Formel1

100. F1-Rennen für die Scuderia Der Ferrari-Traum lässt Vettel nicht los

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Als WM-Fünfter ist Vettel aktuell so schlecht platziert wie seit 2014 nicht, seinem letzten Jahr bei Red Bull.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Auch in seinem fünften Jahr bei Ferrari bleibt Sebastian Vettel ohne Titel. In Brasilien startet der Vierfach-Weltmeister in sein 100. Formel-1-Rennen für den italienischen Traditionsrennstall. Das Ziel, mit dem er 2015 angetreten ist, ist weit weg. Und ihm bleibt wohl nur noch eine Chance.

Der WM-Titel ist wieder einmal längst futsch, es geht eigentlich um nichts mehr - aber Sebastian Vettel ist vor dem Betriebsausflug nach Brasilien trotzdem ganz aufgeregt. Schließlich könne in Sao Paulo immer "alles passieren", sagte der Ferrari-Pilot vor dem vorletzten Formel-1-Rennen der Saison (Sonntag, 18.10 Uhr/RTL und im Liveticker bei n-tv.de), die Strecke im Stadtteil Interlagos habe das gewisse Extra: "Jedes Jahr passiert etwas Verrücktes." Sao Paulo ist ein ganz besonderer Ort für Vettel, 2012 gewann er in Brasilien in einem dramatischen Rennen den Titel, insgesamt triumphierte der 32-Jährige dreimal im Autódromo José Carlos Pace - und nun feiert er in der Mega-Metropole ein Dienstjubiläum.

Vettel fährt beim Schaulaufen des alten und neuen Weltmeisters Lewis Hamilton (Mercedes) in Brasilien sein 100. Rennen für Ferrari. Bei seiner Mission, die Scuderia wie einst sein Idol Michael Schumacher wieder an die Spitze zu führen, ist der Ex-Champ bisher gescheitert. Jetzt bleibt ihm wohl nur noch ein Jahr, Ende 2020 läuft sein Vertrag aus.

"Ich glaube noch immer an meinen Traum. Ich glaube noch immer, dass es funktioniert", sagte Vettel zuletzt. Seit 2015 dreht der Heppenheimer für den berühmtesten und stolzesten Rennstall der Welt seine Runden, 54 Mal stand er seitdem auf dem Podium, holte 14 Siege - aber eben keinen WM-Titel. Viel zu wenig also, für die Ansprüche des viermaligen Champions und für das Selbstverständnis von Ferrari.

Ferraris Durststrecke hält an

"Wir hatten gute Jahre und gute Rennen, aber insgesamt war es nicht genug. Wir waren nicht nah genug dran. Wir haben nicht genug Punkte geholt", sagte Vettel, der einmal mehr seinem Rivalen Hamilton beim Jubeln zuschauen musste. Als er vor fünf Jahren von Red Bull zu Ferrari wechselte, stand es nach WM-Titeln noch 4:2 für ihn. Nun führt Hamilton 6:4, doch Vettel sagt: "Ich bereue nichts."

Seit zwölf Jahren wartet Ferrari jetzt schon auf einen Weltmeister, seit Kimi Räikkönen 2007 mit einem Sieg in Brasilien im letzten Saisonrennen am damaligen McLaren-Duo Hamilton und Fernando Alonso vorbeizog. Vettel sollte diese Durststrecke beenden. So der Plan bei seiner Verpflichtung. Schumacher brauchte fünf Jahre bei seinem Neuaufbau: 1996 die erste Saison, 2000 der erste WM-Titel. Doch Geschichte wiederholt sich nicht so einfach in der Formel 1.

Statt sich mit Hamilton zu duellieren, ist Vettel plötzlich nur noch die Nummer zwei im eigenen Stall. Der junge Charles Leclerc hat in diesem Jahr bisher 19 Punkte mehr gesammelt, Vettel ist derzeit gar nur WM-Fünfter, der Rückstand auf Hamilton riesig. "Ich bin nicht glücklich, dass wir ihm den Titel nicht streitig machen konnten und wir so weit zurück waren", sagte Vettel über das verlorene WM-Duell: "Ich freue mich für ihn, aber weniger für uns." Sein Vertrag bei Ferrari läuft noch ein Jahr, sein Traum lebt weiter. "Wir wollen in jedem Rennen der klare Favorit sein, nicht nur in manchen", sagte Vettel.

Training live bei n-tv und n-tv.de

Die Formel 1 gastiert in Brasilien und n-tv ist live dabei. Wir übertragen die beiden Trainingssessions am Freitag.

Freitag, 15. November:

  • 1. Freies Training: 14.55 bis 16.35 Uhr bei n-tv und bei n-tv.de
  • 2. Freies Training: 18.55 bis 20.35 Uhr bei n-tv und bei n-tv.de

Samstag, 16. November:

  • Zusammenfassung 3. Freies Training sowie Qualifying live: 18.00 bis 21.08 Uhr bei RTL

Sonntag, 17. November:

  • Das Rennen in Sao Paulo live: 17.52 bis 20.15 Uhr bei RTL

 

Quelle: n-tv.de, tsi/sid