Rookie Schumacher liefert in IndyCar-Serie wieder stabil ab
Mick Schumacher hat in der IndyCar-Serie das nächste stabile Rennen abgeliefert und die Top 10 erneut nur knapp verpasst. Der Rookie holte im ersten von zwei Rennen auf der Milwaukee Mile im US-Bundesstaat Wisconsin den 13. Platz - die Titelentscheidung wurde indes ein weiteres Mal aufgeschoben. Der souveräne Spitzenreiter und Titelverteidiger Alex Palou (Spanien/Chip Ganassi) wurde Fünfter, das reichte noch nicht ganz für den vorzeitigen Triumph.
Der Amerikaner Kyle Kirkwood (Andretti) holte den sechsten Platz und nahm damit zumindest noch theoretische Chancen mit ins zweite Rennen auf dem Oval, das in der Nacht zum Montag deutscher Zeit stattfindet. Sieger in Rennen eins war der Mexikaner Pato O'Ward (Arrow McLaren).
Schumacher war von Rang vier gestartet und hielt sich zunächst in der Spitzengruppe. In den Boxenstopp-Phasen verlor der Deutsche einige Positionen, hielt in seinem Honda des Teams Letterman Lanigan Racing (RLL) aber bis zuletzt den Anschluss an die Top 10.
Bei Monacos Basketballern gehen die Lichter aus
Der französische Basketball-Meister AS Monaco steht mehr denn je vor einer ungewissen Zukunft. Wie der bisherige Klub des deutschen Welt- und Europameisters Daniel Theis mitteilte, weigerte sich der französische Basketball-Verband (FFBB) erneut, sein ursprüngliches Urteil zu revidieren und den EuroLeague-Finalisten von 2025 für die erste oder zweite Liga zuzulassen.
Bereits im Juli hatte die Finanzaufsicht der Ligue Nationale de Basket (LNB) den Monegassen aus finanziellen Gründen die Spielberechtigung verweigert, eine Entscheidung, die von der Berufungskammer des Verbandes bestätigt wurde. Nach einem erneuten Misserfolg im Schlichtungsverfahren hatte die ASM am Freitag einen erneuten Prüfungsantrag gestellt, nachdem ein neuer Investor eingestiegen war.
Theis hat mittlerweile einen Vertrag beim israelischen Top-Klub Maccabi Tel Aviv unterschrieben. Im Sommer war der 34-Jährige zunächst von Monaco zum Ligakonkurrenten Lyon-Villeurbanne gewechselt. Zu einer Zusammenarbeit kam es aber wegen Etatkürzungen beim Klub von NBA-Legende Tony Parker jedoch auch nicht.
Deutsche Basketballer gewinnen Krimi auf Weg zum WM-Ticket
Dank Nervenstärke hat Titelverteidiger Deutschland das Spitzenspiel in Polen gewonnen und schon eine Hand am Ticket für die Basketball-WM 2027. Drei Tage nach dem Pflichtsieg über die Niederlande in Köln (99:83) gelang in Danzig ein schwer erkämpftes 96:94 (83:83, 41:31) gegen den zuvor ungeschlagenen Gastgeber, die Entscheidung fiel in der Verlängerung. Vier Spiele stehen in der Qualifikation noch aus.
In der zweiten Gruppenphase liegt die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes (DBB) nun gleichauf mit Polen und Kroatien (alle 15 Punkte), das am Sonntag mühevoll bei Außenseiter Niederlande gewann (101:99). Drei Teams aus der Sechserstaffel K fliegen im nächsten Jahr nach Katar (27. August bis 12. September).
Deutscher Kitesurfer opfert WM-Finale für gestürzten Konkurrenten
Auf dem Wasser zählt für Keanu Merten mehr als der eigene Erfolg. Der deutsche Kitesurfer eilt einem gestürzten Konkurrenten zu Hilfe. Damit gibt er seine eigene Chance auf das Finale aus der Hand.

Kitesurfer opfert WM-Finale für gestürzten Rivalen
Zehnkampf-König Neugebauer gewinnt kuriosen Mini-Wettkampf
Welt- und Europameister Leo Neugebauer hat im ungewöhnlichen Dreikampf beim Istaf in Berlin Nervenstärke bewiesen und sich den Sieg gesichert. Der 26-Jährige gewann beim traditionellen Leichtathletik-Meeting in der Hauptstadt nach 100 Metern, dem Diskuswerfen und den abschließenden 1.500 Metern vor Amadeus Gräber und Niklas Kaul, der im EM-Zehnkampf in Birmingham vor gut zwei Wochen Zweiter wurde.
