Sprint-Star Lückenkemper reist mit ungewohntem Gefühl zur EM
Gina Lückenkemper lacht, Gina Lückenkemper macht Späßchen, Gina Lückenkemper kann den ersten Startschuss bei der Leichtathletik-EM in Rom kaum erwarten. Bestens gelaunt bereitet sich Deutschlands schnellste Sprinterin bei Sonnenschein und rund 30 Grad auf ihren großen Auftritt vor - hält Rom auf den Weg zu den Olympischen Spielen wieder Gold für sie bereit?
Die Europameisterschaften "nehme ich definitiv nicht auf die leichte Schulter. Ich habe da einen Titel zu verteidigen", sagt Lückenkemper in einer ZDF-Doku: "Wer hätte gedacht, dass ich sowas mal sagen kann. Ich habe mich jetzt die Tage noch mal so sehr darüber gefreut." Und natürlich kommen wieder die Bilder von München in Erinnerung, als sie sich in einem packenden Thriller mit Zielsturz bei der Heim-EM Gold über 100 Meter schnappte. Mit 10,99 Sekunden, in einer Tausendstel-Entscheidung.
In diesem Jahr ist Lückenkemper noch nicht unter der 11-Sekunden-Marke geblieben, aber die 27-Jährige ist topfit, konnte erneut ohne Verletzungen ihr Training in den USA an der Seite des Leichtathletik-Superstars Noah Lyles durchziehen. Mit ihren 11,06 Sekunden lauert Lückenkemper auf Platz sieben der Meldeliste, als Favoritinnen gehen die starken Britinnen Dina Asher-Smith und Daryll Neita (beide 10,98 Sekunden) ins Rennen.
Million verzockt, sieben Monate gesperrt - Skandalprofi trotzdem im EM-Kader
Mittelfeldspieler Nicolò Fagioli steht trotz seiner gerade erst abgelaufenen monatelangen Sperre im neuen Wettskandal im italienischen Fußball im Kader des Titelverteidigers für die Europameisterschaft in Deutschland. Der 23 Jahre alte Profi von Juventus Turin gehört zum finalen 26-köpfigen Aufgebot, das Nationaltrainer Luciano Spalletti heute nominierte. Aus dem vorläufigen Kader gestrichen wurden dagegen Mittelfeldakteur Samuele Ricci, Flügelspieler Riccardo Orsolini und Torhüter Ivan Provedel.
Fagioli war im Oktober für sieben Monate gesperrt worden, weil er bei illegalen Sportwetten auf Online-Plattformen mehr als eine Million Euro verzockt haben soll. Er gilt als zentrale Figur des Skandals, der Italiens Fußball erschütterte. In der Serie A war er erstmals Ende Mai wieder zum Einsatz gekommen, am Dienstag war er beim 0:0 im Test gegen die Türkei eingewechselt worden und hatte sein zweites Länderspiel bestritten. "Nicolò hat diese Qualität, Kreativität und Physis, die es auf dem Platz braucht", lobte Spalletti ihn zuvor.
Italien bestreitet am Sonntag ein letztes EM-Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina. Am Montag reist der Titelverteidiger nach Deutschland und bezieht sein Quartier in Iserlohn. Gegner in der Gruppe B sind Albanien, Spanien und Kroatien.
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Deutschlands EM-Gegner: So gefährlich sind Schottland, Ungarn und die Schweiz
Deutschland ist in der EM-Gruppe A auf dem Papier klarer Favorit. Doch was ist von Schottland, Ungarn und der Schweiz zu erwarten? ntv zeigt die Gruppen-Gegner des DFB-Teams in der Blitzanalyse.
