"Müssen uns schämen"

Eintracht Frankfurt zerlegt sich nach Debakel selbst

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Jonathan Burkardt war nach der Pleite bedient. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)
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11.10.2026 | 06:52 Uhr
Wieder 0:6. Eintracht Frankfurt bekommt bei RB Leipzig erneute eine heftige Niederlage zugefügt. Danach sparen die Spieler nicht an gegenseitiger Kritik. Vor allem Stürmer Jonathan Burkardt wird deutlich.

Fünf Spiele, fünf Punkte, satte 16 Gegentore: Den Start in die Fußball-Bundesliga hat Eintracht Frankfurt gründlich verpatzt - und nach dem 0:6-Debakel bei RB Leipzig folgten klare Worte. "Die Führungsspieler haben wieder versagt. Wir verlieren 6:0 und dann sind die Jungs gefragt, die den Laden zusammenhalten sollen. Das haben wir nicht geschafft. Das war hart", sagte Nationalspieler Jonathan Burkardt bei Sky.

Nach nicht einmal fünf Minuten lag die Eintracht bereits 0:2 zurück. "Wie wir in dieses Spiel reingehen, ist unterirdisch. Die Art und Weise wie man hier sechs Tore bekommt, geht ganz und gar nicht", sagte Torwart Noah Atubolu. "Wir verlieren hier 6:0, wofür wir uns schämen müssen. So darf es nicht weitergehen."

Doch wie soll es weitergehen? Personell hat Trainer-Rückkehrer Adi Hütter bereits alles ausprobiert, taktisch funktionierte in Leipzig defensiv weder die Dreier- noch die Viererkette. "Wir können uns nicht anlügen. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl, wir sind zwei Mann weniger", meinte Atubolu.

Sogar der Gegner macht sich lustig

Als deutliches Zeichen an die Mannschaft war die Herausnahme von Kapitän Robin Koch zur Halbzeit. Der 30-Jährige erwischte wie fast alle Frankfurter einen schwachen Tag, die Formkurve zeigt nach unten.

Besonders die Gegentore fallen wie schon unter Hütters Vorgängern Dino Toppmöller und Albert Riera zahlreich. Eintracht-Trainer Hütter zählte seine Defensive an. "Die Gegentore waren viel zu einfach. Wenn du hier in Leipzig so verteidigst und in solche Konter läufst, ist das, was das Verteidigen betrifft, einfach nicht bundesligatauglich", sagte er. "Wir haben total sorglos verteidigt", ergänzte Burkardt. Statt sich nach dem 0:2 zurückzuziehen, habe jeder mit seinem eigenen Kopf gespielt. "Es fehlt an Verantwortung, die jeder Spieler für sich selbst übernimmt."

Für Burkardt hatte die Niederlage auch eine private Note. "Mir tut es leid für meine Eltern, die extra nach Leipzig gekommen sind und sich so eine Scheiße angucken müssen", sagte der Stürmer. Das tue echt weh.

Am Ende machte sich sogar der Gegner über die Eintracht lustig. Weil die Frankfurter bereits in der vergangenen Saison 0:6 in Leipzig verloren, fragte der bei Fußball-Traditionalisten unbeliebte sächsische Klub via X, ob dieses Ergebnis nun schon Tradition sei.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa