Fußball

Historisches Neun-Tore-Debakel Hasenhüttl übernimmt "volle Verantwortung"

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"Wenn wir so spielen, haben wir keine Chance, in der Liga zu bleiben": Ralph Hasenhüttl.

(Foto: Action Images via Reuters)

Die Fußballmannschaft des FC Southampton erlebte eine historische Schmach. Höher als sie gegen Leicester City verliert nie zuvor ein Team in der englischen Premier League ein Heimspiel. Trainer Ralph Hasenhüttl nimmt die Schuld auf sich. Was bleibt ihm auch nach dieser peinlichen Darbietung übrig?

Der strömende Regen in Southampton war sinnbildlich. Pitschnass stand Ralph Hasenhüttl an der Seitenlinie und musste die historische Demütigung seiner Fußballmannschaft mit ansehen. Mit 0:9 (0:5) ging sein FC Southampton gegen Leicester City unter. Nie zuvor hat ein Team in der englischen Premier League höher verloren, einzig Ipswich Town wurde 1995 ebenfalls mit 9:0 von Manchester United überrollt.

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Neun mal jubeln in einem Spiel: Für Leicester City dürfte der Abend ganz okay gewesen sein.

(Foto: Action Images via Reuters)

Der frühere Leipziger Bundesliga-Trainer suchte danach gar nicht erst nach Ausflüchten. "Ich übernehme die volle Verantwortung für das, was heute passiert ist", sagte er sichtlich niedergeschlagen: "Wir müssen zusehen, dass wir jetzt sofort die Köpfe wieder hochkriegen. Wir sind alle niedergeschlagen." Schon nach 20 Minuten war das Spiel entschieden. Nach dem frühen 1:0 durch Leicesters Ben Chilwell in der zehnten Minute und dem Platzverweis gegen Southamptons Ryan Bertrand zwei Minuten später sorgten Youri Tielemans (17.) und Ayoze Perez (19.) für klare Verhältnisse.

Danach fiel Southampton in Unterzahl komplett auseinander. Der frühere Bayern-Spieler Pierre-Emile Höjbjerg, inzwischen Kapitän bei Southampton, stellte sich stellvertretend für seine Mitspieler vor die Kameras. "Wir dürfen nie wieder zulassen, dass so etwas passiert", sagte er und wandte sich an die Fans. "Ich will gar nicht reden. Ich kann mich nur entschuldigen. Es war peinlich, und es ist schwierig für das ganze Team, aber wir können uns nur selbst etwas vorwerfen."

"So haben wir keine Chance"

Nach einer guten Anfangsphase unter Hasenhüttl und dem Nichtabstieg ist von einer Weiterentwicklung in dieser Spielzeit herzlich wenig zu sehen. In zehn Spielen gelangen nur zwei Siege, in der Tabelle rangiert Southampton auf den Abstiegsplätzen. Der Druck auf den Österreicher dürfte nach dem Totalausfall gegen Leicester weiter zunehmen. "Wir müssen wissen: Wenn wir so spielen, haben wir keine Chance, in der Liga zu bleiben, das ist sicher. Jeder weiß das. Es liegt an uns, einen Weg zu finden, es besser zu machen." Seinen Respekt zollte Hasenhüttl den tapferen Anhängern, die bis zum Ende geblieben waren: "Für niemanden, der es mit den Farben von Southampton hält, war es einfach, dieses Spiel anzusehen. Ein großer Dank an die Fans, sie waren fantastisch."

Und Leicester? Der Überraschungsmeister von 2016 ist auf dem besten Weg, erneut die großen Teams der Liga zu ärgern. Durch den Dreier in Southampton festigten die Foxes ihren Tabellenplatz unter den besten drei Mannschaften der Premier League. Unter dem früheren Liverpooler Trainer Brendan Rodgers werden Erinnerungen an das Märchen mit Claudio Ranieri wach. "Es war eine brillante Leistung", lobte Rodgers sein Team: "Neun Tore in einem Premier-League-Spiel zu erzielen, ist unglaublich."

Quelle: ntv.de, Chris Lugert, sid