Die Handgeste eines Videoschiedsrichters sorgt bei der Fußball-WM für Aufsehen. Während der Übertragung des Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) war der australische Unparteiische Shaun Evans im Video-Raum gezeigt worden. In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. In sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für "White Power" verwendet wird.
Der Weltverband FIFA sagte nach Angaben von "The Athletic", den Vorfall zur Kenntnis genommen zu haben, äußerte sich jedoch bislang nicht weiter dazu. Auch vom Schiedsrichter selbst gab es keine Stellungnahme.

Die Geste mit der Hand ist nicht eindeutig. Sie wird in vielen Ländern auch als "Okay"-Zeichen verwendet, dasselbe bedeutet die Geste beim Tauchen. Vor allem bei jüngeren Menschen ist auch ein Spiel rund um die Geste bekannt: Formt einer das Handzeichen und schaut dann ein anderer in den geformten Kreis hinein, darf der Zeichengeber ihm spielerisch einen Schlag verpassen.
Gleichzeitig wird das Symbol aber auch seit einigen Jahren von rechtsextremen Gruppen genutzt. Dort gilt es als Zeichen für die angebliche Überlegenheit weißer Menschen. Das Antidiskriminierungsnetzwerk Fare kritisierte den Vorfall und forderte Konsequenzen.
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Das Spiel war indes deutlich weniger aufregend. Die Auswahl von Julian Nagelsmann ließ sich selbst durch den vorübergehenden Ausgleich nicht beirren. Die Dortmunder Felix Nmecha (6.) und Nico Schlotterbeck (38.), Neuner Kai Havertz (45.+5, Foulelfmeter/88.), der endlich wieder magische Zauberfuß Jamal Musiala (46.), Nathaniel Brown (68.) und Joker Deniz Undav (78.) sorgten für den zehnten Sieg in Folge. Es war der zweithöchste der DFB-Elf bei einer WM nach dem 8:0 gegen Saudi-Arabien 2002. Livano Comenencia (21.) traf für den kleinsten Teilnehmer der WM-Geschichte zum zwischenzeitlichen 1:1.



