Ex-Nationaltorwart kritisiert Nagelsmann - und Neuer
Der frühere Nationaltorwart René Adler hat Bundestrainer Julian Nagelsmann für dessen Kommunikation rund um die Rückholaktion von Manuel Neuer in die Nationalmannschaft kritisiert - und zugleich auch das Agieren des Torwarts hinterfragt.
"Es gibt da ja zwei Ebenen: Das eine ist die Leistungskomponente. Ich glaube, da haben beide Torhüter - sowohl Oliver Baumann als auch Manuel Neuer - herausragend gut gespielt", holte Adler bei RTL aus. "Die andere Ebene ist die kommunikative. Und da bin ich ganz klar der Meinung, das hätte mit mehr Klarheit kommuniziert werden müssen, eher kommuniziert werden müssen. Aber nicht nur von Julian Nagelsmann, vielleicht auch von Manuel Neuer. Es geht ja um die Sache, es geht um die Nationalmannschaft. Da tut es niemandem gut, wenn Du gar nicht weißt, wer jetzt am Ende spielt."
Nagelsmann hatte Neuer vergangene Woche für die WM in den USA, in Kanada und Mexiko nominiert. Der 40-Jährige war eigentlich nach der Heim-EM 2024 aus dem DFB-Team zurückgetreten. In den vergangenen Monaten hatte Neuer ein Comeback immer wieder energisch ausgeschlossen.
Stürmer abgeschoben - Sachsen-Klub reagiert bestürzt
Die Abschiebung eines Stürmers nach Nigeria hat den Traditionsverein BSG Stahl Riesa schwer getroffen. Princewill Ishmael Chimenem, der sich innerhalb weniger Monate zum festen Bestandteil des Sachsenligisten entwickelt hatte, wurde kurzfristig aus Deutschland abgeschoben. "Mit großer Bestürzung hat die BSG Stahl Riesa am Freitag erfahren, dass sich ihr Spieler Princewill Ishmael Chimenem in Abschiebehaft befindet", teilte der Klub mit. Die Landesdirektion Sachsen bestätigte auf Anfrage des MDR, dass die Abschiebung vollzogen ist. Chimenems Asylantrag wurde demnach vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abgelehnt.
Bei Stahl Riesa war der junge Fußballer nach Klubangaben bestens integriert und ein Publikumsliebling. Die Fans hätten ihn liebevoll "Herrmann" genannt, so BSG. Er sei Anfang 2025 als Flüchtling nach Deutschland gekommen, nahm via Instagram eigenständig Kontakt zur dem Verein auf und bewarb sich für ein Probetraining. Schon in den ersten Einheiten habe der Offensivspieler "mit seinem sportlichen Können, seiner positiven Ausstrahlung und seiner großen Leidenschaft für den Fußball" überzeugt.
Gerüchteküche um Füllkrug-Rückkehr brodelt
Der Flirt zwischen Werder Bremen und Niclas Füllkrug wird offenbar heißer. Wie die "Deichstube" berichtet, sollen Verein und Spielerseite inzwischen "erste Gespräche" geführt haben, um eine mögliche Zusammenarbeit auszuloten. Füllkrug stammt aus der Jugend von Werder Bremen. Zwischen 2019 und 2023 lief der Mittelstürmer dann erneut für die Grün-Weißen auf.
Anschließend zog es Füllkrug nach einer Saison bei Borussia Dortmund weiter zu West Ham United in die Premier League. Aufgrund von Verletzungspech kam der 33-Jährige aber nie wirklich in England an. Zu Jahresbeginn wurde Füllkrug an die AC Mailand verliehen. In 20 Einsätzen für die Rossoneri gelang dem 24-maligen Nationalspieler jedoch nur ein einziges Tor. Füllkrugs Vertrag bei West Ham United ist bis 2028 datiert. Nachdem die Londoner unlängst aus der Premier League abgestiegen sind stehen die Zeichen allerdings auf Trennung. Laut "Deichstube" können sich sowohl Werder Bremen als auch Füllkrug eine erneute Zusammenarbeit vorstellen. Konkrete Verhandlungen sollen bislang aber nicht stattgefunden haben, heißt es.
