Beim zweiten Spiel des Iran bei der Fußball-WM ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Ordnungspersonal gekommen. Ein Mann versuchte, nach dem 0:0 gegen Belgien in Inglewood auf den Rasen zu gelangen, wie der Weltverband FIFA mitteilte. Wie auf Bildern zu sehen ist, trug er ein Shirt mit einem Aufdruck der iranischen Fahne aus der Zeit vor der Islamischen Revolution, die von der FIFA verboten wurde.
Der Mann wurde von Ordnern abgeführt. Auch auf den Rängen griff das Sicherheitspersonal ein. Die Hintergründe sind nicht bekannt.
Belgiens Rote Teufel beißen sich am Iran die Zähne aus

Vergangene Woche hatte die iranische Justiz mitgeteilt, gegen protestierende Regimekritiker vorgehen zu wollen. Nach Angaben des dem Sicherheitsrat nahestehenden Nachrichtenportals Nour News wurden viele von ihnen bereits identifiziert.
Schon beim ersten WM-Spiel des Iran in dem Stadion nahe Los Angeles hatten sich in der Arena Gegner und Unterstützer Teherans versammelt. Oft fotografiert wurde zudem ein Banner mit der Aufschrift "42.000 #IranMassacre". Die Botschaft wurde als Hinweis auf die gewaltsame Niederschlagung der Proteste in Teheran Anfang des Jahres mit Tausenden Opfern verstanden.
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Während der iranischen Nationalhymne, eigentlich ein Moment der Andacht bei Fußballspielen, waren laute Pfiffe zu hören. Auch beim ersten Spiel waren bereits Banner durch das Ordnerpersonal in der Arena von Los Angeles einkassiert worden.
Irans Teilnahme bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada ist wegen des Kriegs mit den USA und Israel in den vergangenen Monaten ein Politikum. Für die iranische Nationalmannschaft gelten strengere Restriktionen unter anderem bei der Ein- und Abreise. Das Teamquartier hatte der iranische Verband nach Mexiko verlegt.
