Julian Nagelsmann und sein Trainerteam bekommen vom DFB eine Abfindung in Millionenhöhe. Das berichtet Sky. Demzufolge kassieren der entlassene beziehungsweise zum Rücktritt bewogene Nagelsmann und dessen Co-Trainer Benjamin Hübner und Benjamin Glück vom Verband insgesamt 6,6 Millionen Euro. Wie hoch der Anteil jedes einzelnen ist, ist jedoch nicht bekannt. Nagelsmann wird als Chefcoach den größten Teil des finanziellen Entschädigungskuchens bekommen.
Nagelsmann und seine beiden Co-Trainer hatten ihre Posten verloren, nachdem die Nationalmannschaft bei der WM 2026 auf ganzer Linie enttäuscht hatte und schon im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ausgeschieden war, 3:4 nach Elfmeterschießen. Unmittelbar nach dem Abpfiff hatte Nagelsmann noch erklärt, weiter für den Job zur Verfügung stehen zu wollen. Dass er den Posten nicht behalten würde, war zu diesem Zeitpunkt aber schon absehbar. Sein "Rücktritt" war letztlich für beide Parteien die elegantere Bezeichnung der Trennung.
"Ich glaube, es gab keine andere Möglichkeit"
Dass das Aus von Nagelsmann alternativlos war, erklärten in den letzten Tagen bereits zahlreiche Experten. Am Freitag sprang auch Christoph Kramer auf den Zug auf. "Ich glaube, es gab keine andere Möglichkeit, als dass Julian Nagelsmann den Weg räumen muss", sagte er am "ZDF"-Mikrofon. "Jeder Neuanfang braucht vor allen Dingen Euphorie. Und ich glaube nicht, dass man diese in dieser Konstellation noch mal hätte hervorrufen können", ergänzte er.
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Für das Entfachen dieser Euphorie soll bald Jürgen Klopp verantwortlich sein. Er verhandelt bereits mit dem DFB über eine Zusammenarbeit. Wann diese bekanntgegeben wird, bleibt abzuwarten. "Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit", sagte Klopp bei MagentaTV. Auf die Frage, was zu einer Unterschrift noch fehle, antwortete Klopp mit einem Wort: "Zeit".
Zunächst müsse er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull die Vertragsangelegenheiten klären. Aber auch mit dem DFB rechnet der 59-Jährige mit grundlegenden Verhandlungen. "Es werden intensive Gespräche sein, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen", sagte Klopp.