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"Keine Maulkörbe", aber: Völler sagt politische Debatten ab
Rudi Völler stellt vor der Weltmeisterschaft 2026 die Regeln für die Nationalmannschaft klar. Der Sportdirektor will den Fokus komplett auf den Sport legen und schließt Aktionen wie vor vier Jahren aus. Ganz verbieten will er den Spielern kritische Äußerungen aber nicht.
Gladbach trifft Trainer-Entscheidung
Borussia Mönchengladbach hält trotz einer durchwachsenen Saison an Cheftrainer Eugen Polanski fest. "Wir haben uns dazu entschieden, mit Eugen in die neue Saison auch zu gehen", sagte Sportdirektor Rouven Schröder. Zugleich betonte der 50-Jährige: "Ein 'Weiter so' wird es nicht geben." Die Entscheidung für Polanski, der noch einen Vertrag bis 2028 besitzt, sei nach intensiven Diskussionen innerhalb der Vereinsgremien gefallen. "Wir haben kontrovers diskutiert", sagte der Sportchef. Die abgelaufene Saison hatte die "Fohlen-Elf" in der Bundesliga als Tabellenzwölfter beendet, den Klassenerhalt erst am drittletzten Spieltag perfekt gemacht.
"Es war sicherlich keine optimale Saison", gestand Schröder. Die Analyse sei ein "offenes und klares Miteinander" gewesen. "Aber das Grundvertrauen ist da, es besser zu machen", sagte Schröder, der nach dem letzten Spieltag noch ein öffentliches Bekenntnis zum Trainer vermieden hatte.
Dänischer Ausreißer triumphiert beim Giro d'Italia
Der Däne Michael Valgren hat als Ausreißer die 17. Etappe des 109. Giro d'Italia gewonnen. Der 34-Jährige vom Team EF Education-EasyPost setzte sich nach 202 km im Hinterland des Gardasees mit vielen kleinen Anstiegen und einem knackigen Bergaufstück zum Ziel vor dem Norweger Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) und dem Italiener Damiano Caruso (Bahrain Victorious) durch. Einen Kilometer vor dem Ziel startete Valgren aus einer Sechsergruppe die entscheidende Attacke.
Der dänische Gesamtführende Jonas Vingegaard hielt sich am Tag nach seinem vierten Etappensieg zurück und kam mit dem Peloton rund fünf Minuten später ins Ziel. In der Gesamtwertung liegt Vingegaard weiter 4:03 Minuten vor dem Österreicher Felix Gall (Decathlon CMA CGM). Vingegaard hatte am Samstag die Führung bei der Italien-Rundfahrt übernommen, die am kommenden Sonntag in Rom endet. Falls er auf den schweren Dolomiten-Etappen der kommenden Tage nicht einbricht, wäre der zweimalige Tour- und einmalige Vuelta-Sieger der neunte Radprofi, der alle drei großen Landesrundfahrten mindestens einmal gewinnt.
Melbourne-Siegerin bei French Open schon raus
Fehlerhaft in die dritte Runde: Die viermalige Turniersiegerin Iga Swiatek hat auch ihr zweites Match bei den French Open gewonnen, dabei aber keine gute Leistung gezeigt. Die Polin siegte gegen Sára Bejlek aus Tschechien letztlich 6:2, 6:3. Für Australian-Open-Siegerin Jelena Rybakina ist das Turnier gar schon beendet. Die Kasachin unterlag der Ukrainerin Julia Starodubzewa 3:6, 6:1, 6:7 (4:10). Die an Position zwei gesetzte Rybakina gab ihr Match nach einem ordentlichen Start aus der Hand und leistete sich 71 unerzwungene Fehler - zu viel, um weiter um den Titel mitreden zu können.
Swiatek schien bei großer Hitze in Paris Probleme mit den äußeren Bedingungen zu haben - insbesondere im zweiten Satz. Zahlreiche Bälle verschlug sie teilweise deutlich, ihre limitierte Gegnerin konnte das aber nicht entscheidend nutzen. Swiatek hatte sich minutiös vorbereitet auf das Turnier und unter anderem mit Sandplatzkönig Rafael Nadal gearbeitet. 2025 war sie nach drei Triumphen in Folge im Halbfinale gescheitert und hat nun den festen Vorsatz, ihre besondere Klasse wieder unter Beweis zu stellen. Weiter geht es für die Weltranglistendritte in der dritten Runde gegen ihre Landsfrau Magda Linette.
