Selten dämlicher Platzverweis trifft die Schweiz gegen Argentinien ins Mark
Die Schweiz spielt gegen Titelverteidiger Argentinien im WM-Viertelfinale lange auf Augenhöhe - bis Breel Embolo vom Platz fliegt. Er sieht wegen einer Schwalbe Gelb-Rot und ist fassungslos. In Tränen aufgelöst verlässt der frühere Bundesligastürmer den Platz.
Schweizer täuscht Schiedsrichter - Dann meldet sich der VAR

Red-Bull-Rolle: DFB-Landesverbände schlagen Klopp-Alarm
Jürgen Klopps Vertragsunterschrift als neuer Fußball-Bundestrainer steht bevor - aber bei den DFB-Landesverbänden gibt es durchaus Bedenken. SID-Informationen zufolge wären mehrere Verbandspräsidenten nicht damit einverstanden, dass Klopp auch als Bundestrainer Markenbotschafter für Red Bull bleibt. Dies ist laut Medienberichten derzeit die präferierte Lösung, um bei der Auflösung von Klopps Vertrag als Fußballchef des Red-Bull-Imperiums (bis 2029) eine millionenschwere Ablöse zu sparen. Auch der Umgang des DFB mit den Finanzen wird in den Landesverbänden teils sehr kritisch gesehen. Der DFB und Klopp haben in New York Einigkeit über "Eckpunkte eines potenziellen Vertrages" erzielt.
DFB und Klopp einig - Wie es jetzt weitergeht

Uwe Döring sprach ausdrücklich als Präsident des Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verbandes (SHFV), nicht als Mitglied von DFB-Gremien. "Als Fußballfan und Mitglied des FC St. Pauli habe ich Klopps Engagement bei Red Bull nie verstanden, Geld kann es ja eigentlich nicht mehr sein", sagte Döring. "Aber vielleicht liege ich da auch falsch, dieser ganze Irrsinn bei Trainergehältern und Abfindungen, die auch bei Nichtleistungen gezahlt werden, stößt mich nur noch ab. Hoffentlich wird die Schraube nicht überdreht, es wenden sich jetzt schon viele ab."
Sorgen werden bezüglich Klopps Unabhängigkeit geäußert. Was, wenn der neue Bundestrainer plötzlich fünf Spieler von RB Leipzig beruft? Diese "zu enge Verzahnung", wie es ein Funktionär benannte, hatte bereits der frühere DFB-Präsident Theo Zwanziger in der FAS als "völliges No-Go" bezeichnet. Sprecher Thomas Kessen vom Fan-Verband "Unsere Kurve" sah in einer fortgesetzten Werbe-Rolle im SID-Gespräch "einen Kniefall vor dem Kapital".
Rad-Superstar reagiert auf Tour-de-France-Anpassung
Die Verkürzung der neunten Etappe der 113. Tour de France wegen massiver Hitze ist beim Gesamtführenden Tadej Pogacar laut Tour-Chef Christian Prudhomme auf Zustimmung gestoßen. "Als Thierry Gouvenou es Pogacar vorhin mitteilte, sagte dieser: 'Danke'", erzählte Prudhomme.
Zuvor hatten die Veranstalter nach Gesprächen mit den Behörden und den Teams entschieden, das heutige Teilstück von den ursprünglich geplanten 185,5 Kilometern durch das Zentralmassiv auf 154,6 Kilometer zu verkürzen. Zum ersten Mal in der Geschichte der Rundfahrt wegen zu hoher Temperaturen. Für das Département Corrèze, durch das gefahren werden soll, war die Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen worden.
"Es ist eine harte Etappe. Seit zehn Tagen sind die Champions bei hohen, sehr heißen Temperaturen unterwegs. Und für das Departement gilt nun die Warnstufe Rot", erklärte Prudhomme. "Das wird am sportlichen Aspekt nichts ändern, denn die Etappe ist wirklich bemerkenswert und anspruchsvoll."
Deutsche NBA-Rookies kassieren Pleiten
Die deutschen Rookies haben in der NBA Summer League Niederlagen hinnehmen müssen. Hannes Steinbach und Christian Anderson, die vor gut zweieinhalb Wochen in der Basketball-Profiliga gedraftet worden waren, unterlagen bei ihrem zweiten Einsatz mit den Charlotte Hornets den New Orleans Pelicans mit 91:95.
Jack Kayil kassierte mit den New York Knicks gegen die San Antonio Spurs ein 49:70. Bei seinem Debüt in der Summer League kam der 20-Jährige, der zuletzt mit Alba Berlin deutscher Meister geworden war, auf zwölf Punkte. Beim ersten Spiel gegen die Brooklyn Nets (65:91) war Kayil nicht zum Einsatz gekommen.
Anderson, der als 18. Pick an Charlotte gegangen war, verbuchte für Charlotte ebenfalls zwölf Punkte. Sein Teamkollege Steinbach, der an Position 14 gedraftet worden war, kam auf sieben Zähler. Zum Auftakt des Vorbereitungsturniers hatte vor allem Letzterer beim Sieg über Orlando Magic (86:74) mit 15 Punkten und elf Rebounds mit einem Double-Double geglänzt. In der Summer League können sich Spieler für die NBA-Kader empfehlen.
Geburtshelfer der Roten Karte ist tot
Der argentinische Fußball trauert um den ehemaligen Nationalspieler Antonio Rattin. Der frühere Mittelfeldspieler, der nach einem legendären Streit mit dem deutschen Schiedsrichter Rudolf Kreitlein bei der WM 1966 in die Geschichtsbücher einging, verstarb nach Angaben des argentinischen Verbands AFA am Samstag im Alter von 89 Jahren.
