Der Sport-Tag
13. Juli 2026
00:01 Uhr

"Vertrauensbruch", vergiftete Atmosphäre: Verbands-Boss giftet gegen entlassenen WM-Trainer

Senegals Verbandschef hat einen Tag nach der Entlassung gegen Pape Thiaw ausgeteilt und den ehemaligen Nationaltrainer für eine vergiftete Atmosphäre im Team während der Fußball-WM verantwortlich gemacht. Hintergrund des Vorwurfs waren die Verhandlungen um einen neuen Vertrag und Thiaws Forderungen nach einem höheren Gehalt. Dabei habe es "einen Vertrauensbruch zwischen Pape Thiaw und uns" gegeben, sagte FSF-Präsident Abdoulaye Fall in Dakar.

Vor der Abreise zur WM hatte Thiaw, der seit seinem Vertragsende im Februar offenbar zunächst ohne Kontrakt arbeitete, eine Gehaltserhöhung gefordert. Beide Seiten einigten sich erst während des Turniers und klärten zudem weitere Streitpunkte, etwa hinsichtlich der Bonuszahlungen. Laut Fall unterschrieb Thiaw am Tag vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Norwegen den neuen Vertrag.

Zeitweise habe Thiaw damit gedroht, nicht zur WM zu reisen, falls seine Forderungen nicht erfüllt würden, sagte Fall. Senegals Präsident Bassirou Diomaye Faye habe ihn schließlich am Tag der geplanten Abreise in die Vereinigten Staaten umgestimmt. Thiaw habe geglaubt, dass "die Funktionäre des Verbands seine Feinde seien, und das beeinträchtigte den Betrieb der Nationalmannschaft", kritisierte Fall.

22:44 Uhr

Weltmeister adelt Spanien vor Halbfinal-Kracher

Für Xabi Alonso hat die spanische Fußball-Nationalmannschaft "eine große Chance" auf den Gewinn des WM-Titels. "Sie haben alles, um es zu schaffen", sagte der Baske am Montag auf seiner ersten Pressekonferenz als Trainer des zweimaligen Champions-League-Siegers FC Chelsea. Der 44-Jährige lobte dabei besonders die Mentalität und Qualität des aktuellen Kaders von Nationaltrainer Luis de la Fuente.

"Die Energie, die Kontrolle und der Teamgeist" der Furia Roja erinnerten ihn an die goldenen Jahre 2008, 2010 und 2012, als Alonso mit Spanien dreimal in Folge den Titel bei Welt- und Europameisterschaften gewann. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der selbst 114 Länderspiele für Spanien bestritt, zeigte sich begeistert von dem "fantastischen Fußball", den die Mannschaft spielt.

Im Halbfinale gegen Frankreich am Dienstagabend (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Dallas erwarte er ein "spektakuläres Spiel", bei dem er seine Landsmänner als "Favoriten" sehe, sagte Alonso. 

21:29 Uhr

Kult-Schiedsrichter darf WM-Halbfinale pfeifen

Schiedsrichter Ivan Barton darf das WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Spanien leiten. Der Referee ist vielen vor allem wegen seines ersten Einsatzes im Gedächtnis geblieben, wo er in der Partie zwischen der Türkei und Paraguay einen Spieler mit einer legendären Ansage vom Platz stellte.

Paraguays Miguel Almirón wurde wegen des Hand-vor-den-Mund-Haltens nach Videobeweis vom Platz gestellt. Die Entscheidung verkündete Barton mit schneidigen Worten: "After Review, Number 10 Paraguay, cover his mouth, decision is red card" ("Nach Videobeweis, Nummer 10 von Paraguay hielt seine Hand vor den Mund, Entscheidung: Rote Karte").

In den sozialen Medien ging Barton mit seiner Ansage viral und wurde sogar in einem Techno-Song verewigt.