Medien: Abstiegstrainer wird befördert
Nach dem Abstieg aus der Fußball-Bundesliga will der VfL Wolfsburg offenbar seinen bisherigen Trainer Dieter Hecking zum Sport-Geschäftsführer befördern. Das berichten der "Kicker" und die "Wolfsburger Allgemeine Zeitung" übereinstimmend.
Hintergrund ist, dass die Wunschkandidaten Marcel Schäfer (RB Leipzig) und Fabian Wohlgemuth (VfB Stuttgart) laut Medienberichten nicht zu bekommen sind. Hecking dagegen wird intern keine Schuld an dem ersten Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte gegeben. Als Trainer der Pokalsieger-Mannschaft von 2015 genießt er in Wolfsburg ohnehin eine hohe Anerkennung. Der 61-Jährige kehrte erst im März zurück, als der VfL noch auf einem direkten Abstiegsplatz stand. Bis zu den beiden Relegationsspielen gegen den SC Paderborn (0:0 und 1:2 nach Verlängerung) gelang es ihm auch, das angeschlagene Team zu stabilisieren.
Die Verantwortlichen in Wolfsburg schätzen die klare Kommunikation des langjährigen Bundesliga-Trainers. Für eine Beförderung von Hecking spricht auch, dass er bereits von 2020 bis 2024 Sportvorstand des 1. FC Nürnberg war und die 2. Bundesliga daher gut kennt. Beim VfL ist der Posten des Sport-Geschäftsführers seit der Freistellung von Peter Christiansen im März vakant.
Sportchef bei Milan? Ibrahimovic trifft sich mit Rangnick
Bei der kriselnden AC Mailand ist einem Medienbericht zufolge wieder der deutsche Trainer "Gazzetta dello Sport" berichtet, fand in Wien ein Treffen zwischen Österreichs Fußball-Nationaltrainer und Milan-Berater Zlatan Ibrahimovic sowie Club-Eigentümer Gerry Cardinale statt. Erneut sei Rangnick "möglicher Kandidat für die Rolle des Sportdirektors". Auf eine entsprechende Nachfrage der dpa wollte Rangnick bei einem Medientermin in Wien nicht näher auf das Thema eingehen. "Die dritte Frage habe ich vergessen", sagte er.
Nach dem Verpassen der Champions League setzt der Traditionsclub auf einen kompletten Neustart. Am Montag trennte sich Milan von Cheftrainer Massimiliano Allegri und Sportdirektor Igli Tare. Auch Geschäftsführer Giorgio Furlani und der technische Direktor Geoffrey Moncada mussten gehen. Laut "Gazzetta" wollen Cardinale und Ibrahimovic alle Optionen für Milan prüfen. Daher das Treffen in der österreichischen Hauptstadt mit Rangnick. Der ehemalige Bundesliga-Trainer stand bereits 2020 kurz vor einem Engagement bei Milan als Ersatz für Stefano Pioli, damals in einer Doppelrolle als Trainer und Sportdirektor.
Italienische Luxusmarke steigt in Formel 1 ein
Ein Hauch italienischen Glamours im französischen Rennstall: Das Formel-1-Team von Alpine wird ab der nächsten Saison mit der Luxusmodemarke Gucci kooperieren. Ab 2027 wird das Team unter dem Namen "Gucci Racing Alpine Formula One Team" starten, die Boliden sollen in den Farben des neuen Partners gestaltet werden. Das gab Alpine am Mittwoch bekannt.
Zu der Mitteilung teilte der Rennstall ein Foto, auf dem ein Formel-1-Wagen unter einem Tuch versteckt stand: Die Verdeckung zeigte das Emblem mit dem Wort "Racing" darunter sowie das charakteristische grün-rot-grüne Gucci-Design. Auch die aktuellen Alpine-Fahrer Pierre Gasly und Franco Colapinto sowie Teamchef Flavio Briatore posierten darauf unter anderem.
