Fußball

Freiburg feiert, Hertha bedientElfmeter-Held "hat uns heute den Arsch gerettet"

11.02.2026, 07:31 Uhr
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Florian Müller ist der umjubelte Matchwinner des SC Freiburg. (Foto: IMAGO/STEINSIEK.CH)

Wieder einmal platzt der Traum von Hertha, endlich das Pokalfinale im heimischen Stadion spielen zu können. Diesmal reichen die Hoffnungen bis ins Elfmeterschießen, doch da schlägt der Matchwinner des SC Freiburg zu. Torhüter Florian Müller kann sich vor Glückwünschen nicht retten.

Die Spieler des SC Freiburg wussten, bei wem sie sich nach dem Pokal-Krimi gegen Hertha BSC zu bedanken hatten: Sie überschütteten Elfmeter-Held Florian Müller mit Lobeshymnen. "Wir wissen, was wir an ihm haben. Er hat sich das verdient und heute mal wieder eine gute Leistung gebracht", schwärmte Routinier Matthias Ginter.

Kapitän Christian Günter befand: "Flo hat uns heute im Elfmeterschießen den Arsch gerettet. Auch schon im Spiel eine super Leistung. Er hat sich belohnt für die Arbeit, die er jede Woche auf dem Trainingsplatz vollbringt." Ersatzkeeper Müller hatte nicht nur im alles entscheidenden Elfmeterschießen zwei Schüsse pariert. Bereits in der Verlängerung vereitelte der Freiburger Schlussmann eine Großchance des Berliners Michael Cuisance. "Geiles Spiel. So wünscht man es sich. Für jeden Torwart einfach schön, das Elfmeterschießen zu gewinnen. Ich bin extrem stolz auf mich und auf die ganze Mannschaft", sagte Müller.

Beim unterlegenen Gegner Hertha "überwiegt die Enttäuschung, dass wir verlieren", sagte Kapitän Fabian Reese, der zum zwischenzeitlichen 1:1 getroffen und auch seinen Elfmeter verwandelt hatte. "Im Elfmeterschießen zu verlieren, ist extrem bitter. Gerade nach der Leistung, die wir gezeigt haben." Gleichwohl sei er "sehr, sehr stolz auf die gesamte Mannschaft".

Elfmeter-Killer schon im Training

Freiburgs unumstrittener Stammtorhüter Noah Atubolu hatte im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Hauptstadtklub auf der Bank Platz nehmen müssen. Wie schon in der zweiten Runde beim 3:1 in Düsseldorf und dem 2:0 im Achtelfinale gegen Darmstadt stand Müller zwischen den Pfosten. Das sei auch eine Belohnung dafür, wie Müller auf der Bank mitfiebere und sich einbringe, begründete Trainer Julian Schuster die Entscheidung.

Schon im Training am Vortag hatte Müller sein Potenzial als Elfmeter-Killer angedeutet. "Da hatte ich eine nahezu 50-Prozent-Quote. Heute war es nicht ganz so gut, aber es hat gereicht zum Sieg", scherzte der Torhüter. Während viele seiner Kollegen nach solch einer Leistung jubelnd über das Feld gesprungen wären, blieb der 28-Jährige nach dem Halbfinal-Einzug eher gelassen. "Ich bin nicht so der Typ, der komplett ausrastet. Einfach den Moment aufsaugen und genießen und nachher können wir uns freuen", sagte Müller. Übertriebener Jubel sei nicht seine Art.

Quelle: ntv.de, ara/dpa/sid

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