Das 7:1 (3:1) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zum WM-Auftakt gegen Curacao wurde auch in Brasilien aufmerksam registriert - und zwar in doppelter Hinsicht. Zum einen wurden im Land des Rekordweltmeisters schmerzhafte Erinnerungen an das 1:7 gegen Deutschland bei der Heim-WM 2014 wach. Zum anderen wurde Brasilien in der "ewigen" WM-Tore-Liste von der DFB-Auswahl entthront.
Der viermalige Weltmeister hat jetzt 239-mal bei Endrunden getroffen - einmal mehr als Brasilien, das zum Auftakt der XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada gegen Marokko (1:1) seinen 238. Treffer erzielt hatte. Deutschland hat dafür 113 Spiele und 21 Turnierteilnahmen gebraucht, bei Brasilien waren es 115 Partien und 23 Teilnahmen.
Staunen in Brasilien
"Da sind sie wieder", schrieb "Globoesporte" in Brasilien und kommentierte: "Deutschland erlebt einen Schreckmoment gegen Curacao, legt aber in der zweiten Halbzeit los und wiederholt das historische Ergebnis von 2014." Bei "O Tempo" hieß es: "Deutschland beschert Curacao einen 'Brasilien-Tag'."
Gleich zwei individuelle Rekorde krallte sich derweil Torwart Manuel Neuer: Der Weltmeister von 2014 stand gegen Curacao zum 20. Mal bei einer Weltmeisterschaft auf dem Platz. Damit zog der 40-Jährige mit dem ehemaligen französischen Nationaltorhüter Hugo Lloris gleich, der Neuer 2022 durch den Finaleinzug Frankreichs den Rekord für vier Jahre entrissen hatte. Dazu machte sich Neuer mit 40 Jahren zum ältesten deutschen Nationalspieler. Zuvor hatte diesen Rekord Lothar Matthäus gehalten.
Neuer kommt nun wie Matthäus auf fünf WM-Teilnahmen. Mehr hat kein anderer deutsche Fußballer erreicht. Für seine fünfte WM-Teilnahme erhielt Neuer auch einen Legacy-Aufnäher auf dem Trikot. Dies ist eine Neuerung der FIFA, womit jeder Spieler geehrt wird, der fünf WM-Teilnahmen vorzuweisen hat.