Neugebauer startete mit 10,91 Sekunden in den Wettkampf. Zur Zitterpartie entwickelte sich das Diskuswerfen, nachdem die ersten beiden Versuche ungültig waren. Im dritten und letzten Durchgang schleuderte Neugebauer das Gerät aber auf starke 58,54 Meter und sorgte somit für die Vorentscheidung.
Vor den abschließenden 1.500 Metern wurden die Punktabstände in Zeitabstände umgerechnet und der Lauf ähnlich wie bei der Nordischen Kombination als Verfolgung ausgetragen. Bei der für ihn ungeliebten Disziplin erreichte Neugebauer souverän als Erster das Ziel. Gräber und Kaul hingegen lieferten sich ein packendes Foto-Finish.
"Unglaublich schwierig": Meister Magdeburg kämpft sich zum Auftakterfolg
Titelverteidiger SC Magdeburg ist mit einem verdienten Erfolg in die neue Saison der Handball-Bundesliga gestartet. Das Team des Erfolgstrainers Bennet Wiegert gewann am Sonntag beim VfL Gummersbach ein umkämpftes Spiel 33:31 (18:14) und feierte acht Tage nach dem Triumph im Supercup den nächsten Sieg.
"Es war von Anfang an unglaublich schwierig, so ist das immer hier in Gummersbach", sagte Magdeburgs Magnus Saugstrup bei Dyn. Gummersbachs Miro Schluroff haderte, "Motivation und Fans waren da, aber es waren bei uns die Kleinigkeiten, die der SCM eben nicht falsch macht. Deshalb gewinnen sie am Ende knapp."
Bester Werfer der Magdeburger war Matthias Musche mit neun Toren, gerade in der Schlussphase lieferte er verlässlich ab. Wie schon im Supercup war auch Gisli Kristjansson (7 Tore) erneut treffsicher. Bei Gummersbach, Überraschungsteam der vergangenen Spielzeit, war Schluroff mit elf Toren am erfolgreichsten.
Aufatmen nach Zusammenprall: Entwarnung für Gladbach-Neuzugang
Mönchengladbachs Neuzugang Daiki Hashioka hat sich bei seinem heftigen Zusammenprall mit RB Leipzigs Antonio Nusa keine schwerwiegende Verletzung der Halswirbelsäule zugezogen. Der Japaner habe zudem keine neurologischen Ausfälle, teilte die Borussia mit.
Hashioka war bei der 0:3-Niederlage seiner Bundesliga-Mannschaft am Samstag in der 72. Minute sehr unglücklich mit dem Kopf gegen Nusa geprallt. Der 27-Jährige war lange behandelt und in die Uniklinik Leipzig gebracht worden. Von dort kehrte Hashioka heute nach Mönchengladbach zurück. Am Niederrhein sollen in der kommenden Woche weitere Kontrolluntersuchungen gemacht werden.
"Harter Schlag": Werder muss monatelang auf Schlüsselspieler verzichten
Der SV Werder Bremen muss mehrere Monate auf Mittelfeldspieler Jens Stage verzichten. Der Däne habe im Abschlusstraining vor der Partie beim SC Freiburg eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel erlitten, teilte der hanseatische Fußball-Bundesligist mit. Das hätten abschließende Untersuchungen heute Vormittag ergeben.
"Es tut mir wahnsinnig leid für Jens und wir werden nun alles tun, damit seine Genesung bestmöglich verläuft und er so bald wie möglich wieder fit wird", sagte Bremens Trainer Daniel Thioune. "Aufgrund der Schwere der Verletzung gehen wir allerdings nicht davon aus, dass Jens in diesem Jahr noch mal auf dem Platz stehen wird." Das sei ein "harter Schlag" für die Mannschaft.
Stage gehört bei Werder seit Jahren zu den Leistungsträgern. In den kommenden Tagen werde man gemeinsam mit dem 29-Jährigen die nächsten Behandlungsschritte festlegen, hieß es in der Clubmitteilung weiter.
BVB-Star "saß weinend da"
In der Hitze der Emotionen feuerte Samuele Inácio auf dem Weg in die Kabine eine Wasserflasche erst auf den Boden, dann im Spielertunnel noch einmal mit voller Wucht gegen das BVB-Logo. Der 18 Jahre alte Stürmer sorgte mit seiner Reaktion, die von den TV-Kameras eingefangen wurde, für mehr Aufregung als sein Blitz-Platzverweis zuvor - die Verantwortlichen von Borussia Dortmund spielten die Aktion jedoch herunter.
"Eine klare Rote Karte. Und alles, was danach passiert ist, bitte ich auch, nicht zu hoch zu hängen", sagte Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem 2:0 (2:0)-Auftaktsieg gegen den Hamburger SV. "Ich kam nach dem Schlusspfiff in die Kabine. Der Junge saß da weinend. Man kann sich vorstellen, wie er sich gefühlt hat", sagte Trainer Niko Kovac bei Sky. Er werde den Youngster "weiter trösten und aufbauen. Er wird daraus lernen."
