Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat sich wortstark gegen Verschwörungstheorien aus dem Netz zur Wehr gesetzt. Am Rande des Grand Prix von Singapur (Sonntag, 14 Uhr live bei Sky Sport und im Liveticker bei ntv.de) bezog sich Wolff bei seiner Kritik auf Vorwürfe, er würde teamintern WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli Verfolger George Russell vorziehen. "Wer auch immer das denkt, ist hirnlos. Es ergibt einfach keinen Sinn", empörte sich der Mercedes-Teamchef.
Enttäuschte Fans in sozialen Netzwerken hatten Vorwürfe geäußert, nachdem Russell am vergangenen Wochenende in Malaysia lange auf Podestkurs gelegen hatte. Wenige Runden vor dem Ende musste er seinen Mercedes wegen eines Motorschadens aber auf Platz drei vorzeitig abstellen. Das brachte Nutzer auf Gedanken.

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Wolff: "Ich bin Satan, habe ich gehört."
"Glauben Sie, ich habe einen Knopf, auf dem steht: George, Motorschaden, jetzt?", wollte Wolff rhetorisch wissen. "Wir hatten immer die Einstellung, jeden mit dem gleichen Material auszurüsten." Für Mercedes gehe es schließlich auch darum, die Konstrukteurs-WM zu gewinnen. Und: "Die Leute können denken, was sie wollen, aber die Integrität in dieser Hinsicht ist mir wichtig. Und die Fahrer wissen das."
"Heutzutage geht Social Media aber in diese Richtung. Die Leute verstecken sich hinter ihren Bildschirmen und ziehen dann vom Leder. Da ist eine Menge Polarisierung", kritisierte Wolff. Er habe "null Verständnis und Respekt für Leute, die mit so was kommen." Daher legt er solchen Verschwörungstheoretikern nach: "Die sollen lieber Teletubbies oder Micky Maus als Formel 1 gucken."
Insgesamt jedoch sieht Wolff die Sache gelassen: "Ich finde das urkomisch. Diese Leute sorgen wirklich für meine Unterhaltung, wenn sie das Team oder mich beschimpfen." Augenzwinkernd konstatierte er: "Ich bin Satan, habe ich gehört."
