Bundesliga-Abstieg hatte Vasilj angekündigt, den FC St. Pauli zu verlassen. Insgesamt war er fünf Jahre beim Kiezclub. Höhepunkte waren der Aufstieg 2024 und der Klassenverbleib in der Bundesliga 2025.
Milan-Legende soll das völlig abgestürzte Italien retten
Italiens Fußball will mit einem seiner großen Stars früherer Jahre, dem ehemaligen Vize-Weltmeister Paolo Maldini, aus der Krise kommen. Der einstige Weltklasse-Abwehrspieler des AC Mailand übernimmt bei Verband und Nationalmannschaft das Amt des Technischen Direktors. Der vierfache Weltmeister Italien hatte dieses Jahr zum dritten Mal hintereinander die Qualifikation zur WM verpasst - für das fußballbegeisterte Land ein Debakel.
Über die Personalie Maldini war in den vergangenen Tagen bereits viel spekuliert worden. Als Berater holte sich der heute 58-Jährige überraschend den brasilianischen Weltmeister Leonardo an die Seite, wie der nationale Fußballverband FIGC mitteilte. Die beiden hatten mehrere Jahre lange zusammen beim AC Mailand gespielt. Leonardo hat auch die italienische Staatsbürgerschaft. Die Position des künftigen Nationaltrainers ist noch offen.
Mourinho löst offenbar schon Zoff bei Real Madrid aus
Die Ankunft von José Mourinho bei Real Madrid verläuft offenbar nicht so geräuschlos, wie sich die Fans und Verantwortlichen das erhofft hatten. Das berichtet "EsRadio". Dem Sender zufolge ist der portugiesische Star-Coach schon an seinen ersten Tagen bei den Königlichen bei Klub-Präsident Florentino Pérez angeeckt. Unterschiedlicher Meinung sollen die beiden Alphatiere sein, was die Besetzung des Trainerstabs betrifft.
Laut "EsRadio"-Angaben würde Mourinho gerne weiter mit Fitnesstrainer Antonio Dias zusammenarbeiten. Er war im letzten Jahr schon Teil seines Stabs bei Benfica Lissabon. Dort hatte es in der vergangenen Saison nur sehr wenige Verletzungsprobleme gegeben. Mourinho sieht den Fitness-Experten offenbar auch für Real Madrid als Idealbesetzung.
Pérez wiederum soll darauf bestehen, dass Antonio Pintus der Fitnesscoach bleibt. Durchaus pikant: Auch Ex-Trainer Xabi Alonso hatte Pintus im vergangenen Sommer ursprünglich als Fitnesstrainer abgelehnt. Pérez legte ein Machtwort ein und hob den Italiener während der Saison einfach ins Amt. Wenige Tage später wurde Alonso freigestellt.
Die sportlichen Schlagzeilen am Abend
Adeyemis Wechsel löst offenbar Transfer-Beben aus
Der bevorstehende Wechsel von Noch-BVB-Profi Karim Adeyemi zum FC Barcelona setzt offenbar ein durchaus spektakuläres Transfer-Domino in Gang. Wie der italienische Reporter Gianluca di Marzio berichtet, wird der spanische WM-Fahrer Ferran Torres seinen Kaderplatz bei Barca für Adeyemi räumen - und zu Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain wechseln, der wiederum einen Nachfolger für den zur AC Milan gewechselten Angreifer Goncalo Ramos sucht.
Demnach sind nach der Endrunde in Kanada, den USA und Mexiko, bei der die Spanier als nächstes das Traum-Halbfinale gegen Top-Favorit Frankreich vor Brust haben, zwischen PSG und Torres nur noch Details zu klären .Barca steht in der Personalie unter Zugzwang. Denn: Torres' Vertrag in Katalonien läuft 2027 aus. Dann würde dem spanischen Meister also ein ablösefreier Abgang des 26-Jährigen drohen. In diesem Sommer aber könnte Barca mit Torres noch ordentlich abkassieren. Nach einer sehr vorzeigbaren Saison 2025/2026 mit 21 Treffern und drei Vorlagen in 49 Pflichtspielen wird sein Marktwert aktuell auf 50 Millionen Euro taxiert.