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Nagelsmann hat entschieden, wer als Letzter aus dem EM-Kader fliegt
Bundestrainer Julian Nagelsmann wird erst nach der EM-Generalprobe gegen Griechenland in Mönchengladbach am Freitag (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) den letzten Spieler aus dem Aufgebot streichen. "Wir haben Überlegungen getroffen und verschiedene Optionen diskutiert", sagte Nagelsmann: "Es hat keiner verdient, daran hat sich nichts geändert. Wenn sich jemand verletzt, was wir nicht hoffen, könnte sich aber noch etwas ändern."
Als erster Streichkandidat gilt Robin Koch von Eintracht Frankfurt, der als fünfter Innenverteidiger in der Team-Hierarchie dabei ist. "Die Entscheidung ist grundsätzlich getroffen", sagte Nagelsmann, "wenn nichts Außergewöhnliches passiert". Das "eine oder andere Gespräch mit Spielern" habe auch bereits stattgefunden.
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Trotz persönlicher Erfolge hat Konrad Laimer mit Bayern München und Österreich Pech: Erst verliert der Fußball-Profi im dramatischen Champions-League-Halbfinale, dann die harte Konkurrenz bei der EM-Auslosung. Weitere Einblicke, auch in sein Privatleben, gibt es im Interview mit Marc Gabel.
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Sechs Erstligisten müssen Spieler verkaufen, sonst gibt es Strafen
Mehrere Fußballvereine der englischen Premier League müssen laut einem Medienbericht bis zum Ende des Monats Spieler aus ihrem Kader verkaufen, um die finanziellen Auflagen der Liga zu erfüllen und Sanktionen zu vermeiden. Nach Informationen des Senders Sky sind der FC Chelsea, Newcastle United, der FC Everton, Aston Villa, Nottingham Forest und Aufsteiger Leicester City betroffen.
Nach den sogenannten Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitsregeln der Liga der Premier League dürfen Vereine über einen Zeitraum von drei Jahren nicht mehr als 105 Millionen Pfund (ca. 120 Millionen Euro) Verlust machen. Wenn ein Klub - so wie Leicester - in diesen Zeitraum zwischenzeitlich nicht im Fußball-Oberhaus vertreten war, sind es sogar noch weniger. Der 30. Juni markiert das Ende des Finanzjahres in der Premier League. Das Transferfenster öffnet bereits am 14. Juni.
Wie hoch die Verluste in jedem Verein waren, ist nicht bekannt. Insider rechnen aber damit, dass alle sechs Klubs ihre Einnahmen kurzfristig steigern müssen, um keine Strafe zu riskieren, und deshalb jeweils ein bis zwei Spieler abgeben.
Świątek pflügt im French-Open-Halbfinale über neue Nr. 2 der Welt hinweg
Iga Świątek spielt bei den French Open um den Titel-Hattrick. Die dominierende Sandplatzspielerin der Gegenwart zog durch ein 6:2, 6:4 gegen die US-Amerikanerin Coco Gauff ins Finale von Roland Garros ein. Dort trifft die 23 Jahre alte Polin am Samstag (15 Uhr/Eurosport) auf die ungesetzte Russin Mirra Andrejewa oder Jasmine Paolini (Italien/Nr. 12), die jetzt die zweite Finalistin ermitteln.

Świątek hat bereits 2020, 2022 und 2023 in Paris triumphiert, gegen Gauff baute sie ihre Serie beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres auf 20 Siege aus. Drei Titel in Serie in Roland Garros haben in der Ära des Profitennis (seit 1968) nur Monica Seles (1990 bis 1992) und Justine Henin (2005 bis 2007) gewonnen. Für ihren elften Sieg im zwölften Duell mit der US-Open-Siegerin brauchte Świątek 1:37 Stunden.
Die Weltranglistenerste, die in der zweiten Runde gegen Naomi Osaka (Japan) nur einen Punkt vom Aus entfernt war, hatte sich in den vergangenen Tagen in Titelform gespielt. Über die Russin Anastasia Potapowa (6:0, 6:0) und Wimbledonsiegerin Marketa Vondrousova aus Tschechien (6:0, 6:2) fegte sie hinweg. Auch Gauff, ab Montag Nummer zwei im WTA-Ranking, war nahezu chancenlos.
