"Juwelier" als Marko-Nachfolger

Red Bull schnappt Mercedes den Antonelli-Entdecker weg

Frederic-Vasseur-FRA-Scuderia-Ferrari-Gwen-Lagrue-FRA-Mercedes-AMG-Petronas-F1-Team-Laurent-Mekies-FRA-Visa-Cash-App-RB-Formula-One-Team-F1-Grand-Prix-of-Austria-at-Red-Bull-Ring-on-June-27-2024-in-Spielberg-Austria
Gwen Lagrue (M.) wechselt von Mercedes zu Red Bull, wo er künftig unter Teamchef Laurent Mekies (r.) arbeitet. (Foto: IMAGO/HochZwei)
00:00 / 02:02
27.07.2026 | 16:32 Uhr
Kimi Antonelli schafft es 2025 als Vorzeigefahrer der Mercedes-Akademie in die Formel 1, ein Jahr später führt er die WM souverän an. Der Entdecker des Italieners verlässt die Silberpfeile nun, um bei der Konkurrenz die Position einer Legende einzunehmen.

Mercedes verliert den Entdecker von Formel-1-Wunderkind Kimi Antonelli. Der Rennstall verabschiedet den Franzosen Gwen Lagrue. Der Talentesucher wird ab kommender Saison für Konkurrent Red Bull arbeiten. Dort wird Lagrue im Grunde Nachfolger des legendären Helmut Marko. Der Österreicher hat spätere Weltmeister wie Sebastian Vettel und Max Verstappen gefördert. Ende vergangenen Jahres hatte sich Marko nach mehr als 20 Jahren als Chefberater und Leiter des Nachwuchsprogramms bei Red Bull zurückgezogen.

"Danke, Gwen. Es war eine großartige Zeit mit dir", schrieb Mercedes einen Tag nach dem Grand Prix von Ungarn, der die Sommerpause in der Formel 1 markiert. "Berufliche Beziehungen mögen zu Ende gehen, aber wir werden immer Freunde bleiben, die dieselbe Einstellung teilen."

Video poster
0:51

ER wird Antonelli das Leben noch schwer machen

Formel-1-Nachwuchs hat "hohen Stellenwert"

Lagrue arbeitete elf Jahre für Mercedes. Das Team beschrieb ihn als "Juwelier", der Rohdiamanten schleift. Lagrue leitete das Nachwuchsprogramm der Silberpfeile. Zu den jungen Fahrern, die er mitentdeckt hat, zählen der 19-jährige WM-Spitzenreiter Antonelli und dessen Teamkollege und Titelrivale George Russell. Zudem förderte er mit Mercedes früh Alex Albon (heute bei Williams) oder auch Esteban Ocon (Haas).

"Gwen gehört zu den allerbesten Talententwicklern in der Formel 1. Ich weiß aus eigener Erfahrung, mit wie viel Fachwissen, Führungsstärke und Leidenschaft er sich für die Förderung junger Fahrer einsetzt", sagte Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies. "Das Nachwuchsprogramm habe bei Red Bull einen hohen Stellenwert. Gwen bald in der Führungsposition zu haben, zeigt, dass wir auch weiterhin die kommende F1-Generation ausbilden wollen."

Verwendete Quellen: ntv.de, mar/dpa