Formel1

"Kompletter Unsinn"McLaren-Boss dementiert Gerüchte über Personalbeben wegen Verstappens Ingenieur

27.04.2026, 20:56 Uhr
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McLaren-Boss Zak Brown wehrt sich gegen "Destabilisierungsversuche". (Foto: AP)

Weil Max Verstappens Red-Bull-Renningenieur zu McLaren wechselt, sprießen direkt Gerüchte, wonach Teamchef Andrea Stella den Traditionsrennstall Richtung Ferrari verlässt. McLarens CEO widerspricht entschieden.

McLaren-Boss Zak Brown hat Gerüchte dementiert, dass Teamchef Andrea Stella den britischen Rennstall verlässt und zu Ferrari wechselt. "Ich kann bestätigen, dass das kompletter Unsinn ist", sagte der Amerikaner bei Sky Sports. In den vergangenen Wochen waren Spekulationen aufgekommen, der Italiener Stella könne zur Scuderia abwandern, weil Max Verstappens derzeitiger Red-Bull-Renningenieur Gianpiero Lambiase zu McLaren kommt.

Lambiase - Spitzname GP - heuert spätestens 2028 beim Rennstall aus Woking an. Der Brite wird den Posten des Chief Racing Officers einnehmen und als solcher die Leitung des Rennteams übernehmen, was Gerüchte befeuerte, Stellas Zeit bei McLaren könne dann enden. "Andrea bekennt sich zu McLaren, wir bekennen uns zu Andrea. Wir könnten nicht glücklicher sein. Und ihr werdet ihn im McLaren-Rennteam sehen", widersprach Brown dieser Lesart. Es gebe "keine Chance", dass Stella das Team verlässt.

Die Berichte über einen Stella-Abgang seien bewusst lanciert, um McLaren zu "destabilisieren", sagte Brown: "Aber das funktioniert hier nicht." Lambiase solle Stella entlasten und komme nicht, um diesen als Teamchef abzulösen. "Letztendlich ist Andrea derjenige, der 'GP' eingestellt hat."

Brown: Lambiase soll Stella entlasten, nicht ablösen

Neben seiner Arbeit als Teamchef leite Stella bei McLaren das Rennteam "und spielt auch eine wichtige Rolle in der Funktion eines quasi Technischen Direktors", beschrieb Brown das derzeitige Rollenprofil des 55-Jährigen. "Ich glaube, Andrea ist durchaus in der Lage, zwei Aufgaben zu bewältigen. Von ihm zu verlangen, drei Aufgaben zu übernehmen, ist jedoch eine große Herausforderung." Das operative Renngeschäft soll deswegen Lambiase übernehmen. Er sei "100 Prozent" sicher, dass Stella und Lambiase bei McLaren gut zusammenarbeiten, versicherte Brown.

Stella ist seit 2015 für McLaren tätig, zunächst war er Renningenieur, 2023 wurde er zum Teamchef. Unter seiner Ägide gewann McLaren 2024 die Hersteller-WM, im Vorjahr sogar Fahrer- und Konstrukteurs-WM. Vor seiner Zeit bei McLaren hatte Stella 14 Jahre bei Ferrari gearbeitet.

Bis Ende 2027 arbeitet Lambiase noch als Renningenieur von Max Verstappen bei Red Bull. Der Niederländer selbst steht noch bis 2028 bei dem österreichisch-britischen Team unter Vertrag. Wegen Lambiases Wechsel zu McLaren machten schnell Gerüchte, Verstappen könne seinem "Mann im Ohr" folgen und ebenfalls zum amtierenden Weltmeister-Rennstall gehen. Auch hier gab es von Brown ein Dementi, McLaren sei nicht am viermaligen Weltmeister dran, sagte er. "Aus McLaren-Sicht könnte ich mit Lando (Norris, Anm.d.Red.) und Oscar (Piastri) nicht glücklicher sein. Wir haben langfristige Verträge mit ihnen und ich denke, es ist auf und abseits der Strecke die beste Fahrerpaarung."

Quelle: ntv.de, mar

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