Hunderte deutsche Fußball-Fans haben sich am New Yorker Times Square gemeinsam auf das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador eingestimmt. Unter dem Motto "alle in weiß" versammelten sich die Anhänger inmitten der zahlreichen überdimensionalen Videoleinwände und feierten am Mittwochabend (Ortszeit) eine kleine Party. "Die Nummer eins der Welt sind wir" oder "Super Deutschland" hallte mehrfach über den berühmten Platz in Manhattan, auch die Nationalhymne wurde intoniert.
Dazu setzten sich die deutschen Anhänger im Zentrum des legendären Broadway gleich zweimal auf den Boden, um dann unter Anleitung der Vorsänger des Fanklubs-Nationalmannschaft eine Humba anzustimmen. Viele Fans schwenkten schwarz-rot-goldene Fahnen, einige hatten auch Attrappen des WM-Pokals dabei. Auch eine aufblasbare riesige Brezel schwebte inmitten des überschaubaren, aber zumindest dichten Fanknäuels. Auf einer der LED-Wände wurde derweil immer wieder Werbung von Argentiniens Superstar Lionel Messi eingespielt.
Am anderen Ende des Platzes hielt eine kleine ecuadorianische Fankolonie durchaus lautstark dagegen. Im krassen Gegensatz zur deutschen Party auf dem Platz inmitten von Manhattan stand eine Pride-Veranstaltung nur wenige Meter entfernt. Diese übertönte den deutschen Auftritt mitunter, berichtet ein ntv.de-Reporter.
Die New Yorker vor Ort zeigten sich wenig begeistert von dem Gesamtauflauf. Die Veranstaltungen auf dem Times Square sorgten dafür, dass dort kaum mehr ein Durchkommen war.
An den weltweit aufsehenerregenden Auftritt der norwegischen Anhänger kamen die Deutschen bei Weitem nicht heran, große Stimmung kam nicht auf. Tausende Norweger hatten vor ihrem Gastspiel in New York gegen den Senegal den Times Square komplett in rot gehüllt, ihren mittlerweile berühmten Ruder-Jubel gezeigt und auch eine Yoga-Stunde gecrasht.
Das deutsche Team trifft am Donnerstag (22 Uhr/ARD, MagentaTV und im Liveticker auf ntv.de) im Final-Stadion in East Rutherford vor den Toren New Yorks auf das noch sieglose Ecuador. Die Elf von Julian Nagelsmann steht bereits als Gruppensieger fest.