Premier League schafft den Videobeweis nicht ab
Die Klubs der englischen Premier League haben sich mit großer Mehrheit gegen eine Abschaffung des Video-Assistenten ausgesprochen. Der VAR führe "zu präziseren Entscheidungen", teilte die Liga nach der mit Spannung erwarteten Abstimmung mit. Gleichzeitig habe aber Einigkeit darüber geherrscht, "dass Verbesserungen zum Wohle des Spiels und der Fans vorgenommen werden" sollten.
Die 20 besten Fußball-Klubs des Landes hatten bei einer Generalversammlung über den VAR diskutiert. Grundlage für die Abstimmung war ein Antrag der Wolverhampton Wanderers. Der Klub hatte argumentiert, der Einsatz des Videobeweises untergrabe "den Wert der Premier League als Marke". Für eine Abschaffung zur kommenden Saison hätten 14 der 20 Erstligisten für diese Lösung stimmen müssen. Laut der BBC votierten einzig die Wolves für eine Abschaffung, die übrigen 19 waren dagegen.
DFB-Kapitän berichtet von Problemen bei Erziehung auf Deutsch und Türkisch
Seine zweisprachige Erziehung hat für Deutschlands Nationalteam-Kapitän İlkay Gündoğan nach eigenen Angaben nicht nur Vorteile gehabt. "Mein Bruder und ich haben nur Deutsch miteinander gesprochen, meine Eltern Türkisch. Sie wollten, dass wir zweisprachig aufwachsen, aber das hat nicht immer so gut geklappt", sagte Gündoğan dem "Spiegel".
Der in Gelsenkirchen aufgewachsene Sohn türkischer Eltern erklärte mit einem Lachen: "Selbst, wenn wir in den Urlaub in die Türkei gereist sind, haben mein Bruder und ich Deutsch geredet. Einmal waren wir auf einem Basar und wollten diese gefälschten Trikots kaufen. Für Einheimische waren die Preise niedriger als für Touristen." Gündoğan ergänzt: "Und ich sehe ja schon sehr türkisch aus. Aber irgendwann beim Verhandeln mit dem Verkäufer habe ich aus reiner Gewohnheit etwas auf Deutsch zu meinem Bruder gesagt. Wir mussten schließlich den Touristenpreis zahlen, der natürlich doppelt so hoch war. Meine Eltern waren ganz schön sauer."
Ex-Profi attackiert: Arsenal-Anhänger kassiert jahrelanges Verbot
Nach einem tätlichen Angriff auf den früheren irischen Fußballprofi Roy Keane ist ein Fan des FC Arsenal in London mit drei Jahren Stadionverbot belegt worden. Während eines Fußballspiels zwischen Arsenal und Manchester United im vergangenen September soll der 43-Jährige dem TV-Experten und ehemaligen Man-United-Spieler einen Kopfstoß verpasst haben. Keane hatte berichtet, er sei von der Attacke auf der Tribüne des Emirates-Stadions "absolut überrascht" gewesen.
Der Angeklagte behauptete vor Gericht, er habe nur aus Notwehr gehandelt, die Aggression sei von Keane ausgegangen. Doch die Richter am Highbury Corner Magistrates' Court bewerteten den Vorfall anders. Während des Prozesses, in dem auch Videoaufnahmen von der Stadiontribüne gezeigt wurden, hatte unter anderem der frühere Manchester-City-Profi Micah Richards ausgesagt. Berichten zufolge war Richards seinem TV-Kollegen Keane zur Hilfe gekommen und hatte mit dem Angreifer gerangelt.
Neben dem dreijährigen Stadionverbot wurde der Arsenal-Fan zu 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Außerdem muss er die Prozesskosten und Schmerzensgeld in Höhe von umgerechnet insgesamt knapp 900 Euro tragen.
Debakel droht: Leichtathletik-EM hält Ticketverkauf geheim
Den Leichtathletik-Europameisterschaften in Rom droht offenbar nur sehr mäßiges Zuschauerinteresse. Für die von Freitag bis Mittwoch stattfindenden Titelkämpfe im Olympiastadion gibt es noch reichlich Eintrittskarten, die Organisatoren haben die Preise daher um 40 Prozent gesenkt. Wie viele Tickets bisher verkauft wurden, wollten sie am Donnerstag nicht mitteilen.
Der Präsident des Europäischen Leichtathletik-Verbandes, Dobromir Karamarinow, appellierte an die Leichtathletik-Fans, ins Stadion zu kommen und den Stars zuzujubeln. "Wir haben noch Zeit, die Leute zu überzeugen", sagte der Bulgare. "Es sollen die besten Meisterschaften überhaupt werden, aber dafür brauchen wir alle."
Die Veranstalter setzen darauf, dass der Funke auch dank der erhofften Erfolge des italienischen Gastgeberteams noch überspringt. Vor zwei Jahren in München hatten bis zu 40.000 Zuschauer die Leichtathletik-EM erfolgt und im Olympiastadion oft für eine sehr gute Stimmung gesorgt. Diesmal sind die Titelkämpfe für viele Athletinnen und Athleten eine Durchgangsstation zu den Olympischen Spielen in zwei Monaten in Paris.
Kontra für Matthäus: Ex-DFB-Star widerspricht in Gündoğan-Frage
Welt- und Europameister Andreas Möller hat eine Lanze für den zuletzt kritisierten Nationalmannschafts-Kapitän İlkay Gündoğan gebrochen. Wie Toni Kroos sieht er Gündoğan als "verlängerten Arm" von Bundestrainer Julian Nagelsmann. "Diese beiden Leader dürfen nicht ausgewechselt werden, auch schwächere Phasen im Spiel müssen zugestanden werden", schrieb der 56-Jährige wenige Tage vor EM-Beginn in seiner "Kicker"-Kolumne.
Damit sieht Möller die Rolle Gündoğans gänzlich anders als sein früherer DFB-Teamkollege Lothar Matthäus. Der Rekordnationalspieler prophezeite Gündoğan bei der Heim-EM eine Reservistenrolle - auch wegen dessen "mittelmäßigen" Leistungen in der abgelaufenen Saison beim FC Barcelona.
Havertz meldet Ansprüche für EM an - und ärgert sich noch über Flick
Kai Havertz will die deutsche Fußball-Nationalmannschaft als Mittelstürmer zum EM-Titel schießen. "Hier sehe ich mich ganz klar als Neuner, da habe ich auch in den letzten sechs Monaten bei Arsenal gespielt", sagte der 24-Jährige im "Kicker": "Ich werde mich aber auch nicht beschweren, wenn ich auch mal wieder auf die Acht oder Zehn soll."
Als Mittelstürmer steht der Profi des englischen Vizemeisters FC Arsenal in Konkurrenz zu Niclas Füllkrug vom Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund. Ein ähnliches Schicksal wie bei der verkorksten WM-Endrunde 2022 in Katar unter dem damaligen Bundestrainer Hansi Flick möchte Havertz in jedem Fall vermeiden.
"Es gab in der Nationalmannschaft in den letzten Jahren für mich viele gute Zeiten, aber auch Entscheidungen, die ich persönlich nicht so ganz verstanden habe - zum Beispiel, dass ich bei der WM in Katar nach dem ersten Spiel auf die Bank musste", sagte der frühere Leverkusener: "Gerade als Offensivspieler hilft es, wenn man konstant auf dich setzt und du nicht befürchten musst, nach einem schlechten Spiel gleich infrage gestellt zu werden."
