Konsequenzen noch offen

St.-Pauli-Fans veröffentlichen Übergriffe in eigenen Reihen

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Fans des FC St. Pauli (Archivbild). (Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH)
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29.08.2026 | 08:12 Uhr
"Unterschiedlich gelagerte Fälle sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt": Die Vorwürfe gegen einige Fußball-Fans des FC St. Pauli sind massiv. Veröffentlicht hat sie die eigene Gruppierung.

Die Fangruppe "Ultràs Sankt Pauli" hat Übergriffe in den eigenen Reihen öffentlich gemacht und mehrere Fans des Fußball-Zweitligisten lebenslang aus der eigenen Vereinigung ausgeschlossen. In der Mitteilung der Ultras ist die Rede von "unterschiedlich gelagerten Fällen sexualisierter, physischer und psychischer Gewalt" sowie von "Machtmissbrauch".

Die "Ultràs Sankt Pauli" sind nach eigener Beschreibung die einflussreichste und größte Gruppe in der aktiven Fanszene des FC St. Pauli. Von den massiven Vorwürfen habe man während der Sommerpause erfahren. "Obwohl wir diese Personen teils über viele Jahre hinweg gekannt und mit ihnen unzählige gemeinsame Stunden verbracht haben, konnten wir nicht verhindern, dass sie zu Tätern werden", heißt es in der umfangreichen Erklärung.

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Ultras: Fan-Umfeld "begünstigt übergriffiges Verhalten"

Welche strafrechtlichen Konsequenzen die Fälle möglicherweise haben und wie der Verein darauf reagiert, ist noch nicht bekannt. Die St.-Pauli-Ultras räumten jedoch offen ein: "Uns ist bewusst, dass wir als Ultràgruppe in einem Umfeld agieren, das strukturell auf der einen Seite übergriffiges Verhalten begünstigt und auf der anderen Seite dessen Aufarbeitung sowie Aufklärung erschwert."

Konkret heißt es über die Fan-Strukturen: "Leistungsgedanke und Loyalität, aber auch Machtunterschiede und ein kritikwürdiges Männlichkeitsverständnis spielen in dieser Subkultur eine zentrale Rolle - auch in einer progressiven und linken Ultràgruppe wie unserer." Die interne Analyse der Fälle habe gezeigt, "dass wir hier strukturelle Defizite und blinde Flecken haben, wodurch Schaden verursacht und Vertrauen verletzt wurde".

Verwendete Quellen: ntv.de, mbl/dpa