"Vom Hocker gefallen"

Erneuter Musiala-Kollaps macht Uli Hoeneß sprachlos

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19.08.2026 | 13:04 Uhr
Der erneute Zusammenbruch von Jamal Musiala bereitet Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß große Sorgen. Im Interview mit RTL/ntv spricht der Bayern-Patron darüber, wie er den zweiten K.o. des Offensivstars binnen drei Tagen erlebt hat und der Klub mit der Situation umgeht.

Fußball-Nationalspieler Jamal Musiala hat mit seinem erneuten Kollaps auch bei Uli Hoeneß einen großen Schreckmoment ausgelöst. Der 23-Jährige war zunächst am Wochenende beim Testspiel gegen RB Leipzig zusammengesackt - kurz darauf bei der Partie gegen den 1. FC Heidenheim dann erneut. "Dass es vier Tage später wieder passiert in derselben Form, das hat mich vom Hocker gehauen", sagte Uli Hoeneß im Interview mit RTL/ntv.

Hoeneß sei am Dienstagabend auf der Wohnzimmercouch per Telefon über den Vorfall informiert worden. "Da war ich sprachlos, was selten genug vorkommt. Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung dieser Probleme", sagte Hoeneß. Der Ehrenpräsident des FC Bayern erklärte, dass der Klub schon länger über die Probleme informiert gewesen sei. Im Testspiel am Samstag gegen Leipzig war Musiala erstmals auf dem Platz zusammengebrochen. "Da haben wir noch gedacht: Wenn es nicht so schnell wieder passiert, dann werden irgendwann die Medikamente, die er nimmt, helfen", sagte Hoeneß weiter.

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Hoeneß: "Sonst hätten wir uns fahrlässig verhalten"

Der 74-Jährige erklärte, dass es immer wieder Hinweise und auch mal Probleme rund um die Erkrankung gegeben hatte, diese aber nach seinen Informationen nie im direkten Umfeld des FC Bayern stattgefunden haben. Wie es nun genau für Musiala weitergeht, ist noch unklar. Hoeneß versprach eine "bedingungslose Unterstützung" für Musiala. Die medizinische Abteilung sei im ständigen Austausch mit dem Bayern-Spieler.

Hoeneß: FC Bayern hat sich abgesichert

Der Klub habe sich auch abgesichert, so Hoeneß. "Die behandelnden Ärzte, Neurologen und Spezialisten haben uns auch schriftlich gegeben, dass es aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen einen Hochleistungssport für Jamal gibt. Ohne das hätten wir uns fahrlässig verhalten." Man müsse sich nun an diese neue Situation "herantasten".

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Das bedeutet Musialas Diagnose für den FC Bayern

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Verein erfuhr, gebe es derzeit aber keine Hinweise, dass der Nationalspieler nicht weiter auf dem Niveau Fußball spielen könne. Demnach rechnet der Klub damit, dass Jamal Musiala seine Karriere trotz einer neurologischen Dysfunktion fortsetzen kann.

Der 23-Jährige war am Vorabend beim Testspiel gegen den 1. FC Heidenheim zusammengesackt - ähnlich wie schon drei Tage zuvor im Spiel gegen RB Leipzig. Er wurde jeweils kurz behandelt und lief dann vom Feld. Musiala hatte am Dienstagabend dann in den sozialen Medien die Diagnose selbst mitgeteilt: "Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Diese können zu den zuletzt vorgekommenen Momenten führen, wie gegen Leipzig oder auch jetzt in Heidenheim."

Eine Prognose, wie es mit dem Offensivspieler nun in den nächsten Tagen und Wochen genau weitergeht, gab es zunächst nicht. Am Samstag (20:30 Uhr/Sat1, MagentaTV, Sky und im ntv.de-Liveticker) startet der FC Bayern mit dem Supercup gegen Borussia Dortmund ins erste Pflichtspiel der Saison. Sechs Tage später folgt der Bundesliga-Saisonauftakt gegen den VfB Stuttgart.

Verwendete Quellen: ntv.de, msc