20:55 Uhr

Warum Tour-Legende Jan Ullrich weiter auf Lipowitz setzt

Viele sehen Tadej Pogačar bereits als sicheren Toursieger. Jan Ullrich widerspricht. Der Toursieger von 1997 glaubt weiter an Spannung im Kampf ums Gelbe Trikot - und traut Florian Lipowitz auf seinen Lieblingsbergen noch den Sprung aufs Podium zu.

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20:17 Uhr

FC Bayern verkauft Talent nach Spanien

Fußball-Rekordmeister Bayern München hat Mittelfeld-Talent Jonathan Asp Jensen an den spanischen Erstliga-Aufsteiger Deportivo A Coruña verkauft. Das teilten die Münchner am Montagabend mit. Laut übereinstimmenden Medienberichten sollen sich die Klubs auf eine Ablöse von rund sieben Millionen Euro geeinigt haben. 

Der Däne Asp Jensen war 2022 nach München gekommen und absolvierte im Mai 2024 sein einziges Bundesligaspiel gegen den VfL Wolfsburg (2:0). In der vergangenen Saison war er an den Schweizer Erstligisten Grasshopper Club Zürich ausgeliehen.

"Jonny ist ein weiteres Beispiel dafür, wie sich junge Talente beim FC Bayern kontinuierlich weiterentwickeln können", wird Jochen Sauer, Direktor Nachwuchsentwicklung beim FC Bayern, in einer Vereinsmitteilung zitiert: "Mit einer starken Debüt-Saison in der ersten Schweizer Liga hat er den nächsten wichtigen Schritt gemacht. Es ist der verdiente Lohn, dass er sich nun einem Klub in der ersten spanischen Liga anschließt und sich dort auf höchstem Niveau beweisen kann."

19:34 Uhr

"Begeisterte" Uruguay-Legende soll nach WM-Debakel Nationaltrainer werden

Nach dem Vorrundenaus bei der Fußball-WM soll der frühere Topstürmer Diego Forlán die uruguayische Nationalmannschaft als Interimstrainer übernehmen. Das bestätigte Verbandschef Ignacio Alonso beim TV-Sender Teledoce. Der Vertrag von Trainer Marcelo Bielsa war mit dem WM-Aus ausgelaufen.

Forlán habe sich "begeistert" von der Aussicht gezeigt, die Nationalmannschaft zu übernehmen. Eine Einigung könnte "in den nächsten Stunden" erzielt werden", sagte Alonso.

Der frühere Mittelstürmer, mit 36 Toren in 112 Länderspielen der drittbeste Torschütze der uruguayischen Nationalmannschaft, würde das Team zunächst bis März 2027 übernehmen. Parallel dazu soll Forlán auch Uruguays U20 auf die Südamerikameisterschaft im Januar 2027 vorbereiten. Danach könnte eine dauerhafte Anstellung in Betracht gezogen werden.

18:49 Uhr

Jürgen Klopp in Bestform: Seine legendärsten PK-Momente

Bissig, schlagfertig, oft gut gelaunt: Die Pressekonferenzen mit Jürgen Klopp hatten in der Vergangenheit immer großen Unterhaltungswert. Hier eine Zusammenstellung des zukünftigen Bundestrainers. 

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17:49 Uhr

TV-Star feiert Profi-Debüt mit Foul am gegnerischen Torwart

Cristo Fernández' Fußball-Traum ist Realität geworden: Der Schauspieler aus der vielgepriesenen TV-Serie "Ted Lasso" hat sein Profi-Debüt für El Paso Locomotive gegeben. Im Spiel gegen New Mexico United wurde der 35 Jahre alte Mexikaner unter dem Jubel der Fans in der 79. Minute eingewechselt. Acht Minuten später sah er gleich die Gelbe Karte nach einem Foul am gegnerischen Torwart. Die Partie ging für Fernández und sein Team mit 0:2 verloren.