Dennis Schröder holt Familie nach New York - und hofft, bleiben zu können
Basketball-Weltmeister Dennis Schröder geht von einem NBA-Verbleib bei den Brooklyn Nets aus. "Mein Agent und ich glauben, dass die Nets es gut fanden, wie ich gespielt habe", sagte der Nationalmannschafts-Kapitän in einem Interview der "Braunschweiger Zeitung". Er habe "die Kultur ein bisschen verändert, ein bisschen mehr Defense und Zusammenspiel reingebracht und auch Leadership gezeigt".
Man wisse vor der bis Februar dauernden Free Agency, der bevorstehenden Transferperiode in der nordamerikanischen Profiliga, zwar "nie, was in der NBA passiert. Aber Brooklyn ist eine sehr coole, gute Organisation, sehr familiär. Ich würde da auf jeden Fall gern längerfristig bleiben wollen." Schröder war im Februar von den Toronto Raptors zur Franchise aus New York gewechselt.
Nach dem Sommer soll dann auch seine Familie, die zuletzt noch in Kanada lebte, nach New York kommen. Nicht nach Manhattan. Da sei "sehr viel los, dort könnte ich nicht leben", so Schröder: "Aber Brooklyn gefällt mir schon echt gut, da gibt es auch drumrum ein paar Gegenden, die ich noch nicht gesehen habe, die aber cool sein sollen. Die werden wir uns dann anschauen, wenn wir rübergehen."
30-Millionen-Euro-Forderung? Leverkusen buhlt um Mittelfeld-Talent
Bayer Leverkusen hat offenbar den argentinischen Mittelfeldspieler Matias Soule vom italienischen Fußball-Rekordmeister Juventus Turin ins Auge gefasst. Laut einem Bericht der "Gazzetta dello Sport" bietet der deutsche Meister für den 21-Jährigen eine Ablöse in Höhe von 20 Millionen Euro, Juve verlange jedoch 30 Millionen. Auch zahlreiche andere Klubs sollen Interesse haben. Juve hatte Soule in der vergangenen Saison an den Erstligisten Frosinone Calcio ausgeliehen, dort schoss er elf Tore.
DFB-Profi muss Urlaub nach EM für Operation opfern
Erst EM, dann OP? Fußball-Nationalspieler Aleksandar Pavlović könnte sich nach dem Heim-Turnier einem kleinen Eingriff unterziehen. Er müsse sich vielleicht die Mandeln rausnehmen lassen, sagte der 20-Jährige dem "Münchner Merkur". Der Zeitpunkt zwischen EM und Saisonstart bei Bayern München wäre geeignet: "Während der Saison geht es nicht, dann bin ich komplett raus. Wahrscheinlich werde ich meinen Urlaub dafür opfern müssen."
Pavlovic hatte zuletzt immer wieder mit Mandelproblemen zu kämpfen. Daher verpasste er auch die Länderspiele im März. Am vergangenen Montag gab er gegen die Ukraine (0:0) sein Debüt in der Nationalmannschaft. "Darauf bin ich stolz", sagte Pavlovic. Das Trikot wird er sich in einem Bilderrahmen zu Hause aufhängen. Für die Heim-EM (14. Juni bis 14. Juli) hat er große Träume: "Unser Ziel ist der Titel, sonst wären wir gar nicht hier."
Warum Kimmich und Pavlovic sich gut leiden können

Novak Djokovic verschickt Update aus dem Krankenbett
Tennis-Superstar Novak Djokovic ist nach seinem verletzungsbedingten Aus bei den French Open erfolgreich am rechten Knie operiert worden. Das teilte der Grand-Slam-Rekordsieger in den Sozialen Medien mit. Er habe sich im Achtelfinale gegen den Argentinier Francisco Cerundolo einen Meniskusriss zugezogen, so Djokovic: "Ich verarbeite noch alles, aber freue mich, euch mitteilen zu können, dass die OP gut verlaufen ist."