Auf die Partnerschaft mit der Marke sei er "unglaublich stolz", sagte Briatore in einer Mitteilung: "Das Team aus Enstone ist dafür bekannt, Dinge anders anzugehen als andere, und hat bereits gezeigt, dass Mode in der Formel 1 den ersten Platz belegen kann." Nach dem Aufschwung auf der Strecke und einem ordentlichen Saisonstart (35 Punkte/Platz fünf in der Teamwertung) unterstreiche "diese neue Zusammenarbeit mit Gucci die wachsende Dynamik des Teams", sagte der Italiener.
FC Bayern offenbar vor bitterer Transfer-Schlappe
Der FC Bayern steht angeblich vor einer bitteren Schlappe im Werben um Wunschspieler Anthony Gordon von Newcastle United. Informationen der "Daily Mail" zufolge ist der FC Barcelona im Poker um den englischen WM-Fahrer am deutschen Rekordmeister vorbeigezogen.
Demnach sprechen die Katalanen bereits mit Newcastle über die Ausgestaltung des Gordon-Deals, der einen Gesamtumfang von 92 Millionen Euro haben soll. Für diesen XXL-Transfer müsse das klamme Barca zwar zunächst Spieler verkaufen. Er sei aber stemmbar. Es heißt, der spanische Meister sei im Gegensatz zum FC Bayern schon in fortgeschrittenen Gespräche in der Angelegenheit eingestiegen.
Über die Gordon-Gespräche zwischen Barca und Newcastle berichtet auch Transfer-Insider Fabrizio Romano. Der Profi sei begierig darauf, nach Spanien zu wechseln, schrieb er bei X. Romano zufolge prüfen die Münchner bereits Alternativen für den Offensivflügel. Um wen es sich dabei handelt, verriet der auf dem Transfermarkt bestens vernetzte Experte nicht. Sportvorstand Max Eberl hatte zuletzt im Rahmen eines "Bild"-Events von einem "sehr guten Gespräch" in der Causa Gordon berichtet.
Nagelsmann trifft Neuer-Entscheidung für WM-Test
Rückkehrer Manuel Neuer muss auf sein mit Spannung erwartetes Comeback in der deutschen Nationalmannschaft noch warten. Der an der Wade verletzte Torhüter vom FC Bayern wird beim Länderspiel am Sonntag in Mainz gegen Finnland (20.45 Uhr/ZDF) nicht zum Einsatz kommen.
"Wir haben im Trainerteam entschieden, dass er noch nicht spielen wird. Es macht keinen Sinn, da jetzt unnötig das Spiel zu machen. Wir wollen einfach da noch Ruhe dranlassen. Die Entscheidung haben wir ihm auch mitgeteilt, er ist damit völlig d'accord", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann zum Start der Vorbereitung auf die WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) am Mittwoch in Herzogenaurach.
Der 40 Jahre alte Neuer hatte sich zuletzt erneut an der linken Wade verletzt und war deshalb auch im Pokalfinale am vergangenen Samstag gegen den VfB Stuttgart ausgefallen. Ob Neuer bei der Generalprobe gegen die USA am 6. Juni in Chicago wieder zur Verfügung steht, ließ Nagelsmann offen. Man werde "sehen, wie die nächste Woche verläuft und dann auch in der nächsten Woche ein Update geben, wie es dann Richtung USA aussieht", so der Bundestrainer. Gegen Finnland legte er sich auf den Hoffenheimer Oliver Baumann als Torwart fest. Er sei überzeugt, dass Baumann ein gutes Spiel mache, "dann sehen wir weiter".
Tennis-Legende leidet mit Zverev - und präsentiert kuriose Sinner-These
Ein Finalsieg von Alexander Zverev gegen Jannik Sinner bei den French Open? Das kann sich auch Tennis-Legende John McEnroe derzeit nur schwer vorstellen - trotz der positiven Entwicklung, die er dem Deutschen attestiert. "In seinem Kopf findet er momentan keinen Weg, wie er gegen Sinner spielen sollte. Das geht aber auch allen anderen so", sagte McEnroe der "Sport Bild" über Zverevs Chancen in Paris. "Aktuell ist es am wahrscheinlichsten, dass man Sinner nur dann schlagen kann, wenn ihm die Hitze wegen seiner helleren Haut Probleme bereitet oder etwas Unvorhergesehenes wie eine Verletzung passiert", führte der siebenmalige Grand-Slam-Sieger aus den USA aus.
