Kein Deutscher weit und breit

FC Bayern hofft auf Ballon d'Or - Bodö/Glimt ist einfach nur glücklich

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Luis Diaz, Michael Olise, Harry Kane und Vincent Kompany (v.l.) sind alle bei der Ballon-d'Or-Gala nominiert. (Foto: picture alliance / Christina Pahnke / sampics)
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08.09.2026 | 18:38 Uhr
Das Gefühl, dass Deutschland im Fußball irgendwie nicht mehr weltklasse ist, spiegelt sich auch in der Liste der Nominierten für den Ballon d'Or wider. Einzig der FC Bayern hält die Fahne hoch, Harry Kane darf hoffen. Bodö/Glimt freut sich jetzt schon.

Harry Kane ist einer der 30 Kandidaten bei der Ballon-d'Or-Wahl zum besten Spieler der vergangenen Fußball-Saison. Der Stürmerstar des FC Bayern wurde ebenso nominiert wie seine Münchener Teamkollegen Luiz Diaz, Michael Olise und Dayot Upamecano. Ein deutscher Spieler steht nicht in der Auswahl der besten 30 Fußballer. Das teilte die französische Sportzeitung "L'Équipe" mit. Die Ehrung findet am 26. Oktober in London statt.

Größere Chancen als Kane werden anderen Spielern eingeräumt, vor allem Spaniens Weltmeister-Kapitän Rodri, dem französischen WM-Rekordtorschützen Kylian Mbappé und Argentiniens Superstar Lionel Messi. Messi von MLS-Franchise Inter Miami wäre der erste männliche Gewinner des Prestigepreises, der in der bewerteten Saison nicht für einen europäischen Verein gespielt hat. Der 39-Jährige, der kürzlich seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft bekanntgegeben hatte, gewann die Auszeichnung bereits achtmal - so oft wie kein anderer.

"Der Ballon d'Or ist aus individueller Sicht das Größte, was man erreichen kann", hatte Kane Mitte August gesagt, nachdem ihn zahlreiche Experten als Top-Kandidaten für den Preis ausgerufen hatten. "Der Ballon d'Or liegt nicht in meiner Hand. Ich habe getan, was ich tun konnte, was die Leistungen angeht." Der Engländer kam in der vergangenen Saison in 51 Pflichtspielen auf imposante 61 Tore und führte die Three Lions bei der WM ins Halbfinale.

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FC Bayern mannschaftlich stark

Der FC Bayern ist auch in anderen Kategorien vertreten. Meistertrainer Vincent Kompany steht zur Wahl, muss sich aber gegen große Konkurrenz wie Spaniens Weltmeistercoach Luis de la Fuente und Luis Enrique von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain behaupten. Bei der Team-Wahl gehört der FC Bayern als einziger deutscher Klub zu den Nominierten - und das sowohl bei den Männern als auch Frauen. Allerdings haben die Münchener hier jeweils nur Außenseiterchancen, favorisiert sind die Königsklassen-Gewinner Paris Saint-Germain (Männer) und FC Barcelona (Frauen).

Als beste Mannschaft nominiert ist aber auch der FK Bodö/Glimt. Der norwegische Fußball-David hatte in der Champions-League ein Fußball-Märchen geschrieben und auf seinem Weg ins Achtelfinale in den Playoffs Italiens Rekordmeister Inter Mailand ausgeschaltet. "Für uns ist es wirklich, wirklich großartig, einfach nominiert zu werden. Und es geht natürlich darum, wie die Spieler, der Trainerstab und die Trainer sind, aber ich denke auch, dass der ganze Klub sich sehr stark fühlt und die Arbeit anerkannt wird, die jahrelang geleistet wurde, aber das letzte Jahr war wirklich, wirklich gut", sagte Frode Thomassen. "Es war ein wirklich glücklicher Tag hier in Bodö, als wir diese Nominierung bekommen haben."

Klara Bühl und Ann-Katrin Berger auf dem Zettel

In der Liste der Frauen-Fußballerinnen steht mit Klara Bühl auch eine deutsche Nationalspielerin in der Auswahl der besten 30 Spielerinnen des Jahres. Bühl spielte eine wichtige Rolle in der erfolgreichen Double-Saison des FC Bayern München. Auch ihre Münchener Teamkolleginnen Pernille Harder und Momoko Tanikawa sind unter den 30 nominierten Spielerinnen.

Bei den Torhüterinnen landete die deutsche Nationalspielerin Ann-Katrin Berger (Gotham FC) auf der Nominierungsliste. Bei den männlichen Keepern steht überraschend auch der Schweizer Gregor Kobel von Borussia Dortmund zur Wahl für die Yashin-Trophäe. In der Kategorie des besten Talents fand sich Bayern-Profi und Nationalspieler Lennart Karl wieder.

Die Auszeichnung mit dem Goldenen Ball ist eine Journalisten-Wahl. Den Preis, der von der zur Amaury-Gruppe gehörenden Zeitung "France Football" vergeben wird, existiert seit 1956 und war lange eher als Auszeichnung für Europas Fußballer des Jahres bekannt. Parallel dazu ehrt der Weltverband FIFA seit 1991 den Weltfußballer. Zwischen 2010 und 2015 war die FIFA eine Kooperation mit der Amaury-Gruppe eingegangen.

Verwendete Quelle: ntv.de