Weltweite Bekanntheit hatte Rattin im Viertelfinale der WM 1966 gegen Gastgeber England (0:1) erlangt, als er von Schiedsrichter Kreitlein vom Platz gestellt wurde - zu einer Zeit, in der es noch keine Gelben oder Roten Karten gab. Zuvor hatte der deutsche Referee Rattin verbal verwarnt, dieser sprach kein Deutsch, Kreitlein kein Spanisch. Der damalige Kapitän weigerte sich minutenlang, das Feld von Wembley zu verlassen.
Am Ende musste sogar die Polizei eingreifen. Rattin zerknüllte nach dem Vorfall noch die britische Fahne und sorgte damit für Aufsehen. Wenige Jahre später führte der Weltverband FIFA als Konsequenz die Gelben und Roten Karten ein, um Schiedsrichtern ein Werkzeug an die Hand zu geben, um ihre Entscheidungen zu kommunizieren.
WM-Torwart zieht es in die Wüste
Torwart Nikola Vasilj hat nach seinem Abschied vom Bundesliga-Absteiger FC St. Pauli laut übereinstimmenden Medienberichten einen neuen Club gefunden. Wie unter anderem die "Hamburger Morgenpost" und die "Bild"-Zeitung berichten, wechselt der 30 Jahre alte Bosnier zum Erstliga-Aufsteiger Al Diriyah aus Saudi-Arabien.
Nach dem Medizincheck in Hamburg soll er einen Zweijahresvertrag unterschrieben haben. Vasilj stand zuletzt bei der Fußball-WM im Tor der bosnischen Nationalmannschaft. Dort scheiterte er mit dem Team im Sechzehntelfinale am Co-Gastgeber USA.
Nach dem Bundesliga-Abstieg hatte Vasilj angekündigt, den FC St. Pauli zu verlassen. Insgesamt war er fünf Jahre beim Kiezclub. Höhepunkte waren der Aufstieg 2024 und der Klassenverbleib in der Bundesliga 2025.
Milan-Legende soll das völlig abgestürzte Italien retten
Italiens Fußball will mit einem seiner großen Stars früherer Jahre, dem ehemaligen Vize-Weltmeister Paolo Maldini, aus der Krise kommen. Der einstige Weltklasse-Abwehrspieler des AC Mailand übernimmt bei Verband und Nationalmannschaft das Amt des Technischen Direktors. Der vierfache Weltmeister Italien hatte dieses Jahr zum dritten Mal hintereinander die Qualifikation zur WM verpasst - für das fußballbegeisterte Land ein Debakel.
Über die Personalie Maldini war in den vergangenen Tagen bereits viel spekuliert worden. Als Berater holte sich der heute 58-Jährige überraschend den brasilianischen Weltmeister Leonardo an die Seite, wie der nationale Fußballverband FIGC mitteilte. Die beiden hatten mehrere Jahre lange zusammen beim AC Mailand gespielt. Leonardo hat auch die italienische Staatsbürgerschaft. Die Position des künftigen Nationaltrainers ist noch offen.
Mourinho löst offenbar schon Zoff bei Real Madrid aus
Die Ankunft von José Mourinho bei Real Madrid verläuft offenbar nicht so geräuschlos, wie sich die Fans und Verantwortlichen das erhofft hatten. Das berichtet "EsRadio". Dem Sender zufolge ist der portugiesische Star-Coach schon an seinen ersten Tagen bei den Königlichen bei Klub-Präsident Florentino Pérez angeeckt. Unterschiedlicher Meinung sollen die beiden Alphatiere sein, was die Besetzung des Trainerstabs betrifft.
Laut "EsRadio"-Angaben würde Mourinho gerne weiter mit Fitnesstrainer Antonio Dias zusammenarbeiten. Er war im letzten Jahr schon Teil seines Stabs bei Benfica Lissabon. Dort hatte es in der vergangenen Saison nur sehr wenige Verletzungsprobleme gegeben. Mourinho sieht den Fitness-Experten offenbar auch für Real Madrid als Idealbesetzung.
Pérez wiederum soll darauf bestehen, dass Antonio Pintus der Fitnesscoach bleibt. Durchaus pikant: Auch Ex-Trainer Xabi Alonso hatte Pintus im vergangenen Sommer ursprünglich als Fitnesstrainer abgelehnt. Pérez legte ein Machtwort ein und hob den Italiener während der Saison einfach ins Amt. Wenige Tage später wurde Alonso freigestellt.
Die sportlichen Schlagzeilen am Abend
Adeyemis Wechsel löst offenbar Transfer-Beben aus
Der bevorstehende Wechsel von Noch-BVB-Profi Karim Adeyemi zum FC Barcelona setzt offenbar ein durchaus spektakuläres Transfer-Domino in Gang. Wie der italienische Reporter Gianluca di Marzio berichtet, wird der spanische WM-Fahrer Ferran Torres seinen Kaderplatz bei Barca für Adeyemi räumen - und zu Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain wechseln, der wiederum einen Nachfolger für den zur AC Milan gewechselten Angreifer Goncalo Ramos sucht.
Demnach sind nach der Endrunde in Kanada, den USA und Mexiko, bei der die Spanier als nächstes das Traum-Halbfinale gegen Top-Favorit Frankreich vor Brust haben, zwischen PSG und Torres nur noch Details zu klären .Barca steht in der Personalie unter Zugzwang. Denn: Torres' Vertrag in Katalonien läuft 2027 aus. Dann würde dem spanischen Meister also ein ablösefreier Abgang des 26-Jährigen drohen. In diesem Sommer aber könnte Barca mit Torres noch ordentlich abkassieren. Nach einer sehr vorzeigbaren Saison 2025/2026 mit 21 Treffern und drei Vorlagen in 49 Pflichtspielen wird sein Marktwert aktuell auf 50 Millionen Euro taxiert.