McEnroe sieht Zverevs Entwicklung dennoch positiv. Im Halbfinale der Australian Open gegen Carlos Alcaraz (2:3) habe der Hamburger "möglicherweise die beste Leistung seiner Karriere" gezeigt. "Er hatte Pech, dass er nicht gewonnen hat. Aber Zverev hat so hart gekämpft, wie ich es jemals bei ihm gesehen habe", sagte McEnroe, der Zverev weiterhin den fehlenden Major-Titel zutraut. "Es sah danach so aus, als sei das Fenster geschlossen. Aber durch die Verletzung von Alcaraz könnte es jetzt wieder etwas geöffnet sein."
Stabhochsprung-Star knallt auf Asphalt und verletzt sich schwer
Schockmoment beim Stabhochsprung: Torben Blech verliert bei einem Sprung die Kontrolle und landet neben der Matte auf dem Asphalt. Der Olympia-Teilnehmer verletzt sich schwer - die Saison ist für ihn beendet.
Eintracht kauft Topstürmer zurück- hat aber wohl gar keinen Platz
Trotz seiner Rückkehr zum Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ist die Zukunft von Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu offenbar noch nicht geklärt. "Was im Sommer passieren wird, ist noch offen. Ich gehe erstmal in den Urlaub und entspanne mich. Dann wird bestimmt bald eine Entscheidung fallen", sagte der 23 Jahre alte Angreifer der SpVgg Greuther Fürth nach dem 2:0 (1:0) in der Relegation gegen Rot-Weiss Essen bei Sky. "Stand jetzt", fügte er an, "gehe ich nach Frankfurt".
Die Eintracht hatte zuletzt eine Rückkaufoption aktiviert und Futkeu für rund 1,5 Millionen Euro nach zwei Jahren beim Kleeblatt wieder zurückgeholt. "Noel hat in Fürth eine starke Entwicklung genommen", hatte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche gesagt: "Die regelmäßige Spielpraxis in der 2. Liga hat ihm sichtbar gutgetan – sowohl sportlich als auch persönlich."
Futkeu war in Fürth maßgeblich am Klassenerhalt beteiligt. 19 Treffer erzielte er in der regulären Saison, im Relegations-Rückspiel gegen Essen am Dienstagabend traf der Stürmer zur Führung. In Frankfurt warten in Jonathan Burkardt und Younes Ebnoutalib jedoch starke Konkurrenten. Deshalb wird rund um die Eintracht schon länger spekuliert, ob für Futkeu überhaupt Platz im Kader ist. Als mögliche Interessenten werden bereits der Hamburger SV, Borussia Mönchengladbach und Aufsteiger Schalke 04 gehandelt.
Chaos in Leipzig: Fußballfans gehen aufeinander los
Vor dem Conference League Finale bricht in Leipzig das Chaos aus. Anhänger von Rayo Vallecano gehen auf einem Platz auf Fans von Crystal Palace los. Flaschen und Stühle fliegen durch die Luft, die Polizei muss einschreiten. Mehr als 300 Personalien werden aufgenommen, zwei Personen verhaftet.
Heißes Wechsel-Gerücht um Ralf Rangnick
Der italienische Traditionsklub AC Mailand befasst sich bei der Suche nach einer neuen sportlichen Führung angeblich mit Österreichs Teamchef Ralf Rangnick. Wie die "Gazzetta dello Sport" berichtete, reisten Milans Sportchef Gerry Cardinale und Berater Zlatan Ibrahimovic am Dienstag für ein Treffen mit Rangnick nach Wien.
Die Mailänder hatten nach dem verpassten Einzug in die Champions League zuvor nahezu die gesamte Chef-Etage sowie Trainer Massimiliano Allegri entlassen. Neben dem Coach waren auch Geschäftsführer Giorgio Furlani, Sportdirektor Igli Tare und der Technische Direktor Geoffrey Moncada mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden worden. Mailand lockt Rangnick nun angeblich mit einer Doppelrolle als Trainer und Manager.
Greuther Fürth zieht Blitz-Konsequenz nach Drama-Rettung
Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth hat einen Tag nach dem Klassenerhalt einen neuen Sport-Geschäftsführer präsentiert. Daniel Meyer übernimmt beim Kleeblatt, das am Dienstabend erst in der Relegation den Absturz verhindert hat, den vakanten Posten. Zuletzt war der 46-Jährige knapp über zwei Jahre als Sportdirektor beim Regionalligisten Hallescher FC tätig.
