Bayern-Trainer Vincent Kompany hat sich im Vorfeld des Franz Beckenbauer Supercup (Samstag, 20.30 Uhr live bei Sat.1 und Sky) erstmals zur Situation von Jamal Musiala geäußert. Den Ausfall des Nationalspielers im Spiel gegen den BVB bestätigte er auf der Pressekonferenz.
Kompany sagte zum weiteren Vorgehen mit Musiala, dass für ihn selbst in dieser Woche die volle Konzentration auf den BVB lag. "Wir haben unseren Ablauf, wir wissen, wie wir damit umgehen. Wir werden die kommende noch individuell trainieren. Er hat an seiner Behandlung etwas verändert, deshalb gab es ein paar Nebenwirkungen. Jetzt wollen wir das zurück haben, wie wir es vorher hatten, als keiner was wusste." Später bestätigte Kompany dann auch, dass Musiala gegen den BVB nicht im Kader stehen wird.

Hoeneß wusste um Musiala - und war trotzdem geschockt
Sportvorstand Max Eberl ergänzte: "Wir als Familie beim FC Bayern stehen zusammen. Wir wissen schon lange darüber Bescheid. Wir wissen das schon die ganze letzte Saison." Und auch er stellte klar: "Wir wollen Jamal wieder dahin bringen, dass er seine Leistung bringen kann." Auf etwaige Nachfragen sagte er: "Es geht darum, dass wir seine Meditation wieder dahin bringen, wie es schon mal war und er dann lange Anfall-frei war." Ein Restrisiko auf einen weiteren Anfall sei dann zwar noch vorhanden, aber nur noch "minimal".
"Seit langer Zeit vorbereitet auf diesen Moment"
Kompany wurde zudem gefragt, wie er denn als Trainer mit der gesamten Situation umgeht. "Vielleicht nicht so, wie man das glaubt. Es ist für die Öffentlichkeit das erste Mal, dass diese Information rauskommt, deshalb stellt man viele Fragen. Wir gehen damit schon länger um, für uns ist dieser Schockmoment schon länger her." Und: "Wir haben alle Entscheidungen mit den allerbesten Informationen und mit Experten getroffen. Wir sind seit langer Zeit vorbereitet auf diesen Moment." Neben Musiala werden auch Serge Gnabry und Lennart in Dortmund nicht mit dabei sein.
