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Beleidigung oder Einreiseverbot?FIFA-Kongress endet für Iran schon am Flughafen

29.04.2026, 22:24 Uhr
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Der Präsident des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, hat eine Vergangenheit im Geheimdienst. (Foto: IMAGO/Aksonline)

Der FIFA-Kongress wird ohne die Delegation aus dem Iran stattfinden. Dies liegt allerdings nicht an einem Zwist aufgrund des Krieges im Land. Vielmehr hat Verbandspräsident Mehdi Taj Ärger am Flughafen Toronto.

Die iranische Delegation hat ihre Teilnahme am FIFA-Kongress in Vancouver abgesagt. Grund dafür sei eine "Beleidigung" durch einen Polizisten bei ihrer Ankunft am Flughafen Toronto, wie der iranische Verband in einer Erklärung mitteilte.

Verbandspräsident Mehdi Taj und Generalsekretär Hedayat Mombeni, die mit offiziellen Visa eingereist waren, seien "aufgrund des unangemessenen Verhaltens der Einwanderungsbeamten am Flughafen und der Beleidigung eines der ehrenwertesten Organe der iranischen Streitkräfte mit dem nächstmöglichen Flug in die Türkei zurückgekehrt", hieß es in der Erklärung.

Medienberichten zufolge sei Taj trotz eines gültigen Visums die Einreise verwehrt worden. Der Verbandspräsident hat eine Vergangenheit im Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden. Diese werden von Kanada als terroristische Organisation eingestuft. In der Erklärung des iranischen Verbandes gab es zu den Hintergründen keine Angaben.

In Vancouver soll am Donnerstag der Kongress des Weltverbandes FIFA beginnen.  Es sei naheliegend, sagte DFB-Präsident Bernd Neuendorf, der Mitglied im FIFA-Council ist, "dass man kurz vor dem WM-Start nochmal die Themen durchgeht, um die es international geht". Vor allem der Nahost-Krieg sowie die Fragezeichen hinter Irans WM-Teilnahme bleiben allgegenwärtig. Er denke, sagte Neuendorf, dass Infantino "darüber berichten und uns Auskunft erteilen wird". 

Laut FIFA-Präsident Gianni Infantino stellt sich die Frage, ob der Iran trotz des Krieges bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada teilnimmt, nicht. Auch US-Präsident Donald Trump hatte sich zuletzt zuversichtlich geäußert. US-Außenminister Marco Rubio distanzierte sich zudem von einem Vorschlag, wonach Italien den WM-Platz Irans einnehmen könnte. Teheran hatte zwischenzeitlich bereits einen Boykott ins Spiel gebracht und gefordert, seine Spiele in Mexiko auszutragen.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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