Neuer Bundesliga-Star ist "total geschockt" aus einem speziellen Grund
Flügelspieler Konstantinos Karetsas von Borussia Dortmund hat nach dem gelungenen Saisonstart in der Fußball-Bundesliga von der Unterstützung der BVB-Fans geschwärmt. "Mal ehrlich, es war einfach surreal. Dieser Saisonauftakt war der Wahnsinn. Es war so laut, ich war total geschockt, meine Ohren taten weh", sagte der 18-Jährige nach seinem Bundesliga-Debüt beim 2:0 (2:0) gegen den Hamburger SV im Sport1-Interview.
Schon beim Aufwärmen sei die Stimmung auf den Tribünen "unglaublich" gewesen, sagte Karetsas, der anschließend das 1:0 von Serhou Guirassy in der 9. Minute mustergültig vorbereitete. "Sobald das Spiel losging, hat uns das Energie gegeben. Bei jeder guten Aktion, die wir machen, sind sie so laut. Sie feiern jeden Eckball und Einwurf. Ich glaube, sie werden ein sehr wichtiger Teil unserer Saison sein."
Schopf/Lemke holen WM-Gold
Jacob Schopf und Max Lemke haben im Kajak-Zweier Gold bei der WM geholt und damit ihre Titelsammlung vervollständigt. Die Olympiasieger von 2024 und zweimaligen Europameister wurden ihrer Favoritenrolle im polnischen Posen gerecht und siegten über die 500 m in 1:27,57 Minuten deutlich vor Portugal und Tschechien. Für beide war es nach Gold im K4 der zweite Triumph bei diesen Titelkämpfen.
"Das Rennen ist perfekt gelaufen", sagte Lemke im Siegerinterview. Vom Start an hätte es sich angefühlt, "als würden wir fliegen. Ich habe einen starken Motor im Rücken. Es ist ein Traum", schwärmte Schopf - und richtete einen Gruß in die Heimat: "Oma und Opa, wenn ihr das seht, ich hab euch den Link geschickt. Viele Grüße. Ich bin froh, dass ihr es sehen könnt."
Im Vorjahr hatte das Duo, das seit Olympia-Gold in Paris nahezu bei allen Titelkämpfen triumphiert hatte, bei der WM in Mailand nur Bronze gewonnen. In Posen ließen die Deutschen von Beginn an keine Zweifel aufkommen, entsprechend emotional fiel der Jubel im Ziel aus.
Bundesliga-Klub sorgt sich um Abwehr-Stütze
Urs Fischer brachte es mit nur einem Satz auf den Punkt. "Uns hat das Tor gefehlt", sagte der Trainer des FSV Mainz 05 nach dem torlosen Unentschieden zum Bundesliga-Start gegen den Aufsteiger SC Paderborn. Mit der Leistung seiner Mannschaft sei er jedoch "nicht unzufrieden", ergänzte der Schweizer. Die Rheinhessen schossen häufiger auf das Tor, spielten mehr Pässe und hatten deutlich mehr Ecken als der Gegner. Doch entweder ließen sie in aussichtsreichen Positionen die Genauigkeit vermissen, oder ihnen fehlte das nötige Quäntchen Glück.
In der Schlussphase erhielt die Stimmung der Mainzer einen weiteren Dämpfer. Abwehrspieler Dominik Kohr, der den Platz nicht eigenständig verlassen konnte, könnte sich schlimmer verletzt haben. "Ich möchte nichts irgendwie erzählen, aber der Fuß ist schon geschwollen", sagte Fischer, der mit seiner Mannschaft am kommenden Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) beim Hamburger SV gefordert ist.
Neuer IBF-Weltmeister prügelt Gegner ins Krankenhaus - jetzt Duell mit Kabayel?
Der kroatische Boxer Filip Hrgovic hat sich zum Schwergewichtsweltmeister nach der Version des Weltverbandes IBF gekrönt. Der 34-Jährige besiegte Supertalent Moses Itauma (Großbritannien) am Samstag in London durch technischen K. o. in der neunten Runde und sicherte sich den vakanten WM-Gürtel. Damit ist Hrgovic ein möglicher nächster Gegner des deutschen WBC-Champions Agit Kabayel. Itauma, für den es die erste Niederlage im 15 Profikampf war, hätte der zweitjüngste Schwergewichtsweltmeister nach Mike Tyson werden können. Der 21-Jährige dominierte früh, Hrgovic wurde in der zweiten Runde gar angezählt. Itauma verausgabte sich im weiteren Verlauf völlig, nach einigen schweren Treffern beendete Howard Foster den Fight. Itauma musste schließlich auf einer Trage aus dem Ring ins Krankenhaus gebracht werden.