"Wir haben schon seit längerer Zeit und nach eingehender Analyse und vielen Gesprächen diesen Prozess vorangetrieben. Daniel Meyer hat uns in diesem Prozess von sich und seinen Ideen überzeugt", sagte Aufsichtsratschef Peter Köhr. Man sei überzeugt, ergänzte SpVgg-Präsident Volker Heißmann, "dass er ein wesentlicher Faktor sein wird, dass wir uns im sportlichen Bereich stabilisieren werden".
Durch ein 2:0 gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen sicherte sich der "ewige" Zweitligist mit einiger Mühe den Klassenerhalt. Danach hatten die Fans inmitten des Jubels auch ihren Frust über eine weitgehend verkorkste Saison kund getan. "Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!", stand auf einem riesigen Banner vor der Kurve. Zudem forderten die Fürther Anhänger immer wieder auch lautstark das Aus von Geschäftsführer Holger Schwiewagner, der zuletzt allein die Verantwortung getragen hatte.
"Endlich seid ihr weg" - VfL Wolfsburg stürzt ab und alle jubeln
Der SC Paderborn steigt auf, der VfL Wolfsburg stürzt nach 29 Jahren aus der Bundesliga ab. Im Netz feiern viele Fans den Abstieg der VW-Werkself mit Spott, Häme und jeder Menge Schadenfreude.
FC Bayern bekommt mächtigen Rivalen im Kampf um Wunschspieler
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge ist Anthony Gordon von Newcastle United, den der FC Bayern als Wunschlösung zur Verstärkung der offensiven Außenbahn ausgemacht hat. Mit dem Engländer sind die Münchner dem Vernehmen nach bereits recht weit, es hapert allerdings noch an den Gesprächen über eine Ablösesumme, in denen der deutsche Rekordmeister und die Magpies weit auseinanderliegen.
Das ruft offenbar auch die Konkurrenz auf den Plan. Wie Transfer-Insider Fabrizio Romano auf X berichtet, ist der Name des Three-Lions-Stars zuletzt vermehrt beim FC Barcelona diskutiert worden. Der Offensivmann stehe auf der Wunschliste der Katalanen inzwischen "weit oben".
Finaleinzug perfekt: Vegas gewinnt Halbfinal-Serie deutlich
Die Vegas Golden Knights sind nach einem "Sweep" in der NHL ins Finale um den Stanley Cup eingezogen. Die Mannschaft von Cheftrainer John Tortorella setzte sich mit 2:1 gegen Colorado Avalanche durch und feierte in der Best-of-seven-Serie den vierten Sieg im vierten Spiel.
Mark Stone (5.) und Cole Smith (55.) waren für die Knights erfolgreich, denen zum dritten Mal in der Franchise-Historie der Einzug in die Finalserie gelang. Gabriel Landeskog (58.) erzielte den späten Anschlusstreffer. Im Kampf um den Stanley Cup treffen die Knights auf die Carolina Hurricanes oder die Montreal Canadiens. Carolina führt in der Serie mit 2:1.
Vor Europapokal-Finale: Fans wüten in Leipzig
Vor dem Conference-League-Finale ist es in der Leipziger Innenstadt zu Ausschreitungen zwischen englischen und spanischen Fußballfans gekommen. Bei den Krawallen am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr in der Reichsstraße wurde laut Polizei das Mobiliar eines Restaurants beschädigt.
Wie viele Fans von Crystal Palace und Rayo Vallecano an den gewalttätigen Auseinandersetzungen beteiligt waren und ob jemand verletzt wurde, sei zunächst unklar. Das Finale der Conference League zwischen Crystal Palace und Rayo Vallecano findet heute Abend (21 Uhr) in der Leipziger RB-Arena statt.
"Versager raus" - Bei Greuther Fürth kippt die Stimmung
Über den gerade noch abgewendeten Totalschaden waren die Fans der SpVgg Greuther Fürth natürlich höchst erfreut. Ihr Urteil nach einer missratenen Saison der Franken in der 2. Fußball-Bundesliga fiel nach der glimpflich verlaufenen Relegation dennoch unmissverständlich aus. "Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus! Neuanfang jetzt!", stand auf einem Banner vor der Kurve der glühendsten Fürther Anhänger. Immer wieder wurde auch lautstark das Aus von Geschäftsführer Holger Schwiewagner gefordert.
