Das WM-Finale bringt auch auf den Rängen kleinere Überraschungen: US-Präsident Donald Trump steht politisch seit Monaten im Dauerclinch mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sanchez, doch am Rande des Endspiels begrüßen sich die beiden mit einem Lächeln im Gesicht per Händedruck.
In den vergangenen Monaten hatte Trump immer wieder gegen Spanien und seinen Ministerpräsidenten geschossen. "Spanien ist ein verlorener Fall, ein schrecklicher Partner in der Nato", schimpfte er zuletzt rund um den Nato-Gipfel in Ankara. "Sie beteiligen sich nicht, sie zahlen nicht. Ich will nichts mit Spanien zu tun haben", blaffte er und versuchte das Land lächerlich zu machen. "Mal sehen, wie feindselig sie noch sind, wenn sie kommen und sagen: 'Bitte, bitte, wir wollen mit Ihnen Handel treiben, Sir'", so Trump.

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Der US-Präsident kündigte sogar einen Abbruch der Handelsbeziehungen an, weil das Land das Nato-Ziel von fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben ablehnt und den USA Stützpunkte im Iran-Krieg verweigert hat. Die Umsetzung der Drohungen ist bisher nicht erfolgt.
Während sie sich politisch mitunter an die Gurgel gehen, hatte Sanchez aber auch lobende Worte für Trump in Ankara parat. Sánchez berichtete von dem Gipfel, er habe vor dem Gruppenfoto mit dem US-Staatschef freundlich über Fußball und die Weltmeisterschaft geplaudert. Es habe keinerlei Spannungen gegeben. "Im Gegenteil, es gab nur freundliche Worte und Höflichkeit", sagte der Spanier.
Der politisch Trump deutlich nahestehendere argentinische Präsident Javier Milei ist derweil nicht nach New York gereist. Aus Aberglaube. Er werde "unter keinen Umständen" mit seinem Glücksritual brechen, die WM-Spiele vom Präsidentensitz aus zu verfolgen, sagte Milei. So bleibt Trump nur sein Dauerrivale.