Fernández spielte in der TV-Serie den sympathischen Fußballer Dani Rojas. Sein besonderer Charakterzug ist seine ansteckend gute Laune. Mit einem breiten Grinsen sagt Rojas zu seinen Mitspielern und zu Trainer Ted Lasso immer wieder: "Fußball ist Leben!" Im Mai unterschrieb Fernández bei El Paso Locomotive, einem Team aus der zweitklassigen USL Championship in Nordamerika, einen Profi-Vertrag. Diesen hat er sich nicht nur wegen seiner TV-Berühmtheit verdient, sondern auch durch gute Leistungen in einem zweimonatigen Probetraining.

17:10 Uhr

Leipzig bleibt ein Offensivstar erhalten

Fußball-Bundesligist RB Leipzig und Brajan Gruda gehen gemeinsam in die kommende Saison. Die Sachen haben das Leihgeschäft um den Offensivspieler mit dem englischen Erstligisten Brighton & Hove Albion um eine Spielzeit verlängert. Medienberichten zufolge enthält der Deal eine Kaufpflicht in Höhe von 25 Millionen Euro, die bei einer gewissen Anzahl an Einsätzen greifen soll.

Der frühere Mainzer Gruda war im Februar von der Insel zu RB gewechselt und hat in 14 Pflichtspielen drei Tore erzielt. "Er hat in seinen ersten Monaten bei uns gezeigt, welche Qualitäten er mitbringt und wie gut sein Profil zu unserem Spiel passt", sagte Marcel Schäfer, der Leipziger Geschäftsführer Sport.

Gruda sei "technisch stark, kreativ, verfügt über ein hohes Tempo und bereichert unsere Offensive mit seinen Fähigkeiten im letzten Drittel", ergänzte Schäfer. Der U21-Nationalspieler berichtete, seine Erwartungen an Leipzig hätten sich "absolut erfüllt. Der Spielstil passt sehr gut zu mir, ich fühle mich in der Mannschaft und im gesamten Klub total wohl."

16:31 Uhr

Schneller als der DFB: WM-Teilnehmer hat neuen (alten) Trainer

Der frühere Bundesliga-Profi Slaven Bilic wird abermals Trainer der kroatischen Fußball-Nationalmannschaft. Das Exekutivkomitee habe einem entsprechenden Vorschlag von Präsident Marijan Kustic zugestimmt, teilte der Verband HNS mit, ohne eine Vertragslaufzeit zu nennen. Bilic, der die "Feurigen" bereits zwischen 2006 und 2012 betreut hatte, folgt auf Erfolgscoach Zlatko Dalic. Dieser war nach dem Aus im WM-Sechzehntelfinale gegen Portugal (1:2) zurückgetreten.

"Die Nachfolge von Zlatko anzutreten, ist keine leichte Aufgabe", sagte Kustic über den Vize-Weltmeister von 2018 und WM-Dritten von 2022, "doch wir sind davon überzeugt, dass Slaven der richtige Mann für diese Rolle ist." Bilic, zuletzt auf der Bank des saudischen Erstligisten Al-Fateh, sprach von der "größtmöglichen Ehre". Er sei sich der hohen Erwartungen bewusst, "doch wer Kroatien trainiert, muss darauf vorbereitet sein - schließlich sind wir eine Fußballnation, die mit ihrer Mannschaft fiebert und lebt".

Der 57-Jährige, von 1993 bis 1996 beim Karlsruher SC aktiv, hatte als beinharter Verteidiger einst selbst 44 Länderspiele (drei Tore) bestritten. Als kroatischer Nationaltrainer erreichte er 2008 das EM-Viertelfinale. Die WM 2010 verpassten die "Vatreni" unter seiner Führung, bei der EM 2012 war in der Vorrunde Schluss.

15:50 Uhr

"Muss zurückkommen": Neuer RB-Coach sprach schon mit WM-Star

Der Argentinier Martín Demichelis will bei seinem gelebten Traum als Bundesliga-Trainer viel Leidenschaft mit in sein Team von RB Leipzig bringen. "Es ist mir eine Ehre, Teil dieses Klubs zu sein. Ich möchte gemeinsam mit allen den nächsten Schritt nach vorn machen. Intensität, Leidenschaft, mutig, offensiv - das sind Worte, die gefallen mir sehr. Auch Aggressivität und Intensität, bei jedem Kontakt, mutig nach vorne spielen, mutig verteidigen, Körpersprache zeigen", sagte der 45 Jahre alte Argentinier bei seiner Vorstellung.

Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger hatte bereits Kontakt zu allen Leipziger WM-Spielern, auch mit mit dem von Top-Klubs umworbenen Yan Diomande. "Yan hat noch Vertrag, muss zurückkommen", meinte Demichelis und ist sich mit Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer in der Personalie des Ivorers einig: "Er soll seinen Urlaub genießen. Wir haben die klare Intension, dass wir Spieler hier mehr als ein Jahr begleiten sollen", sagte Schäfer und sieht noch mehr Potenzial beim Dribbelkünstler. Demichelis, der Deutschland als seine zweite Heimat bezeichnete, sieht bei der "Entwicklung im Fußball kein Limit", betonte er. Sportchef Schäfer sieht die Neuverpflichtung als "neue Zeitrechnung". Vorgänger Ole Werner musste RB trotz Platz drei und der Qualifikation für die Champions League nach nur einem Jahr wieder verlassen.

14:59 Uhr

Zverev 2.0 "wird noch mehr Grand-Slam-Titel holen"

Alexander Zverev verpasst den nächsten Grand-Slam-Titel knapp, setzt im Finale gegen Jannik Sinner aber ein klares Ausrufezeichen. Ex-Profi Philipp Kohlschreiber sieht den Deutschen auf dem Weg an die Weltspitze und bei den US Open sogar als Titelkandidaten.

Zverev 2.0 "wird noch mehr Grand-Slam-Titel holen"

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14:06 Uhr

Vogts sieht ein großes Trainer-Problem und rät zu Sammer

Der frühere Bundestrainer Berti Vogts sieht auch die mangelnde "Qualität der Trainer" als Ursache für den Zustand des deutschen Fußballs und schlägt vor, "den Zugang zum Trainerjob für gestandene Nationalspieler" wieder zu vereinfachen. "Das würde vielleicht locken", schrieb der 79-Jährige in seiner WM-Kolumne für die "Rheinische Post".

Der deutsche Fußball sollte "jedem, dem er so viel ermöglicht hat, am Herzen liegen", meinte Vogts. Es sei "gut und wichtig, dass der DFB möglichst schnell mit Jürgen Klopp einig wird" und den Wunschkandidaten zum neuen Bundestrainer mache. "Ich traue ihm zu, dass er die Wende hinkriegt. Aber er wird es nicht allein schaffen."

Klopp brauche "starke Co-Trainer. Die Idee mit Pep Lijnders gefällt mir, internationale Einflüsse tun uns gut", ergänzte Vogts, zugleich wolle er aber "noch mal auf Matthias Sammer verweisen. Eine starke Persönlichkeit an seiner Seite könnte Klopps Wirken verstärken. Ich weiß, dass Matthias bereit ist, dem DFB zu helfen. Leider sind das nicht genügend frühere DFB-Topspieler. Das ist sehr schade."

13:31 Uhr

Barcas Präsident bestätigt Wechsel von BVB-Stürmer Adeyemi

Klubpräsident Joan Laporta vom spanischen Meister FC Barcelona hat die bevorstehende Verpflichtung von Karim Adeyemi von Borussia Dortmund bestätigt. "Wir freuen uns sehr über Adeyemi. Wir haben ihn schon länger im Blick. Er ist gefährlich und schnell, und Deco hat die Verpflichtung hervorragend abgewickelt. Die Nachricht kam genau zum richtigen Zeitpunkt", sagte Laporta am Rande der Fußball-WM in Dallas gegenüber spanischen Medien.

