Fußball

Hat "Existenzen ruiniert" Fußballklub erteilt Sportwetten eine Absage

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Auch die Bandenwerbung wird wohl verschwinden.

(Foto: imago images/Shutterstock)

Die Bolton Wanderers wollen nicht mehr für Sportwetten werben und damit womöglich Glücksspielsucht provozieren. Stattdessen unterstützt der englische Fußball-Drittligist künftig Organisationen im Kampf dagegen.

Der englische Fußball-Drittligist Bolton Wanderers will als einer der ersten Klubs nicht mehr mit Anbietern von Sportwetten zusammenarbeiten. Stattdessen will der Verein künftig Hilfsorganisationen im Kampf gegen Wettsucht unterstützen, wie der frühere Erstligist mitteilte. "Glücksspielsucht ruiniert Existenzen, und wir haben diese Haltung eingenommen, um unsere Unterstützung für diejenigen zu zeigen, die an Wettsucht leiden", sagte Aufsichtsratschefin Sharon Brittan der Mitteilung zufolge.

Brittan betonte, der Klub werde seine vertraglichen Pflichten erfüllen. So arbeitet der Ligaverband EFL, der die zweite bis vierte Liga ausrichtet, mit einem Sportwettenanbieter zusammen, nach dem die Spielklassen benannt sind. "Wir erkennen an, dass einige Leute wetten möchten und dass die Liga eine kommerzielle Partnerschaft mit einem Glücksspielunternehmen hat und wir respektieren dies", sagte Klubchef Neil Hart. "Wir werden jedoch an keiner Aktivität zur Förderung des Glücksspiels außerhalb der bestehenden vertraglichen Anforderungen der EFL teilnehmen."

Der Klub zitierte Daten, denen zufolge in Großbritannien Hunderttausende Menschen an Wettsucht leiden, darunter mehr als 60.000 Jugendliche zwischen 11 und 16 Jahren. Die Fußballbranche müsse mehr tun, um zu helfen, forderte Brittan.

In Großbritannien treten Wettanbieter schon seit Langem als Sponsoren im Fußball auf. Mittlerweile arbeiten auch der DFB und fast alle deutschen Profiklubs mit Sportwettenunternehmen zusammen. Als Erstes warben Bundesligist Werder Bremen und Zweitligist 1860 München in der Saison 2006/07 auf dem Trikot für einen Wettanbieter. Nach juristischem Streit mussten sie den Aufdruck aber entfernen, weil das Unternehmen damals als illegaler Wettanbieter galt.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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