Fußball

Einspruch in Regionalliga läuft BVB stoppt Essens Profifußball-Rückkehr

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Dortmunder Jubel.

(Foto: imago images/Thomas Bielefeld)

Der letzte Spieltag der Regionalliga West ist ein Krimi. Nach 45 Minuten scheint Rot-Weiß Essen auf dem Weg zurück in den Profifußball, nach 90 Minuten aber jubelt die U23 von Borussia Dortmund. Für Ärger sorgt ein Video aus Reihen des BVB - und ein Einspruch gegen die Abschlusstabelle läuft.

Die U23 von Borussia Dortmund hat die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga West zumindest aus sportlicher Sicht perfekt gemacht, kann aber noch nicht den Aufstieg in die 3. Liga und damit den Profifußball feiern. Nach dem 2:1 (0:1) beim Wuppertaler SV schloss die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen die Saison als Tabellenführer ab. Mit drei Punkten Rückstand folgt Traditionsklub Rot-Weiss Essen, der sein letztes Saisonspiel mit 2:0 (2:0) beim FC Wegberg-Beeck gewann. Weil aber Einsprüche von Titelrivale RWE gegen Wertungen von BVB-Nachholspielen vorliegen, muss die Reserve des Fußball-Bundesligisten aus Dortmund erst die für die kommende Woche erwartete Entscheidung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) abwarten.

Nach dem Spiel kam es zu weiteren Unstimmigkeiten zwischen den Aufstiegs-Rivalen. Weil die Dortmunder laut einem Instagram-Video eines Spielers beim Jubel die RWE-Hymne abspielten, zeigte sich Essens Sportdirektor Jörn Nowak verärgert. "Es wird immer davon gesprochen, dass man ein fairer Verlierer sein soll. Ich finde es viel wichtiger, ein fairer Sieger zu sein", sagte Nowak zu "Reviersport.de": "Mit unserer Vereinshymne in der Kabine den Aufstieg zu feiern, ist an Überheblichkeit nicht zu überbieten."

Zudem ärgerte sich Nowak über eine Aussage von Dortmunds Nachwuchschef Lars Ricken, wonach der BVB ohne Profis aufgestiegen sei. Er habe Respekt vor der Dortmunder Leistung, "wenn ich aber lese, dass die Dortmunder ohne Profis ausgekommen sind, gehe ich kaputt", sagte er: "Ich lade Herrn Ricken gern zum Kaffee ein, um mit ihm mal den Begriff des "Profis" zu erörtern. Ich interessiere mich sehr dafür, welchen Ausbildungen, Studiengängen und Hauptjobs die Dortmunder nachgehen, obwohl sie vormittags trainieren können. Vielleicht können wir für die Zukunft noch etwas von diesem Modell lernen."

Essen zweifelt an Darstellung des BVB

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Essens Sieg zum Saisonabschluss reicht wohl nicht.

(Foto: imago images/Markus Endberg)

Das Ganze hatte sich schon im Vorfeld hochgeschaukelt. Die Dortmunder waren Anfang Mai wegen Corona-Fällen in Quarantäne gegangen. Deshalb standen angeblich nicht mehr als 16 Spieler zur Verfügung. Offenbar bezweifelt man in Essen diese Darstellung. Deshalb liegen Einsprüche gegen die Wertungen der BVB-Partien in Straelen (3:1) und Rödinghausen (0:0) vor. Darüber hinaus soll auch der Tabellenletzte SV Bergisch Gladbach nach dem 1:3 am vergangenen Dienstag gegen die Dortmunder einen entsprechenden Einspruch eingelegt haben. Nähere Details wollte der WDFV nicht bestätigen.

Allerdings wurde der Showdown für den BVB auch unabhängig vom Erfolgs des Einspruchs zur Zitterpartie. Denn nach dem Treffer des Wuppertalers Kevin Hagemann (34.) lag der BVB 0:1 hinten - und nur noch auf Rang zwei. Erst der Ausgleichstreffer von Steffen Tigges (47.) und das späte Tor von Ansgar Knauff (89.) ebneten den Weg zum hart erkämpften Sieg.

Weniger Mühe hatte der DFB-Pokal-Viertelfinalist aus Essen. RWE stellte den Erfolg durch zwei frühe Tore von Daniel Heber (1.) und Regionalliga-West-Torschützenkönig Simon Engelmann (11.) sicher und zog in der Live-Tabelle zwischenzeitlich vorbei. Doch am Ende reichte das nicht, um den BVB noch von Platz eins zu verdrängen.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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