Fußball

Bayer trifft wieder vierfach Auch Jahrhundert-Tor nutzt Gladbach nichts

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Leon Bailey stellte die Weichen auf für Bayer Leverkusen mit seinem 3:2 auf Sieg.

(Foto: imago images/Uwe Kraft)

Im Duell zweier unter der Woche auf internationalem Parkett erfolgreicher Teams, führt Borussia Mönchengladbach zweimal, leistet sich aber mehrere schwer erklärbare Fehler. Bayer Leverkusen nutzt das aus - und bleibt oben dran. Ein Gladbacher sichert sich aber vorzeitig das "Tor des Jahres".

Lucas Alario trifft und trifft: Angeführt von seinem "Doppelpack-Experten" hat Bayer Leverkusen eine furiose Woche mit einem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach veredelt. Die Werkself gewann den wilden West-Schlager verdient mit 4:3 (2:2) und festigte durch den dritten Sieg in sieben Tagen den wichtigen vierten Platz.

Der überragende Alario (27./41.) erzielte seinen dritten Doppelpack in Folge. Leon Bailey (68.) traf nach der Pause, Julian Baumgartlinger (82.) setzte den Schlusspunkt. Der einstige Edelreservist Alario steht nun bei neun Toren aus zehn Pflichtspielen und macht den Verlust von Kai Havertz und Kevin Volland immer mehr vergessen. Die Borussia war durch Kapitän Lars Stindl per Foulelfmeter (18.) und nach Videobeweis (29.) zweimal in Führung gegangen, Valentino Lazaro (90.+4) verkürzte mit einem spektakulären Hakentreffer.

Zwei Teams, die "in Form sind", hatte Gladbachs Trainer Marco Rose vor Anstoß angekündigt. Den Beweis trat zunächst vor allem Leverkusen an. Obwohl die Borussia nach dem furiosen 6:0 bei Schachtjor Donezk zwei Tage mehr zur Erholung hatte, wirkten die Gastgeber frischer. Besonders der laufstarke Leon Bailey war kaum zu bändigen und hatte zweimal (2./13.) die Führung auf dem Fuß. Gladbach deutete einzig bei Kontern seine Gefährlichkeit an - und der erste gefährliche Angriff führte prompt zur Führung. Bayer-Schlussmann Lukas Hradecky kam im Strafraum gegen Breel Embolo zu spät, Schiedsrichter Harm Osmers entschied sofort auf Elfmeter. Stindl ließ sich die Chance nicht nehmen.

Die Führung brachte der Borussia aber keine Sicherheit, ganz im Gegenteil. Leverkusen durfte teilweise bis zum Strafraum kombinieren, der Ausgleich durch Alarios Schlenzer aus 14 Metern war hochverdient. Und Gladbach? Konterte einfach weiter und stellte durch Stindl den alten Abstand wieder her. Weil beim finalen Pass die entscheidende Berührung von Florian Wirtz ausging, nahm Osmers seinen Abseitspfiff zurück.

Bis zur Pause ging es munter weiter: Eine Kracher von Gladbachs Rami Bensebaini landete an der Latte (34.), auf der Gegenseite durfte Alario nach einer gefühlvollen Flanke von Wirtz zum erneuten Ausgleich einköpfen. Schon gegen Augsburg und in Freiburg hatte der Südamerikaner jeweils einen Doppelpack geschnürt. Auch in der zweiten Halbzeit begann Leverkusen druckvoller und musste einzig bei Gladbachs Gegenstößen auf der Hut sein. Beiden Teams waren nun die kräftezehrenden englischen Wochen anzumerken. Stindl (67.) hatte die Chance zu seinem dritten Treffer, doch stattdessen spitzelte Bailey auf der Gegenseite den Ball aus spitzem Winkel ins Tor.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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