Fußball

Fohlen vor dem Aus in der CL City erteilt Gladbach Dominanz-Lehrstunde

imago1000960997h.jpg

Florian Neuhaus und Borussia Mönchengladbach hatten gegen Manchester City keine Chance.

(Foto: imago images/Moritz Müller)

Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League erteilt Manchester City Borussia Mönchengladbach eine Lektion im Dominanz-Fußball. Die Fohlen machen kein schlechtes Spiel, können aber dem immensen Druck zweimal nicht standhalten. Für ein Weiterkommen muss im Rückspiel ein kleines Wunder her.

Großer Kampf, viel Leidenschaft, aber am Ende keine Chance: Borussia Mönchengladbach steht in der Champions League trotz eines beherzten Auftritts im "Auswärts-Heimspiel" gegen die Überflieger von Manchester City vor dem Aus. Die Mannschaft des scheidenden Trainers Marco Rose verlor das Achtelfinal-Hinspiel in Budapest 0:2 (0:1) und steht am 16. März im Etihad Stadium vor einer kaum lösbaren Aufgabe.

"City war sehr gut im eigenen Ballbesitz. Wir sind sehr viel hinterhergelaufen. Am Ende hat City verdient gewonnen. Über 90 Minuten kannst du nicht alles verteidigen", sagte Nationalspieler Florian Neuhaus bei DAZN. "Wir haben gegen eine herausragende Mannschaft gespielt, wo wir leidenschaftlich verteidigt haben. Wir mussten viel hinterherlaufen und haben verdient verloren", sagte Gladbachs Kapitän Lars Stindl und fügte hinzu: "Wir werden in drei Wochen alles versuchen. Wir haben noch große Ziele vor." Auch Rose befand: "Das war ein absolutes Top-Team, das wir zu bespielen und zu bekämpfen hatten. Wir haben nicht so viel zugelassen. Aber es ist gegen sie unglaublich schwer."

Bernardo Silva (29.) und Gabriel Jesus (65.) sorgten mit ihren Toren für den 19. Pflichtspielsieg der Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola in Serie. Die Borussia warf zwar im ersten Königsklassen-Achtelfinale der Vereinsgeschichte alles in die Waagschale, doch am Ende musste sie bei ihrem größten internationalen Auftritt seit den UEFA-Cup-Endspielen 1980 die Überlegenheit des englischen Ex-Meisters anerkennen. "Es war schwierig, zu attackieren, aber unser hohes Pressing war gut", sagte Guardiola nach dem Spiel. "Nicht gut war, dass wir nicht konsequent genug im letzten Drittel waren. Im Fußball ist alles möglich. Sie haben gezeigt, dass sie ein Tor erzielen können."

"Mutig sein", diese Aufforderung hatte Rose seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben. Doch in der Puskas Arena sahen sich die "Gastgeber" gegen die Passmaschinen um Nationalspieler İlkay Gündoğan von Beginn an in die Defensive gedrängt. Die Gladbacher waren zwar bemüht, dem hohen Pressing der Gäste mit Kombinationen zu entgehen, doch viel Ballbesitz besaß das Rose-Team nicht. City ließ den Ball gewohnt sicher durch die eigenen Reihen laufen, der fünfmalige deutsche Meister hechelte bei den Spielverlagerungen hinterher.

City schockt Gladbachs gute Phase

Die Gladbacher Defensive stand zunächst aber sicher und ließ in der Anfangsphase nur einen Distanzschuss von Phil Foden zu (6.). Torhüter Yann Sommer parierte sicher. Die von Rose erhofften Nadelstiche setzte die Elf vom Niederrhein nur selten. Als sich einmal eine Lücke ergab, war der Pass von Stefan Lainer auf die Sturmspitze Alassane Plea zu unpräzise (19.). Den Rückstand brockte sich die Borussia selbst ein. Nach einem Fehlpass von Christoph Kramer flankte Joao Cancelo unbedrängt, in der Mitte verlor Nico Elvedi seinen Gegenspieler Bernardo Silva aus den Augen. Der Portugiese ließ Sommer mit seinem Kopfball keine Chance.

Rose vertraute in der ungarischen Hauptstadt auf ein 4-3-3-System, mit dem er auch schon bei den Bundesliga-Siegen gegen Bayern München und Borussia Dortmund erfolgreich war. Doch ManCity agierte auch defensiv äußerst konzentriert. Im ersten Durchgang hatten die Gladbacher im gegnerischen Strafraum keinen einzigen Ballkontakt. An der Statik des Spiels änderte sich auch zu Beginn des zweiten Durchgangs nichts. Gladbach setzte der spielerischen Klasse des souveränen Tabellenführers der Premier League viel Einsatz und Leidenschaft entgegen. Hinten ließ die Borussia weiterhin nicht viel zu, nach vorne ging aber wenig.

Ein schlimmer Fehlpass von Ramy Bensebaini hätte fast zum zweiten Gegentreffer geführt, doch Elvedi rettete stark gegen den etwas zögerlichen Gabriel Jesus (53.). Nach einer Stunde wurden die Gladbacher offensiver, Plea gab den ersten Torschuss ab (63.). Rose setzte mit der Einwechslung von Marcus Thuram und Valentino Lazaro ein Zeichen - doch dann schlug City eiskalt zu. Nach einer weiten Flanke legte Bernardo Silva auf Gabriel Jesus ab, der aus kurzer Distanz Sommer überwand.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

ntv.de Dienste
Software
ntv Tipp
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.