Was wird aus Völler?

Per Mertesacker erklärt sich bereit für DFB-Posten

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Christoph Kramer (l.) und Per Mertesacker sind ein beliebtes Experten-Duo im ZDF. (Foto: IMAGO/Ulrich Hufnagel)
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04.07.2026 | 13:19 Uhr
Das frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft wirkt weiter nach. Ein Ex-Weltmeister könnte sich einen Job im deutschen Fußball vorstellen.

Per Mertesacker ist bereit, einen Job beim Deutschen Fußball-Bund zu übernehmen. Inmitten der Diskussionen um eine Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuen Bundestrainer und dem angekündigten Abschied von DFB-Sportgeschäftsführer Andreas Rettig würde der Weltmeister von 2014 Verantwortung übernehmen. "Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist - dafür stehe ich natürlich zur Verfügung", sagte der 41-Jährige als TV-Experte im ZDF.

Der frühere Innenverteidiger leitete bis zu diesem Sommer die Nachwuchsakademie seines letzten Vereins FC Arsenal und hat damit große Erfahrung in der Talentausbildung und -förderung. Mertesacker stellte aber auch klar, dass es kein schnelles Engagement beim DFB geben wird. Er wolle erstmal seine Arbeit als Experte beim ZDF während der Fußball-Weltmeisterschaft zu Ende bringen und dann in den Urlaub gehen. "Was ich natürlich auch machen wollte nach 15 Jahren beim FC Arsenal, acht Jahren in der dortigen Akademie: "Die Zeit zu reflektieren, was ich da alles erlebt habe", betonte der 104-malige Nationalspieler.

Umdenken auch in Nachwuchsausbildung

Nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale und dem Rücktritt von Bundestrainer Julian Nagelsmann steht der DFB vor einem Umbruch. Im Zuge der angekündigten Gespräche mit Klopp hatte Rettig angekündigt, sein Amt als Sportgeschäftsführer zum Jahresende abzugeben. Offen ist weiter, ob Rudi Völler Sportdirektor bleibt.

Die Ex-Weltmeister Lothar Matthäus und Bastian Schweinsteiger sowie Torwart-Legende Oliver Kahn hatten überdies ein Umdenken im DFB bei der Nachwuchsausbildung gefordert. "Wir müssen wieder zu gewissen alten Tugenden zurückkommen, und die fangen im Nachwuchs an", hatte Matthäus gesagt. Ähnlich äußerte sich ARD-Experte Schweinsteiger: "Und wir haben unsere eigenen Stärken - wahrscheinlich wollen das ein paar Leute nicht hören - unsere Tugenden, für die wir respektiert worden sind im Ausland, aufgegeben oder haben wir vernachlässigt." Explizit nannte der 41-Jährige "Robustheit, Identität, Kampf".

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/dpa