Zwei teure Patzer

Lewis Hamilton versaut sich sein Wochenende komplett wegen 0,1 Km/h

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Lewis Hamilton schiebt Frust in Ungarn. (Foto: IMAGO/ANP)
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26.07.2026 | 18:47 Uhr
Lewis Hamilton kämpft in der Formel 1 um seinen achten WM-Titel. Doch in Ungarn steht sich der Ferrari-Pilot selbst im Weg.

Was für ein gebrauchtes Wochenende für Lewis Hamilton: Eigentlich läuft der Ferrari des Rekordweltmeisters auf dem Hungaroring von Budapest sehr gut, die Trainingssessions am Freitag dominieren Hamilton und sein Teamkollege Charles Leclerc. Doch mit dem Qualifying am Samstag geht der Ärger für den Briten los.

Der Ferrari-Star wurde wegen "unnötiger Behinderung" von McLaren-Fahrer Oscar Piastri mit einer Strafe von drei Rängen belegt. Zu diesem Entschluss kamen die Stewards, nachdem sie unter anderem die beiden Fahrer gehört sowie Videoaufnahmen und Telemetriedaten ausgewertet hatten.

Aufgrund einer verspäteten Funkwarnung seines Ferrari-Teams war Hamilton sich des herannahenden Australiers in einer schnellen Runde nicht bewusst. Anstatt von Platz zwei, den Hamilton sich hinter Weltmeister Lando Norris gesichert hatte, durfte er von Platz vier starten, weil auch der WM-Führende Kimi Antonelli eine Strafe kassiert hatte.

Nach der Session war Hamilton mies drauf - und entschuldigte sich am Renntag bei seinem Team. "Verzeiht mir mein Verhalten nach dem Qualifying, denn ich hatte eine so großartige Runde hingelegt und dann in letzter Minute die Nachricht erhalten (dass Piastri hinter mir lag)", sagte der siebenfache Weltmeister im Rahmen der Fahrerparade. "Zu erfahren, dass ich eine Strafe bekommen würde, war schwer zu verkraften, aber es ist, wie es ist. Man blickt nach vorne, und ich werde heute für das Team absolut alles geben, was ich kann."

"Verteilen Strafen wie verrückt"

Doch der Rennsonntag wird die Laune Hamiltons, der im Juni in Barcelona seinen ersten Sieg für Ferrari geholt hatte, nicht gehoben haben. Denn es setzte die nächste folgenschwere Strafe: Während einer virtuellen Safety-Car-Phase holt Ferrari, bis dahin auf Platz zwei liegend, in die Box. Das ist eine taktische Fehlentscheidung, Hamilton verliert nicht nur seinen zweiten Platz, sondern fährt auch noch mit 80,1 Kilometern pro Stunde in die Boxengasse - 0,1 Km/h zu schnell.

Die Folge: Die Stewards verhängen eine Fünf-Sekunden-Strafe und damit ist sogar Platz vier futsch. "Ich biete diesen Rennkommissaren jede Gelegenheit. Und jedes einzelne Mal verhängen sie eine Strafe gegen mich", schimpfte Hamilton im Teamfunk. "Sie verteilen Strafen wie verrückt."

Schon beim Rennen in Spa am letzten Wochenende hatte Hamilton wegen einer Kollision mit einem Mechaniker eine Fünf-Sekunden-Sperre aufgebrummt bekommen.

Am Ende eines turbulenten Wochenendes beim Großen Preis von Ungarn wird Hamilton nun Fünfter und verliert wieder Boden auf den WM-Führenden Kimi Antonelli. Der kämpft sich im Rennen von Startplatz fünf noch aufs Podium und hat nun 50 Punkte Vorsprung auf den unglücklichen Hamilton.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter