Klub steht hinter ihm Gibt es nach der Spionage-Affäre ein Happy End für Tonda Eckert?

Die Spionage-Affäre um das Team des deutschen Trainers Tonda Eckert hält den englischen Fußball auf Trab. Zumindest von seinem eigenen Klub erhält der angezählte Coach Rückendeckung.
Der deutsche Trainer Tonda Eckert hat vonseiten seines Klubs FC Southampton keine Konsequenzen für die mutmaßliche Beteiligung in der Spionage-Affäre zu befürchten. "Ich denke, er verdient eine zweite Chance, und ich würde sie ihm geben", sagte Klubbesitzer Dragan Solak der BBC. Eine Sperre durch den englischen Fußballverband droht Eckert jedoch weiterhin.
Weil sie das Training von drei Gegnern ausspioniert hatten, warf die English Football League (EFL) die Saints aus dem Aufstiegsfinale gegen Hull City. Außerdem wurde der Klub für die nächste Zweitliga-Saison mit einem Abzug von vier Punkten bestraft.
Eckert wusste angeblich nichts von der Regel
Eine unabhängige Disziplinarkommission teilte mit, Eckert habe zugegeben, einen "ausgeheckten und gezielten Plan von oben nach unten" orchestriert zu haben, berichtet die BBC. Dabei soll er aber "überrascht" gewesen sein, als er erfuhr, dass die EFL-Regularien diese Praxis untersagen.
"Ich glaube Tonda, dass er nicht wusste, dass er gegen die Regeln verstieß", sagte Solak. Eckert werde "während des gesamten Verfahrens meine Unterstützung haben. Wenn er aber gesperrt wird, dann ist er gesperrt. Ich meine, ich kann niemanden zum Trainer des Vereins ernennen, wenn er nicht spielen darf." Er sei sich aber auch sicher, dass Eckert im Falle einer Sperre, "in Italien oder Deutschland einen dreimal so gut bezahlten Job finden wird", sagte Solak.
Die Affäre kam ans Licht, als ein Klubmitarbeiter der Saints dabei beobachtet wurde, wie er das Training des FC Middlesbrough vor dem Halbfinalduell in den Aufstiegsplayoffs ausspionierte.