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"Aufstieg nicht verdient" HSV-Profis nehmen Schuld auf sich

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Die HSV-Spieler bescheinigen sich selbst eine katastrophale Rückrunde.

(Foto: imago)

Nach der Klatsche gegen Paderborn ist es praktisch nicht mehr zu ändern: Der Hamburger SV muss auch in der kommenden Saison in der 2. Fußball-Bundesliga antreten. Für Spieler und Trainer gibt es da nichts schönzureden. Letzterer blickt in eine ungewisse Zukunft.

Am Ende waren die Hamburger froh, dass es vorbei war. Die Spieler schlichen wie geprügelte Hunde vom Feld, und von den Tribünen schallten die Jubelgesänge der Paderborner, die das Spitzenspiel gegen den Hamburger SV mit 4:1 (1:0) gewannen und den Relegationsrang sicher haben. Für den Herbstmeister aus Hamburg ist der Wiederaufstieg kein Thema mehr. Zwar beträgt der Rückstand auf Rang drei nur drei Punkte, doch die Tordifferenz ist nicht mehr aufzuholen. "Das ist katastrophal, aber wenn man so eine Rückrunde spielt, dann hat man den Aufstieg auch nicht verdient", sagte Mittelfeldspieler Aaron Hunt. "Wir haben verdient verloren, weil wir uns auf dem Platz verpisst haben. Das Ergebnis sagt alles aus. Wir waren heute keine Mannschaft."

Vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Benteler-Arena schossen Sebastian Vasiliadis (25./46. Minute) und Christopher Antwi-Adjej (81./86.) die Ostwestfalen zum Sieg. Die Gäste hatten nur in der Anfangsphase und kurz nach dem Anschlusstreffer von Rick van Drongelen (71.) gezeigt, dass sie den Aufstieg noch nicht abgehakt haben. Doch am Ende waren sie die Gastgebern nicht gewachsen. "Das ist sehr traurig und schwer zu erklären", sagte der niederländische Abwehrspieler. "Aber es liegt an uns selbst." Auch Hunt suchte die Schuld nicht bei anderen. "Wir konnten uns in den letzten Wochen nicht befreien. Da haben wir jedes Mal versagt", sagte der HSV-Profi.

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Wolf: "Das war heute sehr bitter"

Auch der überraschend für die Startelf nominierte Torhüter Tom Mickel konnte nicht erklären, warum das Team in diesem wichtigen Spiel nicht auf der Höhe war. "Das war ein Endspiel, und wir haben es nicht geschafft. Das fühlt sich irgendwie leer an. Wir haben jetzt alles verspielt, der Aufstieg stand über allem", sagte der 30 Jahre alte Schlussmann.  HSV-Trainer Hannes Wolf nannte das Spiel ein "Spiegelbild der letzten Wochen". "Das war heute sehr bitter. Mir tut es auch leid für die ganzen Fans und Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Das müssen wir erst mal verdauen", so Wolf, dessen Zukunft beim Klub weiter offen ist.

Ganz anders war die Stimmung beim Gegner."Wir freuen uns über die Situation. Es geht nur darum, dass wir an den guten Spielen feilen", sagte SC-Trainer Steffen Baumgart, desen Elf am nächsten Sonntag die Bundesliga-Rückkehr nach vier Jahren aus eigener Kraft in Dresden schaffen kann. "Wir sind jetzt wieder einen Schritt weiter auf dem Weg zu unserem Ziel. Das wollen wir jetzt durchziehen", sagte Sportchef Markus Krösche. Schließlich sei das Schlimmste, was dem Team passieren könne, Rang drei. Für Paderborns Abwehrchef Uwe Hünemeier ist im Aufstiegsrennen keine Hürde mehr zu hoch: "Wenn wir unser Spiel durchziehen, kann uns keiner aufhalten."

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Quelle: n-tv.de, Morten Ritter, dpa

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