"Vor dem Kampf hat jeder gesagt, Itauma gewinnt. Aber ich habe gesehen, dass Hrgovic sehr gut in Form ist", sagte Kabayel, der in der Halle anwesend war, im Interview mit dem Ring Magazine und brachte selbst einen Vereinigungskampf gegen Hrgovic ins Spiel. Der Bochumer, zuvor Interimschampion des WBC, war zum ersten deutschen Schwergewichtsweltmeister seit Max Schmeling aufgestiegen, nachdem Alexander Usyk all seine Titel niedergelegt hatte. Im Zuge dessen war auch der IBF-Gürtel vakant geworden.
Marihuana: Deutscher Tennis-Star "kriegt keine Luft"
Tamara Korpatsch stinkt es bei den US Open. Auf einigen Trainingsplätzen sorgt Marihuanageruch für Unbehagen bei der Nummer eins der deutschen Tennisspielerinnen. "Ich habe Asthma. Wenn ich das rieche, kann ich nicht mehr einatmen und kriege keine Luft", berichtete die 31-Jährige über ihre Erfahrungen kurz vor Turnierstart.
"Ein bisschen high" sei sie nach dem Training gewesen, scherzte Korpatsch. Sie fügte aber ernst hinzu: "Auf den Plätzen im Park will ich kurz vor dem Match nicht mehr trainieren." Direkt auf der Anlage des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres gebe es dieses Problem zwar nicht. Dort finden aber nicht immer alle Profis Platz, sie müssen dann auf die Courts im Flushing Meadows Corona Park ausweichen. New York als Stadt liebe sie aber dennoch, betonte Korpatsch.
Unter Tränen: Legende erhält "eine der größten Ehrungen meines Lebens"
Mit tränenerstickter Stimme ist Roger Federer in die Hall of Fame des Tennis aufgenommen worden. "Dies ist eine der größten Ehrungen meines Lebens", sagte Federer bei den Feierlichkeiten in Newport im US-Bundesstaat Rhode Island. Der 45-Jährige, der seine Karriere 2022 beendet hatte, wurde bei seiner Rede mehrfach von seinen Emotionen überwältigt.
Vor zahlreichen Größen des Tennissports blickte der 20-malige Grand-Slam-Sieger auf seine Laufbahn zurück und dankte Weggefährten, Fans, Offiziellen sowie seiner Familie. "Sie nennen dies die Hall of Fame, aber Ruhm war nie das Ziel. Mein Ziel war es, mein Leben damit zu verbringen, etwas zu tun, das ich liebe, mit Menschen, die es genauso lieben wie ich." Besonders bewegend wurde die Zeremonie, als Federer auf seinen Weg vom 13 Jahre alten Balljungen beim ATP-Turnier in Basel bis an die Spitze des Welttennis zurückblickte. Immer wieder musste er sich Tränen aus den Augen wischen, als er sein Idol Stefan Edberg, weitere Tennisgrößen sowie Mitglieder seines Umfelds würdigte.
Viererpack: Messi beendet Fluch mit Spektakel
Dank eines überragenden Lionel Messi hat Inter Miami seine sportliche Krise in der nordamerikanischen Profiliga MLS beendet. Der argentinische Ex-Weltmeister erzielte beim 7:1 (2:1) gegen CF Montreal gleich vier Treffer und führte den Titelverteidiger damit zum ersten Sieg nach zuvor fünf Spielen ohne Erfolg. Miami festigte im ersten Spiel des neuen Trainers Cristian "Kily" González Rang zwei der Eastern Conference, der Rückstand auf Spitzenreiter Nashville beträgt zehn Punkte.
Der brasilianische Nationalspieler Casemiro brachte sein Team in der 20. Minute per Kopf in Führung. Montreal gelang durch Fabian Herbers zwar zwischenzeitlich der Ausgleich (37.), doch Messi stellte kurz vor der Pause mit einem Freistoßtor den alten Abstand wieder her (40.). Nach dem Seitenwechsel drehte der 39-Jährige endgültig auf. Messi erhöhte mit einer Einzelaktion auf 3:1 (52.), bereitete anschließend den Treffer seines früheren Barcelona-Mitspielers Luis Suarez vor (80.) und hatte auch in der Schlussphase noch nicht genug. Nach Vorlage von Rodrigo De Paul traf er zum 5:1 (82.), ehe Joker Alex Shaw das sechste Tor erzielte (89.). In der Nachspielzeit setzte Messi mit einem weiteren direkt verwandelten Freistoß den Schlusspunkt.