Der Serbe hatte seine Mission Titelverteidigung in Paris nach zwei Fünf-Satz-Matches abbrechen müssen, zu seinem Viertelfinale gegen Alexander Zverevs kommenden Gegner Casper Ruud konnte er nicht antreten. Ob der Serbe, der seine Position an der Spitze der Weltrangliste an den Italiener Jannik Sinner verliert, beim in rund vier Wochen beginnenden Rasenklassiker in Wimbledon aufschlagen kann, ist fraglich.
"Ich werde mein Bestes tun, um gesund zu werden und so schnell wie möglich auf den Platz zurückzukehren", schrieb der 37-Jährige zu einem Foto, auf dem er auf Krücken und mit seinem Team vor dem Eiffelturm posiert: "Meine Liebe für den Sport ist stark, und der Wunsch, auf dem höchsten Level zu spielen, treibt mich an."
Schlüsselwort vereinbart: Nagelsmann hat Notfallplan für die EM
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist für die anstehende Heim-EM auf alle Eventualitäten vorbereitet. "Natürlich haben wir schon einen Notfallplan, was passiert, wenn noch zehn Minuten zu spielen sind und wir unbedingt ein Tor brauchen", versicherte Bundestrainer Julian Nagelsmann im "Spielmacher"-Podcast von 360Media mit Sebastian Hellmann.
Mit seinen Spielern hat der 36-Jährige für den Fall der Fälle ein Schlüsselwort vereinbart. Die entsprechende Situation habe seine Elf "vorher trainiert, so dass die Spieler wissen, was sie machen müssen, wenn ich 'Notfallplan' rein rufe. Die Abläufe sind drin", sagte Nagelsmann. Die DFB-Auswahl bestreitet am Freitag (20.45 Uhr/RTL und im ntv.de-Liveticker) in Mönchengladbach gegen Griechenland ihre EM-Generalprobe. Das Turnier beginnt eine Woche später in München mit dem Eröffnungsspiel gegen Schottland.
Mbappé glänzt für Frankreich - und gedenkt Verstorbenem
Mit einem emotionalen Torjubel hat Frankreichs Superstar Kylian Mbappé eines für ihn wichtigen Menschen gedacht. Nach seinem 3:0 im Testspiel gegen Luxemburg zeigte der 25-Jährige unter seinem Trikot ein Shirt mit einem Foto und den Worten "Repose en Paix Tonton" (Ruhe in Frieden, Onkel). Dabei blickte er Richtung Himmel und reckte beide Zeigefinger in die Höhe. Bei Instagram postete der Neuzugang von Real Madrid später ein Bild davon. Eingerahmt von zwei Tauben steht dort "Tonton Alex" (Onkel Alex).
Mit einem starken Auftritt hatte Mbappé am Mittwochabend in Metz großen Anteil am Sieg der Franzosen kurz vor der Europameisterschaft. Beim 3:0 setzte er nicht nur in der 85. Minute den Schlusspunkt, sondern bereitete auch die beiden weiteren französischen Treffer durch den früheren Frankfurter Randal Kolo Muani (43.) und den Ex-Bielefelder Jonathan Clauss (70.) vor.
"Lebe meinen Traum": DFB-Debütant schwärmt vom "Wahnsinn"
Für Nationalspieler Aleksandar Pavlovic ist sein heutiger DFB-Teamkollege Toni Kroos in der Jugend ein großes Vorbild gewesen. "Ich liebe es, wie er spielt", sagte der 20-Jährige in einem Sky-Interview und ergänzte: "Aber auch Bastian Schweinsteiger. Von seiner Mentalität, aber auch von seiner Spielweise her."
