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Kane mit Ansage an Real MadridDer FC Bayern platzt vor Selbstvertrauen

19.03.2026, 08:26 Uhr
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Gute Laune bei Goretzka (l.) und Kane. (Foto: REUTERS)

FC Bayern gegen Real Madrid - im Rekordduell der Königsklasse folgt das nächste Kapitel. Der Vorstandschef spricht von einem "epischen" Spiel. Die jüngste Bilanz kann den Münchnern Sorgen machen. Doch Geschichte muss sich nicht wiederholen.

Der FC Bayern gegen Real Madrid. Auf der Jagd nach dem vierten Champions-League-Titel in diesem Jahrtausend ist es das perfekte Viertelfinale für den deutschen Rekordmeister. Der platzt nach zwei klaren Siegen gegen Atalanta Bergamo (6:1 und 4:1) vor Selbstvertrauen und zählt längst zu den großen Favoriten auf den Henkelpott, auf die größte Trophäe im Klubfußball.

Dazu müssen sie nun kurz nach Ostern für das Ende einer unheimlichen Serie sorgen. Seit dem Endspieleinzug im Jahr 2012 schieden die Münchner viermal in K.o.-Runden gegen Real aus. "Dann wird es Zeit nach der Statistik, dass sich das mal ändert", sagte Sportvorstand Max Eberl kämpferisch. "Real Madrid ist halt ein ganz großer Verein. Die wissen, wenn es darauf ankommt, dann sind sie meistens da."

"Diese Nacht war schwer zu verkraften"

Zuletzt gab es ein Aus im Mai 2024 im Halbfinale. Nach einem 2:2 im Halbfinal-Hinspiel zu Hause unterlagen die Münchner im Rückspiel im Bernabéu-Stadion trotz großem Kampf nach zwei späten Gegentreffern sowie einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung vor dem vermeintlichen Ausgleichstreffer kurz vor Schluss mit 1:2.

"Diese Nacht", sagte Harry Kane mit Blick auf das unglückliche Halbfinal-Aus 2024 gegen Real, "war wirklich schwer zu verkraften, wir waren so nah dran am Finale." Doch wie schon in den Halbfinals 2014 und 2018 sowie im Viertelfinale 2017 hieß es auch vor zwei Jahren: Endstation Madrid. Waren einst die Münchner die "Bestia Negra" für Real, ist der Rekordsieger der Champions League längst zum Angstgegner der Bayern geworden.

FC Bayern verbreitet Angst und Schrecken

Das soll sich in dieser Saison ändern. "Es wird ein hartes Spiel", sagte Kane, der im Rückspiel gegen Atalanta mit seinen Toren Nummer 49 und 50 in der Champions League früh die letzten winzigen Zweifel am Weiterkommen zerstreut hatte: "Real hat über die Jahre hinweg bewiesen, wie schwer sie zu bespielen sind." Aber die Bayern sind eine andere Mannschaft als die, die sich 2024 verabschieden musste. Weil Kane angeschlagen war, weil der Schiedsrichter sich von Real Madrid beeindrucken ließ und das Team des FC Bayern insgesamt müde wirkte. "Jetzt sind wir in besserer Verfassung", sagte Kane.

Vorfreude und keine Angst überwogen auch bei Vincent Kompany, der dem FC Bayern in bald zwei Jahren eine neue Identität verschafft hat und der den Rekordmeister erst in Deutschland und nun auch in Europa Angst und Schrecken verbreiten lässt.

"Ein episches Duell"

Dieses Viertelfinale gegen Real Madrid nun sei "fantastisch", sagte Kompany. "Das muss einfach für den Fußball gut sein. Es ist Top-top-top-Level-Fußball jetzt", schwärmte der Glücksgriff des FC Bayern. "Die Geschichte von beiden Vereinen ist einfach dermaßen groß." Eine, die sich in insgesamt 28 Duellen in der Champions League immer wieder schicksalshaft vereinte. Nicht immer so brutal wie in den vergangenen vier K.o.-Duellen. Die Bilanz ist ausgeglichen. Zwölf Siege für Bayern, zwölf Siege für Real.

Doch die Geschichte beider Vereine in den vergangenen Jahren kann auch über die Erfolge in der Champions League erzählt werden. Dort dominiert Real, seit Jahren. Und genau davor warnte Kompany. "Bei Real Madrid ist es immer so: Wenn das Niveau höher wird, werden sie auch besser", sagte der Trainer. Tatsächlich spielen die Königlichen keine berauschende Saison, sie liegen in der Liga vier Punkte hinter Erzrivale FC Barcelona, schieden im Pokal gegen Zweitligist Albacete aus und trennten sich von Coach Xabi Alonso. Doch wenn die Königsklassen-Hymne ertönt, sind Kylian Mbappé, Vinicius Junior und Co. da, wie im Viertelfinale gegen Manchester City (3:0/2:1).

Angesprochen auf einen Favoriten in dem Europapokal-Klassiker mochte sich Kompany nicht festlegen. "Ich habe keine Lust, in einer Pressekonferenz zu entscheiden, wer Favorit ist. Beide Mannschaften haben so viel Qualität", sagte er. Das Ziel sei natürlich der Halbfinaleinzug. "Am Ende möchte ich gerne siegen", sagte Kompany. Der FC Bayern hat alle Voraussetzungen dafür geschaffen, Kompany diesen Wunsch zu erfüllen. "Das ist ein episches Duell", schwärmte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen. Der FC Bayern platzt vor Selbstvertrauen. Das ist unschwer zu erkennen.

Quelle: ntv.de, sue/dpa/sid

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