Vor zwei Monaten, kurz vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft, verkündete der Weltverband FIFA eine kleine Karten-Revolution: Beim Turnier in den USA, Mexiko und Kanada werden erstmals schon nach der Vorrunde die Gelben Karten gestrichen - solange sie nicht zu einer Sperre geführt haben. Gesperrt sind Spieler nach der zweiten Gelben Karte.
Einer von bislang nur zwei Spielern, die ihrem Team im ersten K.o.-Spiel fehlen, ist Diego Gomez. Der Premier-League-Profi aus Brighton wird Paraguay im Sechzehntelfinale gegen die deutsche Mannschaft nicht helfen können. Gomez sah im letzten Vorrundenspiel (0:0 gegen Australien) in der 77. Minute seine zweite Gelbe Karte des Turniers.
Bereits in der Vergangenheit waren Gelbe Karten gestrichen worden, allerdings erst nach dem Viertelfinale. Damit wurde verhindert, dass sich ein Fall wie bei Michael Ballack wiederholt. Der einstige deutsche Nationalmannschaftskapitän war bei der WM 2002 im Finale gegen Brasilien ausgefallen, nachdem er im Halbfinale gegen Südkorea verwarnt worden war. Damit war bereits ausgeschlossen worden, dass Spieler im Finale gelbgesperrt fehlen.
Keine Gelbsperre im Finale
Sperren werden jedoch nicht angetastet: Wer im dritten Vorrundenspiel seine zweite Gelbe Karte kassiert, wird das Sechzehntelfinale gesperrt verpassen. Spieler, die im Achtel- und Viertelfinale verwarnt werden, sind für das Halbfinale gesperrt. Das Endspiel kann man jedoch in keiner Konstellation gelbgesperrt verpassen.
Paraguays Miguel Almiron, der beim Sieg über die Türkei (1:0) im zweiten Spiel die Rote Karte gesehen hatte, hat seine Sperre abgesessen und wird gegen das DFB-Team auflaufen dürfen. Der Mittelfeldspieler hatte seinen Mund bei einem Disput mit seinem Trikot verdeckt - und war dafür gemäß einer neuen Regel vom Platz geflogen. Bei der deutschen Mannschaft kassierte in der Vorrunde einzig Aleksandar Pavlovic im Spiel gegen Ecuador eine Verwarnung.