Ein überraschender Hoffnungsträger für Nagelsmann
Auf die Frage, wie es sich anfühle, nun mit einem seiner Idole in der Nationalelf zusammenzuspielen, sagte Pavlovic: "Das ist schon Wahnsinn. Auch, dass ich jetzt hier bei der Nationalmannschaft sein darf, bei den Profis des FC Bayern spiele, so Erfahrungen wie im Champions-League-Halbfinale gegen Real im Bernabeu sammeln kann. Ich lebe meinen Traum und bin sehr dankbar für alles."
Der Mittelfeldspieler feierte am Montag beim 0:0 gegen die Ukraine sein Debüt für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Im März war Pavlovic wegen einer Mandelentzündung noch für die Länderspiele in Frankreich und gegen die Niederlande ausgefallen. Womöglich steht ihm demnächst eine Operation bevor.
Meinungsverschiedenheit mit Nagelsmann: Ter Stegen gefrustet
Marc-André ter Stegen kommt mit seiner Rolle als Nummer zwei in der Fußball-Nationalmannschaft hinter Stammtorhüter Manuel Neuer nur schwer klar und hat kurz vor EM-Beginn seine Meinungsverschiedenheit mit Bundestrainer Julian Nagelsmann offenbart. "Es ist nicht leicht, in eine Situation zu kommen, die du dir anders erhofft hast", sagte ter Stegen der "Bild"-Zeitung: "Die Entscheidung des Trainers gilt es zu akzeptieren und respektieren, auch wenn ich nicht einer Meinung mit ihm bin."
Im Duell mit Neuer sieht sich ter Stegen absolut nicht im Nachteil. "Ich hätte gerne gespielt, daraus mache ich keinen Hehl", sagte der 32 Jahre alte Keeper des FC Barcelona: "Ich glaube, dass ich viele Argumente für mich hatte."
Knackt er die magische Schallmauer? Deutscher liegt auf Rekordkurs
Leo Neugebauer steuert bei den College-Meisterschaften in den USA auf einen neuen deutschen Rekord zu und könnte als erster deutscher Zehnkämpfer die magische 9000-Punkte-Schallmauer durchbrechen. Der 23 Jahre alte US-Student und deutsche Rekordhalter führt nach Tag eins der Wettbewerbe in Eugene und erzielte in den ersten fünf Disziplinen sagenhafte 4685 Punkte. Das sind im Durchgangswert 94 Zähler mehr als bei Neugebauers bisheriger Bestmarke von vor einem Jahr.
"Ich fühle mich großartig. Ich habe versucht, ein bisschen schneller zu laufen, aber die Beine haben nicht mitgemacht. Ich kann mich nicht beschweren", sagte Neugebauer, der als großer deutscher Hoffnungsträger für die Olympischen Spiele gilt. Im Sommer 2023 hatte er mit 8836 Punkten den Uralt-Rekord von Jürgen Hingsen aus dem Jahr 1986 geknackt.
An Tag eins von Eugene gelangen Neugebauer gleich drei persönliche Bestleistungen. Im Weitsprung (7,86 Meter) sprang er weiter als jemals zuvor in einem Wettkampf, mit der Kugel stieß er 17,46 Meter und auch im Hochsprung übersprang er mit 2,07 seine Top-Höhe.
"Label verloren": DFB-Team soll sich als Top-Nation zurückkämpfen
Der frühere Weltmeister Per Mertesacker wünscht sich, dass die deutsche Nationalmannschaft wieder als Top-Nation wahrgenommen wird. "Wir haben das Label bei den letzten großen Turnieren verloren", sagte der 39-Jährige: "Aber das kann man sich ganz schnell wieder zurückerarbeiten." Der Wind im Fußball drehe sich schließlich ziemlich schnell. Es gehe darum, den anderen Nationen zu zeigen, dass man zurück sei. "Diese Mentalität würde ich gerne sehen: mannschaftliche Geschlossenheit, eine Turniermannschaft", sagte Mertesacker.