Zuvor hatte bereits der BVB seinen Flügelspieler für "Gespräche mit anderen Vereinen freigestellt", Adeyemis Wechsel zur Blaugrana um den ehemaligen Bundestrainer Hansi Flick bahnt sich seit Tagen an. Laut Medienberichten verständigten sich Dortmund und Barcelona auf eine Sockelablöse von 22 Millionen Euro. Neun Millionen Euro könne Dortmund durch Bonuszahlungen einstreichen, hinzu komme eine Weiterverkaufsklausel in Höhe von 35 Prozent. Beim BVB wäre Adeyemis Vertrag noch bis 2027 gelaufen, in Katalonien erhält er nun einen Fünfjahresvertrag.

12:44 Uhr

Ex-Nationalspieler rechnet gnadenlos mit DFB-Team ab

Ex-Nationalspieler Thomas Helmer hat beim frühen deutschen WM-Aus vor allem die Einstellung der Spieler irritiert. "Die vermeintlich kleineren und spielerisch schwächeren Mannschaften haben zumindest alles gegeben", sagte der 61-Jährige, der in seiner Karriere 68 Mal für die DFB-Auswahl zum Einsatz gekommen war, bei Sport1. 

"Was mich erschrocken hat, ist nicht, dass wir leistungsmäßig oder in der Breite nicht die besten Spieler haben - sondern mich hat die Einstellung, der Wille, dieses Nicht-Aufgeben, was wir sonst immer hatten, gestört", betonte Helmer. Deutschland sei nicht mehr Weltspitze. "Das müssen wir uns eingestehen."

12:03 Uhr

Mexikos Top-Talent ruderte mit den norwegischen Fans

Nach dem Ausscheiden Mexikos bei der Fußball-WM schaute Nationalspieler Gilberto Mora in Miami vorbei. Dort besuchte er das WM-Viertelfinale zwischen Norwegen und England. Also jenes Spiel, in dem er im Falle eines mexikanischen Sieges gegen die Three Lions selbst gestanden hätte. Der 17-Jährige saß zwischen den skandinavischen Fans und wurde auch beim legendären Wikinger-Rudern aufgenommen.

Glück gebracht hat er den Norwegern aber nicht. Erling Haaland un Co. verloren mit 1:2 nach Verlängerung und schieden aus. Mora war der jüngste Spieler des WM-Turniers und holte sich erst in den vergangenen Tagen sein Schulzeugnis ab.

10:48 Uhr

Norwegischer Stürmer wird nach WM-Aus mit Hass überschüttet

Stürmer Alexander Sörloth ist nach Norwegens Aus bei der Fußball-WM in den sozialen Medien massiv beleidigt worden. Seine Partnerin Lena Selnes veröffentlichte diverse Kommentare, die sie über Instagram erreicht haben. "Bitte begehe Selbstmord, du Idiot", hieß es dort unter anderem. "Sag deinem Mann, dass er Norwegen verlassen und von einer Klippe springen soll" und "Ich werde ihn töten" waren weitere Kommentare.

Die Norweger hatten im Viertelfinale gegen England in Miami am Samstag unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Sörloth vergab in der ersten Halbzeit beim Stand von 1:0 für die Skandinavier eine gute Gelegenheit - auch, weil er den Zeitpunkt für ein Abspiel auf Teamkollege Erling Haaland verpasst hatte. Diese Szene könnte die Hasskommentare im Internet provoziert haben.

"Die WM und der Fußball bringen Freude, aber auch viel Hass", schrieb Sörloths Partnerin Selnes. "Ich möchte dem eigentlich nicht viel Aufmerksamkeit geben, aber ich muss das nach diesen Kommentaren tun." Sörloth spielte einst in der Bundesliga für RB Leipzig, seit 2024 stürmt er für Atlético Madrid in Spanien.

09:29 Uhr

Das frühe WM-Aus wird für den DFB richtig teuer

Das frühe Scheitern der deutschen Nationalmannschaft bei der WM kostet den Deutschen Fußball-Bund viel Geld. "Das Defizit liegt bei geplanten 9,4 Millionen Euro, wobei wir das Ist-Ergebnis aus Abrechnungsgründen final erst im Herbst benennen können", sagte DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald dem "Kicker": "Ins Plus wären wir erst ab dem Finale gekommen."

