Fußball

Und Nouri weiß von nichts? Bruno Labbadia soll nun die Hertha retten

imago40296335h.jpg

Bruno Labbadia soll der neue starke Mann bei der Hertha werden.

(Foto: imago images / Pressefoto Baumann)

Fußball-Bundesligist Hertha BSC lässt die unliebsame Klinsmann-Ära offenbar endgültig hinter sich. Alexander Nouri, Co-Trainer unter Jürgen Klinsmann und als Interim sein Nachfolger, wird abgelöst, wie mehrere Medien berichten.

Bruno Labbadia soll vor einem überraschenden Engagement bei Hertha BSC stehen und in Berlin Cheftrainer Alexander Nouri noch vor dem Ende dieser Saison ablösen. Das berichten die "Bild"-Zeitung und der "Kicker". Demnach sei eine Unterschrift des 54-Jährigen nur noch eine Frage der Zeit und er könnte bereits in den nächsten Tagen das Training beim Hauptstadtklub leiten. Derzeit ruht der Spielbetrieb in der Bundesliga wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst bis zum 30. April. Wann es weitergeht, ist noch völlig offen.

Wie der "Kicker" berichtet, soll Labbadia bei der weiterhin abstiegsbedrohten Hertha einen Zweijahresvertrag bis 2022 unterschreiben und seinen langjährigen Vertrauten Eddy Sözer als Co-Trainer mitbringen. Der ehemalige Stürmer Labbadia arbeitete in der Bundesliga zuvor für Bayer Leverkusen, den Hamburger SV, den VfB Stuttgart und zuletzt bis zum Sommer des vergangenen Jahres für den VfL Wolfsburg.

Labbadia wäre bei Hertha bereits der vierte Trainer in der laufenden Spielzeit. Die Berliner waren mit dem glücklosen Ante Covic in die Saison gestartet, der 44-Jährige musste jedoch bereits Ende November gehen und wurde vom früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann abgelöst. Zwar verbesserte sich die Situation unter dem Weltmeister von 1990 für eine kurze Zeit, doch Klinsmann spürte nicht genug Rückendeckung und warf nach knapp drei Monaten spektakulär hin. Sein Auftritt löste vor allem viel Trubel und am Ende auch viel Ärger aus.

Nouris Bilanz überzeugt nicht

Nach Klinsmanns abruptem Rücktritt wurde dessen Assistent Alexander Nouri zum Chefcoach ernannt und sollte eigentlich bis Sommer in der Verantwortung bleiben. Dazu scheint es aber nicht zu reichen. Der frühere Werder-Trainer Nouri konnte seit seiner Beförderung Mitte Februar nur bedingt überzeugen und schaffte es nicht, Hertha entscheidend aus der Abstiegszone zu führen. Mit 28 Punkten aus nun 25 Begegnungen steht der Klub nur auf Platz 13 und hat nur sechs Zähler Vorsprung auf die Abstiegszone - zu wenig für die Ansprüche. Auch Nouris Co-Trainer Markus Feldhoff soll keine Zukunft bei den Berlinern mehr haben.

Laut "Kicker" wusste der 40 Jahre alte Nouri am Mittwochabend noch nicht, dass er abgelöst wird. Obwohl die Mannschaft bereits seit Montag wieder in Kleingruppen trainiert, befand sich Nouri demnach nicht in Berlin, sondern bei seiner Familie in der Nähe von Bremen. Die derzeitigen Einheiten, bei denen der Schwerpunkt vor allem im konditionellen Bereich liegt, leitete Athletiktrainer Henrik Kuchno. Zuvor stand das Team durch die Auswirkungen der Corona-Krise mehr als drei Wochen lang nicht auf dem Trainingsplatz. Wegen eines positiven Coronavirus-Tests bei einem Spieler musste sich die gesamte Mannschaft zuletzt zeitweise für zwei Wochen in eine Quarantäne begeben und konnte nur individuell trainieren.

Quelle: ntv.de, ino/tno/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.