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Locker zum Sieg - die Frankfurter lösen die Aufgabe auf Zypern.
Locker zum Sieg - die Frankfurter lösen die Aufgabe auf Zypern.(Foto: AP)
Donnerstag, 08. November 2018

Trotz Roter Karte und Elfmeter: Eintracht überwintert in der Europa League

Heimspiel auf Zypern: Gegen Apollon Limassol kann sich Eintracht Frankfurt auf seine frenetischen Fans verlassen. Etwa 5000 Frankfurter schreien ihren Klub zum vierten Sieg im vierten Europa-League-Spiel und können nun mit der K.-o.-Phase planen.

Eintracht Frankfurt ist trotz eines kleinen Wacklers in der Schlussphase in die K.-o.-Runde der Europa League spaziert. Der Fußball-Bundesligist gewann bei Apollon Limassol in Nikosia mit lautstarker Unterstützung von Tausenden Fans 3:2 (1:0) und feierte den vierten Sieg im vierten Gruppenspiel. Die "Frankfurter Festtage" in Europa gehen damit auch 2019 weiter. "Jetzt wollen wir auch Erster bleiben", betonte SGE-Torwart Kevin Trapp. "Ich möchte heute nur das Positive herausheben, weil wir uns in einer Gruppe qualifiziert haben, in der uns das viele nicht zugetraut haben."

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Luka Jovic (17.) erzielte die Führung für die Mannschaft von Trainer Adi Hütter, die in der vermeintlichen "Hammergruppe" mit Lazio Rom und Olympique Marseille ein dickes Ausrufezeichen gesetzt hat. Sebastien Haller (55.) und Mijat Gacinovic (58.) legten nach. Emilio Zelaya (71., 90.+4/FE) brachte die Gastgeber in einer hektischen Schlussphase nochmals heran, in der Eintrachts Mittelfeldspieler Marc Stendera mit Gelb-Rot vom Platz (81.) flog. "Es war nicht einfach für uns", sagte Gacinovic. "Wir waren nicht frisch, weil wir zuletzt viel gespielt haben. Hauptsache gewonnen." Ähnlich sah es Haller: "Wir haben uns qualifiziert, nur das zählt."

Der Bundesligist begann wie schon im Hinspiel (2:0) mit einer kontrollierten Offensive. Nach etwa zehn Minuten verlagerte sich das Spielgeschehen fast komplett in die Hälfte der international zweitklassigen Zyprer. Stendera gab zunächst einen Warnschuss ab (15.), ehe Jovic sein zehntes Pflichtspieltor in dieser Saison erzielte.

Rom ist nun sportlich unwichtig

Die Eintracht-Fans sorgen für die Stimmung.
Die Eintracht-Fans sorgen für die Stimmung.(Foto: imago/Jan Huebner)

Die fast 5000 Frankfurter im Stadion sorgten von Beginn an für eine Heimspiel-Atmosphäre. Bereits am Nachmittag waren Hunderte Hessen feiernd und singend durch Nikosias Altstadt gezogen, Klub-Präsident Peter Fischer mittendrin. Für den Bundesligisten war dabei auch entscheidend, dass es offenbar friedlich blieb. "Wir sind unterm Brennglas", hatte Vorstandsmitglied Axel Hellmann im Vorfeld gewarnt. Neuerliche Ausschreitungen würden die große Party in Rom gefährden: Am letzten Gruppenspieltag (13. Dezember) werden wahrscheinlich 15.000 Frankfurter nach Italien reisen - der Klub hofft darauf, noch mehr als die bislang 5800 Gästetickets zu bekommen.

Damit das Spiel in Rom sportlich zur Nebensache wird, verzichtete Hütter auf Zypern auf die große Rotation und nahm im Vergleich zum 3:0 beim VfB Stuttgart drei Änderungen vor. Zwar saß Vizeweltmeister Ante Rebic bis zur 65. Minute nur auf der Bank. Haller und Jovic sorgten aber auch ohne den Kroaten für Gefahr, beide sind seit Wochen in Bestform.
Abgesehen von zwei, drei vielversprechenden Angriffen der Gastgeber, die schon vor der Partie fast keine Chance mehr auf das Weiterkommen hatten, dominierte Frankfurt die erste Halbzeit. Limassols Trainer Sofronis Avgousti wurde nach einer verbalen Auseinandersetzung mit Stendera von Schiedsrichter Tiago Martins (Portugal) auf die Tribüne geschickt (36.).

Ohne ihren Coach hatten die Zyprer auch in der zweiten Halbzeit kaum etwas entgegenzusetzen. Frankfurt blieb das deutlich bessere Team, Haller und Gacinovic sorgten zunächst für noch mehr Sicherheit, ehe Limassol in der hektischen Schlussphase nochmals herankam. Am Sonntag (18 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) empfängt die Eintracht in der Liga Schalke 04.

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Quelle: n-tv.de