Dabei hatte der Dachverband einen konservativen Haushalt für das XXL-Turnier angelegt, Prämien für die Nationalmannschaft wären zudem erst ab dem Achtelfinale fällig geworden. "Ich habe die Aufgabe, so zu planen, dass auch im schlechten Falle niemand in Panik ausbrechen muss", erklärte Grunwald. 

08:39 Uhr

Kabel berührt? FIFA räumt Spidercam-Gerüchte ab

Der Fußball-Weltverband hat bekräftigt, dass beim Ausgleichstor der Engländer im Viertelfinale der WM gegen Norwegen alles rechtens gewesen sein soll. Die These, dass wackelnde Kamerabilder beweisen könnten, dass der Ball vor dem Treffer das Kabel einer sogenannten Spidercam berührt habe, wies die FIFA zurück. Auf dem Bildmaterial der Spidercam sei "klar zu sehen, dass die Kamera weder wackelt noch sich bewegt", teilte die FIFA "sportschau.de" mit.

Die Debatten hatten sich an einer Szene nach einem Abschlag von Norwegens Torwart Orjan Nyland entzündet. Der Ball war bei Englands Anthony Gordon gelandet, dieser hatte dann Jude Bellinghams Treffer zum 1:1 vorbereitet. Norwegens Trainer Stale Solbakken hatte gesagt: "Der Ball fiel gerade herunter direkt vor unserer Bank. Ich selbst habe es nicht gesehen, dass das Kabel berührt wurde, aber unsere Bank reagierte sofort. Es ist eigentlich eine klare Sache." 

08:01 Uhr

BVB-Chef: Klopp-Ruck könnte über Fußball hinausgehen

Aus Sicht von Borussia Dortmunds Clubchef Carsten Cramer könnte Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer eine Wirkung über den Fußball hinaus haben. "Nennen Sie mir ein Argument, das gegen ihn spricht. Ich würde mich sehr freuen, wenn der DFB und Jürgen Klopp zueinanderfänden", sagte Cramer im "Kicker"-Interview. "Ich glaube, er verkörpert sehr viel von dem, was dem Fußball, aber auch unserem Land fehlt. Mit ihm könnte ein positiver Ruck entstehen, der vielleicht sogar über den Sport hinausgeht."

Der frühere Dortmunder Coach Klopp hat bereits eine Grundsatzvereinbarung mit den Bossen des Deutschen Fußball-Bunds um Präsident Bernd Neuendorf und Cramers BVB-Vorgänger Hans-Joachim Watzke erzielt. Eine Einigung mit Klopps derzeitigem Arbeitgeber Red Bull steht aber noch aus.

07:06 Uhr

Bericht: Nur ein Offizieller entschied im WM-Eklat um Balogun

Rund um den WM-Skandal der aufgehobenen Rot-Sperre von Folarin Balogun gibt es eine neue Enthüllung. Wie die englische "Times" berichtet, soll die umstrittene Entscheidung von nur einer Person der FIFA-Disziplinarkommission getroffen worden sein. Demnach habe allein der Vorsitzende Mohammad Al Kamali darüber entschieden.

Die weiteren 17 Mitglieder der FIFA-Disziplinarkommission sollen laut "Times" nicht in die Entscheidung involviert gewesen sein, was unüblich sei. Die Umwandlung in eine Bewährungsstrafe vor dem Achtelfinale der USA gegen Belgien beruhte auf Artikel 27 der FIFA-Disziplinarordnung und ist äußerst selten. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nach eigenen Angaben mit einem Anruf bei der FIFA um eine Überprüfung der Sperre gebeten.

Der Weltverband äußerte sich bislang nicht zu dem "Times"-Bericht. Die Entscheidung und die Kommunikation der FIFA um deren Präsidenten Gianni Infantino im Fall Balogun waren von vielen Seiten scharf kritisiert worden.

