"Am Boden zerstört"Oranje-Star Xavi Simons stellt nach "grausamem" WM-Aus die Sinnfrage

Im Abstiegskampf der englischen Premier League mit Tottenham Hotspur muss der frühere Bundesliga-Profi Xavi Simons ans Limit gehen. Beim wichtigen 1:0 der Spurs gegen Wolverhampton bezahlt er dafür mit seinem WM-Traum.
Xavi Simons wird der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und Mexiko fehlen. Der Offensivspieler verletzte sich beim Premier-League-Spiel mit Tottenham Hotspur gegen die Wolverhampton Wanderers (1:0) am Wochenende schwer am Knie und fällt für den Rest der Saison aus.
"Sie sagen, das Leben kann grausam sein, und heute fühlt es sich so an", schrieb der 23-Jährige auf Instagram. "Meine Saison ist abrupt zu Ende gegangen und ich versuche gerade, das alles zu verarbeiten. Ehrlich gesagt bin ich am Boden zerstört. Nichts davon ergibt einen Sinn. Alles, was ich wollte, war, für mein Team zu kämpfen."
Diese Möglichkeit sei ihm genommen worden, "zusammen mit der Weltmeisterschaft". Der Traum, sein Land in den USA, Mexiko und Kanada zu vertreten, sei "nun vorbei", klagte Simons. Wie für Oranje ist sein Ausfall auch für Tottenham ein herber Rückschlag: Vier Spieltage vor Saisonende liegen die Spurs zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer.
Simons blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen
Simons hatte sich bei dem eminent wichtigen Sieg der Spurs gegen Wolverhampton am Samstag verletzt, blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen und wurde auf einer Trage vom Feld gebracht. Laut Medienberichten hat sich der Niederländer das Kreuzband gerissen. "Ich werde diesen Weg nun gehen, geleitet vom Glauben, mit Kraft, mit Durchhaltevermögen und mit Zuversicht, während ich die Tage zähle, bis ich wieder auf dem Platz stehen kann", gab sich der Mittelfeldspieler kämpferisch.
Simons hat für die Elftal bisher 34 Länderspiele bestritten, in denen er sechs Tore erzielte. Bondscoach Ronald Koeman hatte fest mit dem früheren Spieler von RB Leipzig geplant. Oranje trifft in der Vorrunde in Gruppe F auf Japan, Schweden und Tunesien.