Fußball

Mit zehn Neuen gegen Bulgarien DFB-Elf feiert Ende der WM-Quali mit Torfestival

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Gelegenheit zum Jubeln gab's reichlich.

(Foto: REUTERS)

Die WM-Qualifikation ist schon gesichert, am letzten Spieltag geht es für die deutschen Fußballerinnen nach Bulgarien. Zehnfach ändert Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ihre Startelf, die dann keine Mühe mit dem Gegner hat. Schon früh ist die Frage nur noch, wie hoch es am Ende wird.

Mit einem Lächeln im Gesicht klatschte Martina Voss-Tecklenburg nach dem gelungenen Auftritt der deutschen Fußballerinnen zum Abschluss der schon zuvor erfolgreich bestandenen WM-Qualifikation anerkennend Beifall. "Viel zu meckern gibt es heute nicht", sagte die Bundestrainerin nach dem 8:0 (3:0)-Kantersieg der DFB-Auswahl gegen Bulgarien. "Wir haben die Kampagne seriös beendet und fahren zufrieden nach Hause, weil sich niemand verletzt hat."

Bulgarien - Deutschland 0:8 (0:3)

Bulgarien: Schachanska - Nedewa (58. Kefalowa), Janiza Iwanowa, Nora Dimitrowa, Bojtschewa - Petrowa, Iwana Naydenowa (70. Gabrijela Naydenowa), Stankowa (71. Schelewa), Karajiwanowa - Popadinowa (83. Dimitrowa), Dimitra Iwanowa (83. Pawlowa). - Trainerin: Radojska
Deutschland: Schult/Angel City FC (31 Jahre/65 Länderspiele) - Nüsken/Eintracht Frankfurt (21/10), Feldkamp/TSG Hoffenheim (24/14), Kleinherne/Eintracht Frankfurt (22/20) - Däbritz/Olympique Lyon (27/93) - Waßmuth/VfL Wolfsburg (26/21) (72. Anyomi/Eintracht Frankfurt (22/12), Lohmann/Bayern München (22/18) (71. Lattwein/VfL Wolfsburg (22/24), Dallmann/Bayern München (28/53) (46. Dongus/TSG Hoffenheim (28/5), Brand/VfL Wolfsburg (19/24) (71. Huth/VfL Wolfsburg (31/74) - Schüller/Bayern München (24/43) (64. Popp/VfL Wolfsburg (31/121), Freigang/Eintracht Frankfurt (24/16). - Trainerin: Voss-Tecklenburg
Schiedsrichterin: Jelwira Nurmustafina (Kasachstan)
Tore: 0:1 Schüller (35.), 0:2 Freigang (44.), 0:3 Schüller (45.+1), 0:4 Schüller (52.), 0:5 Lohmann (54.), 0:6 Freigang (64.), 0:7 Huth (81., Foulelfmeter), 0:8 Freigang (87.)
Zuschauer: 200 (in Plowdiw)
Gelbe Karten: keine

Lea Schüller (35./45.+1/52. Minute), Laura Freigang (45./64./87.), Sydney Lohmann (54.) und Svenja Huth (81.) per Foulelfmeter erzielten vor fast leeren Rängen in Plowdiw die Tore für den EM-Zweiten, der vor den Herbst-Klassikern gegen Frankreich und Weltmeister USA mit Spielfreude und Tordrang Werbung in eigener Sache betrieb.

Und das, obwohl Martina Voss-Tecklenburg in der bedeutungslosen Partie kräftig rotiert hatte. Einzig Linda Dallmann verblieb in der Startelf nach dem mühsamen 3:0 am vergangenen Samstag in der Türkei, durch das die DFB-Auswahl das Ticket für die WM-Endrunde 2023 in Australien und Neuseeland vorzeitig gelöst hatte.

Holpriger Rasen, destruktiver Gegner

Zwischen den Pfosten des deutschen Tores stand erstmals seit mehr als drei Jahren die langjährige Stammtorhüterin Almuth Schult. "Es ist ein besonderer Moment für sie, auf dem Platz zu stehen und zu zeigen, dass es möglich ist, als Mutter in den Leistungssport zurückzukommen", sagte Voss-Tecklenburg vor dem Anpfiff beim TV-Sender One.

Die 31 Jahre alte Schult ist seit 2020 Mutter von Zwillingen. Bei ihrem Comeback blieb sie nahezu beschäftigungslos, denn auch in völlig veränderter Formation war die DFB-Auswahl klar feldüberlegen. Allerdings fehlte auf dem holprigen Rasen zunächst die nötige Präzision gegen einen destruktiven Gegner.

Die erste Chance nach 20 Minuten ergab sich eher zufällig. Eine Flanke von Jule Brand senkte sich auf die Latte des bulgarischen Tores. Nach einer knappen halben Stunde kam Schüller frei zum Abschluss, zielte jedoch aus vollem Lauf zu hoch. Wenig später brach die "Fußballerin des Jahres" dann den Bann.

Erst Saisonstart im Klub, dann die WM-Auslosung

Das Angriffsspiel lief nun wie am Schnürchen. Nachdem Linda Dallmann zunächst nur das Aluminium getroffen hatte, legten Freigang und erneut Schüller noch vor der Pause nach. Die 24-Jährige vom Vizemeister Bayern München war es auch, die die Torejagd der DFB-Frauen nach dem Wechsel fortsetzte.

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Nach gut einer Stunde musste die Dreifachtorschützin dann angeschlagen vom Feld, für sie kam Kapitänin Alexandra Popp. Trotz der klaren Führung ließ die deutsche Mannschaft bei ihren Angriffsbemühungen bis zum Schluss nicht nach und belohnte sich mit weiteren Treffern.

Auf dem Weg zur nächsten Titeljagd (20. Juli bis 20. August 2023) findet nun am 22. Oktober in Auckland die WM-Auslosung statt. Danach beginnt die Planung der Vorbereitung, in der gegen Topteams getestet werden soll. Gleich am 7. Oktober steht in Dresden die Neuauflage des EM-Halbfinales gegen Frankreich an. Im November ist ein Gastspiel bei den Weltmeisterinnen in den USA geplant. Zunächst steht für die Nationalspielerinnen jedoch der Saisonstart mit den Vereinen im Fokus.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 06. September 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, tsi/dpa

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