Relegationsdrama gegen FürthRot-Weiss Essen trifft das leere Tor nicht - und verpasst Aufstieg

Greuther Fürth bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga. Der Klub dreht den 0:1-Rückstand aus dem Relegations-Hinspiel. Rot-Weiss Essen vergibt allerbeste Chancen, Fürth darf sich bei seinem scheidenden Kapitän Branimir Hrgota bedanken.
Der "ewige" Zweitligist hat den Absturz verhindert. Die SpVgg Greuther Fürth gewann das Relegations-Rückspiel gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen mit 2:0 (1:0) und sicherte sich mit einiger Mühe den Klassenerhalt. Das Hinspiel hatte Traditionsklub RWE noch mit 1:0 gewonnen und deshalb nach schwierigen Jahren mit Abstiegen, Insolvenz und sportlichem Misserfolg von der Rückkehr in die 2. Liga geträumt.
Doch daraus wurde nichts für den Meister von 1955, der zuletzt 2006/2007 zweitklassig gewesen war. Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu brachte das Kleeblatt im Ronhof vor 15.000 Zuschauern in Führung (29.). Routinier Branimir Hrgota erzielte in seinem letzten Spiel für Fürth das 2:0 (47.).
Fürth, das die "ewige" Zweitligatabelle souverän anführt, vermied so den ersten Abstieg in die Drittklassigkeit seit 1997. Münster und Düsseldorf sind damit die beiden einzigen Absteiger aus der 2. Liga. Osnabrück und Cottbus steigen auf. "Wir werden All-In gehen", kündigte Fürths Trainer Heiko Vogel an. Futkeu versprach ein "Feuerwerk". Doch davon war zunächst nichts zu sehen. Die SpVgg tat sich schwer und hatte Glück, dass Torwart Silas Prüfrock einen Rückstand verhinderte.
Fast aus dem Nichts fiel deshalb die Führung der Gastgeber, als Futkeu aus dem Gewühl heraus traf. Für den Angreifer, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt wechselt, war es bereits der 20. Saisontreffer. In der Folge kam der Zweitligist auf und verdiente sich seine Pausenführung.
Nach dem Wechsel erwischte das Kleeblatt, das sich erst im letzten Saisonspiel durch ein 3:0 gegen Düsseldorf in die Relegation gerettet hatte, einen Blitzstart. Kurz danach verpassten die Franken die Entscheidung und mussten so noch mächtig zittern. Der Video-Referee nahm in der 68. Minute ein vermeintliches Tor von Jaka Cuber Potocnik wegen Abseits zurück. Nach einem Pfostentreffer scheiterte dann auch noch Torben Müsel per Kopf (81.) vor dem leeren Tor. Und so schafften es Essen doch nicht mehr in die Verlängerung.