Der Kleeblatt-Verein bleibt nach dem 2:0 im Rückspiel gegen Rot-Weiss Essen zwar zweitklassig. Doch beim Spitzenreiter der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga, der nach 29 Jahren fast in die 3. Liga abgestürzt wäre, muss sich einiges ändern. Bis zum Ende zittern will im Frankenland niemand mehr ."Ich kann den Frust von Fans nachvollziehen", sagte der sichtlich mitgenommene Trainer Heiko Vogel nach der Rettung über das Plakat. "Ich glaube, dass der Verein das schon im Vorfeld wahrgenommen hat. Wir wissen, dass wir Hausaufgaben haben. Es bedarf viel Arbeit und Analyse. Man kann sich sicher sein, dass wir das auch machen."
Der Abschied der beiden Paradestürmer, die auch beide gegen Essen im Rückspiel trafen, steht schon fest. Noel Futkeu kehrt nach zwei Jahren zu Eintracht Frankfurt zurück, Kapitän Branimir Hrgota sucht nach sieben Jahren in Fürth eine neue Herausforderung. Das Duo wird schwer zu ersetzen sein.
Gilgeous-Alexander zerlegt die Spurs
Angeführt von Basketballstar Shai Gilgeous-Alexander hat sich Titelverteidiger Oklahoma City Thunder in der Halbfinalserie der NBA-Playoffs einen Matchball erspielt. Die Mannschaft um den wertvollsten Spieler (MVP) der nordamerikanischen Profiliga setzte sich gegen die San Antonio Spurs um Victor Wembanyama mit 127:114 durch. In der Best-of-seven-Serie führt OKC nun mit 3:2.
Gilgeous-Alexander glänzte dabei im fünften Duell mit 32 Punkten, der deutsche Nationalspieler Isaiah Hartenstein erzielte ein Double-Double und steuerte zwölf Zähler sowie 15 Rebounds bei. Auf der anderen Seite konnte der französische Starspieler Wembanyama, der auf 20 Punkte kam, die Niederlage seiner Spurs nicht verhindern. Der 22-Jährige zeigte sich bei den Freiwürfen zwar zuverlässig, traf aber nur vier seiner 15 Versuche aus dem Feld.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (2.30 Uhr) hat Oklahoma nun die Chance, sich für die Finalserie zu qualifizieren. Dort warten die New York Knicks, die zuvor für das Aus der Cleveland Cavaliers um Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder gesorgt hatten.
"Komplett lächerlich" - Essen wütet gegen Superstürmer
Nach der verlorenen Relegation um die 2. Fußball-Bundesliga ist Verteidiger Ben Hüning von Rot-Weiss Essen richtig verärgert über Greuther Fürths Stürmer Noel Futkeu. Die direkten Gegenspieler hatten sich im Hin- und im Rückspiel knallharte Zweikämpfe geliefert. Hüning zufolge provozierte Futkeu allerdings am Dienstagabend nach seinem Treffer zum 1:0 in der 29. Minute unnötig.
"Für mich komplett daneben, komplett lächerlich, das geht einfach nicht", schimpfte Hüning im TV-Sender Sky über den Zweitligatorschützenkönig. "Es ist einfach unsportlich." Gegenseitiger Respekt sei im Fußball "immer nötig und wichtig." Futkeu hatte nach seinem Führungstreffer beim 2:0 Hüning wohl etwas entgegengerufen, anschließend war er an der Essener Bank entlanggelaufen.
"Wir haben uns ein super Duell, ein hartes Duell geliefert", befand Hüning dennoch, der aber alles Weitere von Futkeu als verfehlt auffasste. Der Stürmer, der nun zu Eintracht Frankfurt wechselt, wollte lieber nicht zu viel über seinen Kontrahenten sagen. "Ich gehe nicht auf ihn ein, möchte ich nicht. Wir haben gewonnen, Klassenerhalt, fertig", meinte Futkeu. "Er weiß genau, was er im Hinspiel gemacht hat. Die wissen genau, was sie im Hinspiel gemacht haben. Mehr brauche ich nicht sagen."