Mal kurz knipsen gehen

Thomas Müllers kurioser Blitz-Abschied von der WM

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Thomas Müller kam, sah, traf - und musste wieder raus. (Foto: IMAGO/Imagn Images)
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09.07.2026 | 19:44 Uhr
Thomas Müller ist eigentlich voll im WM-Stress: Die deutsche Fußball-Legende ordnet als Experte das Geschehen ein und fiebert bei den Spielen voll mit. Doch den freien Tag nutzt er für einen Ausflug in eigener Sache. Und das erfolgreich.

Einwechslung, Tor, Auswechslung: Ex-Nationalspieler Thomas Müller hat im Pokal-Viertelfinale der Canadian Championship beim 4:1-Erfolg seiner Vancouver Whitecaps gegen Cavalry FC zum zwischenzeitlichen 2:1 getroffen. Für den 36-Jährigen war das Spiel im kleinen, mit rund 5000 Fans ausverkauften Swangard Stadium schnell wieder beendet: Der 13-malige deutsche Meister wurde in der 46. Minute ein- und in der 72. wieder ausgewechselt.

Der Auftritt des Weltmeisters geriet allerdings nicht freiwillig so kurz: "Er hat einen Schlag am Oberschenkel bekommen, so etwas wie ein Pferdekuss. Das störte ihn und hat sich immer mehr verkrampft", klärte Whitecaps-Trainer Jesper Sörensen nach dem Spiel auf. "Daher sagte er, es wäre gut, wenn wir ihn rausnehmen könnten, falls das möglich sei. Wir wollten mit ihm jetzt einfach nichts Dummes machen."

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Mit dem Sieg steht der Titelverteidiger mit einem Bein im Halbfinale, das Rückspiel findet am Montag statt. Der Pokalgewinn in der vergangenen Saison war Müllers erster Titel mit Vancouver. Im Finale hatten die Whitecaps den Stadtrivalen Vancouver FC mit 4:2 bezwungen, der Routinier traf damals zum 2:0 und steuerte eine Vorlage zum Sieg bei.

"Es juckt extrem"

Für Müller, der frisch ins All-Star-Team der MLS berufen wurde, kam es gerade gelegen, dass das Spiel in Vancouver ausgetragen wurde. Beim WM-Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien, das am Dienstag ebenfalls in Vancouver stattfand, hatten Müller und Jürgen Klopp noch wie gewohnt an der Seitenlinie gescherzt - eine lange Anreise blieb dem Weltmeister von 2014 somit erspart.

Nach dem Rückspiel in Calgary in der Nacht zu Dienstag (3.30 Uhr MESZ) geht es in der MLS auswärts zu Chicago Fire, dem neuen Klub von Müllers ehemaligen Bayern-Kollegen Robert Lewandowski. Zuvor war die Liga für die laufende WM unterbrochen worden.

Müller ist jetzt aber schon wieder heiß: "Ich hab's schon am Spielfeldrand wieder deutlich gespürt: Es juckt extrem, selbst wieder auf dem Rasen zu stehen", hatte der Routinier vor wenigen Tagen gesagt. "Ich will wieder Gas geben. Mein Körper fühlt sich gut an." Vizemeister Vancouver geht als Tabellenführer im Westen in die zweite Saisonhälfte.

Müller begleitet die WM von Beginn als Experte, verpasste deswegen Teile der Vorbereitung auf den Saisonendspurt. Zuletzt hatte er aber bei diversen Magenta-Übertragungen gefehlt, weil er trainieren musste. Zuweilen ließ er sich aber vom Trainingsplatz zuschalten, um das Geschehen zu kommentieren. Fürs Finale ist Müller aber wieder für seinen TV-Job vor Ort eingeplant.

Verwendete Quellen: ntv.de, ter/sid