Fußball

Bayern-Stürmer im Sommer wegEberl bestätigt, was Hoeneß bereits spöttelte

26.04.2026, 11:19 Uhr
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Nicolas Jackson (Mitte) hat beim FC Bayern trotz ordentlicher Bilanz keine Zukunft. (Foto: IMAGO/Beautiful Sports)

Beim Spektakel in Mainz leitet Nicolas Jackson die Aufholjagd des FC Bayern ein. Wenig später plaudert Sportvorstand Max Eberl aus, was Uli Hoeneß schon letzten Sommer wortgewaltig verkündete: Jacksons Zeit beim FC Bayern ist bald vorbei.

Nicolas Jackson muss im Sommer zurück nach England: Der FC Bayern wird den vom FC Chelsea ausgeliehenen Stürmer nach Saisonende nicht fest verpflichten. Eine mit den Blues vereinbarte Kaufoption für den 24-Jährigen werde nicht greifen, sagte Bayerns Sportvorstand Max Eberl im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Jackson komme nicht auf die nötige Anzahl an Einsätzen, um die Option zu aktivieren, es laufe daher darauf hinaus, dass der FC Bayern den Offensivmann nicht behält.

Der FC Bayern hatte Jackson kurz vor Schließen des Transferfensters vor Saisonbeginn als Ersatz für Stürmerstar Harry Kane vom FC Chelsea ausgeliehen. Angeblich zahlten die Münchner eine Leihgebühr von 16,5 Millionen Euro. Wegen der hohen Summe und Jacksons relativer Unerfahrenheit auf höchstem Niveau gab es Kritik an den Bayern, weswegen Klub-Patron Uli Hoeneß seine "Abteilung Attacke" anwarf.

"Das passiert nur, wenn der 40 Spiele von Anfang an macht"

Im "Doppelpass" von Sport1 ließ er im September 2025 wissen, dass "der Spieler und sein Berater drei Millionen Euro" der Gebühr übernommen hätten, der Deal mit Chelsea die Bayern tatsächlich also 13,5 Millionen Euro gekostet habe. Die Summe sei letztlich im Vergleich zum heutigen Standard äußerst gering, rechnete Hoeneß vor: "Wenn ich einen Spieler für fünf Jahre für 80 Millionen kaufe, kostet das im Jahr ja auch 16 Millionen an Abschreibung."

Auf die Kaufoption angesprochen, legte Hoeneß nach, dass ein fester Wechsel Jacksons ohnehin kein Thema werde. "Das passiert nur, wenn der 40 Spiele von Anfang an macht. Das macht er nie", spöttelte Hoeneß. Hätte der Offensivmann 40-mal in der Startelf von Trainer Vincent Kompany gestanden, wäre aus der Kaufoption eine Kaufpflicht geworden. Der FC Bayern hätte in diesem Fall laut Berichten 65 Millionen Euro an Chelsea überweisen müssen. Bei dem Premier-League-Klub steht Jackson noch bis 2033 unter Vertrag.

FC Bayern denkt "nicht eine Sekunde" an Olise-Verkauf

Von 40 Startelfeinsätzen ist Jackson weit entfernt. In der laufenden Saison kam er insgesamt 29-mal für die Münchner zum Einsatz, schoss zehn Tore und legte vier Treffer auf. Allerdings spielte Jackson nur 13-mal von Beginn an. Beim 4:3-Spektakel der Bayern am Samstag in Mainz hatte er die furiose Aufholjagd des Meisters in der zweiten Hälfte mit einer Direktabnahme zum 1:3 eingeleitet.

Während Jackson im Sommer seine Sachen packen muss, wollen die Bayern ihren Superstar Michael Olise trotz angeblich astronomischer Angebote von Real Madrid unbedingt halten. "Es gibt für uns nicht eine Sekunde des Nachdenkens über irgendwas", betonte Eberl. Kapitän Manuel Neuer würde man indes gerne weiter im Kasten haben, so Eberl. "Wenn Manu so spielt, wie er spielt, wenn er sich so bereit fühlt, das nochmal zu tun, dann wüsste ich nicht, was im Weg steht, dass er noch ein Jahr verlängert." Neuer hat noch nicht entschieden, ob er seine Karriere im Sommer beendet oder noch eine Saison dranhängt.

Quelle: ntv.de, mar

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