Der Leiter der Nachwuchsakademie des FC Arsenal zieht den Vergleich zur WM 2006, seinem ersten großen Turnier im Alter von 21 Jahren. "Der Druck war schon groß, die Gruppenphase zu überstehen." Er selbst sei sehr nervös gewesen und habe viele Zweifel gehabt. "Trotzdem, wenn ich jetzt zurückdenke, was es gegeben hat, dann ist die Vorfreude groß", sagte Mertesacker.
Ex-NBA-Profi qualifiziert sich im Beachvolleyball für Olympia
NBA-Stars bei den Olympischen Spielen gibt es in Paris nicht nur auf dem Basketballfeld - auch im Beachvolleyball hat sich ein Ex-Profi nun für die Sommerspiele qualifiziert. Chase Budinger sicherte sich mit seinem Partner Miles Evans die Teilnahme - die beiden werden somit als eines der beiden Männer-Duos der USA in Frankreich antreten. Der 36-Jährige hatte sieben Spielzeiten in der NBA absolviert und bei den Houston Rockets, Minnesota Timberwolves, Indiana Pacers und Phoenix Suns unter Vertrag gestanden. Auch für das zweite US-Duo Andy Benesh/Miles Partain wird es die erste Olympia-Teilnahme sein.
Die deutschen Meister Nils Ehlers/Clemens Wickler haben über ihre internationale Ranglisten-Platzierung die Teilnahme an den Olympischen Spiele ebenfalls bereits sicher.
"In 499 Aktionen rettet er uns": Havertz lobt besten Torhüter aller Zeiten
Die Leichtsinnigkeit von Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer kurz vor Schluss im EM-Test gegen die Ukraine hat nach Meinung von Kai Havertz keine Auswirkungen auf das Vertrauen der Mannschaft in den ehemaligen Kapitän. "Auf mich zumindest nicht und ich glaube, auch auf keinen anderen", sagte Havertz dem "Kicker". "Von 500 Aktionen passiert einmal so etwas, aber in den anderen 499 Aktionen rettet er uns, hilft uns, Spiele zu gewinnen", sagte der Stürmer des FC Arsenal. Seiner Meinung nach sei der Profi des FC Bayern München "der beste Torwart, der jemals gespielt hat. Wenn du weißt, dass er im Tor steht, gibt dir das ein anderes Gefühl."
Neuer hatte sich beim 0:0 gegen die Ukraine am Montag in der Schlussphase einen Fehlpass auf Höhe der Mittellinie geleistet. Der Ball landete Sekunden später im leeren Tor. Wegen einer Abseitsstellung zählte der Treffer aber nicht. Für Neuer war das Vorbereitungsspiel in Nürnberg die erste Partie im DFB-Trikot seit dem WM-Aus in Katar. Für die EM hat ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann zur klaren Nummer eins erkoren.
Gerücht: Übernimmt Klose seinen Ex-Klub als Trainer?
Lazio Rom hat sich nach nur wenigen Monaten wieder von Trainer Igor Tudor getrennt und denkt laut italienischen Medien über Ex-Fußballweltmeister Miroslav Klose als Nachfolger nach. Der Klub aus der Serie A gab den Abschied vom 46 Jahre alten Kroaten bekannt - nur drei Monate, nachdem er den Job von Maurizio Sarri übernommen hatte. Klose sei ein möglicher Kandidat für die Position des Cheftrainers, berichteten Medien wie "La Gazzetta dello Sport" und der öffentlich-rechtliche Sender RAI.
Weil der deutsche Stürmer, der von 2011 bis zu seinem Karriereende 2016 für Lazio auf Torejagd ging, noch kaum Erfahrung an der Seitenlinie habe, sei Marco Baroni der eigentliche Wunschkandidat. Baroni wiederum verhandle allerdings seit Tagen mit dem Erstligisten AC Monza und Klose sei die erste Alternative. Der 45 Jahre alte Pfälzer hat bislang nur in Österreich für den SCR Altach als Cheftrainer gearbeitet.