06:07 Uhr

"Immer besser": Sinner von Zverev begeistert

Der fünfte Grand-Slam-Titel ist für Jannik Sinner ein ganz besonderer. "Für mich bedeutet dieser Sieg sehr viel, denn nach dem, was in Paris passiert ist, war es sehr schwer", sagte Sinner nach seinem Triumph im Finale von Wimbledon: "Aber als ich hierherkam, habe ich versucht, mich in die bestmögliche Ausgangsposition zu bringen, um so konkurrenzfähig wie möglich zu sein."

Bei den French Open war Sinner vor knapp zwei Monaten nach einem körperlichen Einbruch als hoher Favorit sensationell in der zweiten Runde gescheitert. Nun schlug er den Paris-Sieger Alexander Zverev im Endspiel des Rasen-Klassikers in vier Sätzen und verteidigte seinen Titel im All England Club erfolgreich.

"Gegen jeden anderen Spieler hätte Zverev gewonnen"

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Der 24 Jahre alte Italiener fand auch lobende Worte für seinen Gegner. "Großer, großer Respekt vor Sascha, denn er hat Erstaunliches geleistet. Sein Spiel wird immer besser", befand Sinner. "Das ist gut, denn man hat immer jemanden, der einen bis an die Grenzen treibt." Sinner gewann am Sonntag sein zehntes Spiel in Folge gegen Zverev.

05:05 Uhr

Bundeskanzler Merz trifft Zverev in der Kabine

Nach dem verlorenen Wimbledon-Finale hat der deutsche Tennisstar Alexander Zverev Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) getroffen. "Er ist nach dem Match in die Umkleide gekommen. Wir haben ein paar Worte miteinander geredet, war schön, dass er da war“, sagte Zverev nach dem 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6 gegen den italienischen Weltranglisten-Ersten Jannik Sinner.

Der Bundeskanzler war mit seiner Ehefrau Charlotte für das Endspiel des Rasenklassikers nach London gereist. Die beiden saßen in der Royal Box wie Prinz William und Prinzessin Kate in der ersten Reihe.  Auch die ungewöhnliche prominente Unterstützung brachte Zverev aber kein Glück für den angestrebten zweiten Grand-Slam-Titel nacheinander. Bei den French Open in Paris hatte Zverev Anfang Juni seinen ersten Titel bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere gefeiert und anschließend von einem Anruf des Bundeskanzlers berichtet.

00:27 Uhr

Zverev hat sich im Wimbledon-Finale verletzt

Alexander Zverev hat sich bei seinem Sturz während des Wimbledonfinals das rechte Knie überdehnt. Das sagte der French-Open-Sieger nach seiner 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6-Niederlage im Endspiel des Rasen-Klassikers gegen den neuen und alten Champion Jannik Sinner. "Es ist ein bisschen angeschwollen tatsächlich", meinte Zverev, er könne aber "normal gehen".

Zverev war im dritten Satz auf dem Rasen des Centre Courts ausgerutscht und hatte sich dabei das Knie überstreckt. Der Hamburger lag anschließend mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden, bis ihm Sinner aufhalf. Zverev konnte die Partie fortsetzen, das eigene Spiel war nur leicht eingeschränkt.

"Ich hatte ein wenig Schwierigkeiten, beim Aufschlag richtig abzustoßen", sagte Zverev, weshalb auch seine Geschwindigkeit beim eigenen Service "nachgelassen" habe: "Aber alles andere lief gut. Ich habe mich gut von der Grundlinie aus bewegt und dort gut gespielt."

Schon vor zwei Jahren hatte sich Zverev in Wimbledon am Knie verletzt. "Da habe ich mir den Knochen angebrochen", sagte Zverev. Nun glaube er aber "nicht, dass es so schlimm" sei. "Ich habe es wieder zu sehr in die Extension gebracht. Wahrscheinlich wieder ein bisschen ein Knochen-an-Knochen-Prall. Ich glaube aber nicht, dass ich mir etwas gebrochen habe."