Fußball

Hass nach Zweikampf"Entmenschlichend": Liverpool appelliert scharf an Social-Media-Giganten

20.03.2026, 17:34 Uhr
00:00 / 02:06
Liverpool-v-Galatsaray-UEFA-Champions-League-Round-of-16-2nd-leg-18-03
Ibrahima Konaté (vorne) wurde zur Zielscheibe von Hass-Botschaften. (Foto: IMAGO/News Licensing)

Nach dem Champions-League-Spiel des FC Liverpool gegen Galatasaray wird Verteidiger Ibrahima Konaté zur Zielscheibe von Online-Hass. Sein Arbeitgeber nimmt das zum Anlass, die Social-Media-Plattformen mit deutlichen Worten in die Pflicht zu nehmen.

Wegen Hass-Attacken gegen den früheren Bundesliga-Profi Ibrahima Konaté hat der FC Liverpool die Betreiber von Social-Media-Plattformen zu Gegenmaßnahmen aufgefordert. "Diese Plattformen verfügen über die Macht, die Technologie und die Ressourcen, um diesen Missbrauch zu verhindern, doch allzu oft scheitern sie daran. Es ist eine Entscheidung, rassistischen Hass ungehindert ausbreiten zu lassen - und sie schadet weiterhin Spielern, Familien und Gemeinschaften im gesamten Spiel", hieß es in einem Statement des englischen Fußball-Meisters.

Der französische Innenverteidiger, früher bei RB Leipzig unter Vertrag, sah sich nach dem Champions-League-Achtelfinale der Liverpooler gegen Galatasaray Istanbul heftigen Beleidigungen im Internet ausgesetzt. Nach einem Duell mit Torjäger Victor Osimhen musste der Stürmer des türkischen Spitzenklubs zur Pause ausgewechselt werden, weil er sich den Arm gebrochen hatte.

"Entmenschlichend"

Der FC Liverpool wehrt sich nun gegen die Hassnachrichten an Konaté im Anschluss. "Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel. Es ist entmenschlichend, feige und wurzelt in Hass. Rassismus hat keinen Platz im Fußball, keinen Platz in der Gesellschaft und nirgends - online oder offline", stellte der Klub fest. Es sei ein Makel der Internet-Plattformen, dass Hass-Attacken von anonymen Nutzerkonten möglich seien. "Der gesamte Fußball muss zusammenstehen und klar und ohne Kompromisse sagen, dass dies nicht toleriert wird", mahnte Liverpool.

Die Reds sicherten Konaté ihre Unterstützung zu, verlangen aber eine schnelle Lösung des Grundproblems. "Die Last darf nicht weiter auf die Spieler und Vereine fallen, um zu reagieren, nachdem der Schaden bereits angerichtet wurde", hieß es in dem Statement.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

FC LiverpoolChampions LeagueGalatasaray Istanbul