Formel1

Etablierte gegen Andretti Formel-1-Interessent keilt gegen "Gier" und Eigensinn

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Andretti will in die Formel 1. Die Konkurrenz sieht das nicht gern.

(Foto: IMAGO/Andreas Beil)

Die Formel 1 soll wachsen, so will es der Präsident des Automobil-Weltverbandes. Bin Sulayem befürwortet den Einstieg von Rennsport-Größe Andretti. Dass sich die etablierten Rennställe dagegen wehren, wertet der Betroffene als puren Egoismus.

Die amerikanische Rennsport-Größe Michael Andretti hat den Teamchefs der Formel 1 angesichts des Widerstands gegen neue Rennställe "Gier" und Eigensinn vorgeworfen. Andretti will gemeinsam mit der General-Motors-Marke Cadillac in die Königsklasse einsteigen, wird allerdings nicht mit offenen Armen empfangen.

"Es geht um Gier und darum, dass sie auf sich selbst schauen und nicht auf das Wachstum der Rennserie", sagte Andretti im Gespräch mit "Forbes" mit Blick auf die zehn aktuellen Rennställe. Diese müssten bei einer Aufstockung des Starterfeldes auch die Preisgelder teilen, darin sieht Andretti allerdings nicht deren einzige Bedenken.

"Zunächst denken sie, dass ihnen ein Zehntel ihrer Preisgelder entgeht, aber sie werden auch sehr gierig, wenn sie darüber nachdenken, dass wir ihnen alle amerikanischen Sponsoren wegnehmen", sagte Andretti, einst selbst in der Formel 1 und im US-Rennsport aktiv und mittlerweile Besitzer des erfolgreichen Andretti-Rennstalls.

"Überrascht" von negativen Reaktionen

Die Formel 1 strebt Wachstum auf dem US-Markt an und ist dabei mittlerweile sehr erfolgreich. In diesem Jahr finden mit Austin, Miami und Las Vegas erstmals drei Rennen in den Staaten statt, die Einschaltquoten steigen - Andretti und Cadillac haben es dennoch schwer. Immer wieder wiesen die etablierten Teams um Ferrari, Mercedes und Red Bull schon zuvor darauf hin, dass ein Neuling der Serie Mehrwert und Stabilität bringen müsse.

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Mohammed bin Sulayem, Präsident des Automobil-Weltverbands FIA, sieht diese Kriterien bei General Motors erfüllt und unterstützt die Bewerbung der Amerikaner öffentlich. Von den aktuellen Teams gab es nach Andrettis Verkündung in der vergangenen Woche zumindest offiziell bislang keine Statements zu den Plänen. Bin Sulayem allerdings zeigte sich "überrascht, dass es einige negative Reaktionen" gegeben habe.

"Wir sollten künftige Formel-1-Beitritte von globalen Herstellern wie GM und Vollblut-Rennfahrern wie Andretti und anderen fördern", teilte bin Sulayem am vergangenen Wochenende mit.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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