Fußball

"Nicht alles gefallen lassen" Hoeneß schimpft auf Medien und mit dem FC Bayern

Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist für seine markigen Worte bekannt.

Uli Hoeneß musste ein paar Dinge loswerden.

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Uli Hoeneß ist mit einigen Dingen rund um den FC Bayern nicht so zufrieden: Mit manchen Medien, mit Niklas Süle und sogar mit seinem Klub hadert der große Mann des Rekordmeisters. Zumindest in einem Punkt. Man solle sich "nicht alles gefallen lassen".

Ehrenpräsident Uli Hoeneß empfiehlt angesichts der derzeit öffentlichen Transferdiskussionen um Weltfußballer Robert Lewandowski dem FC Bayern München ein dickeres Fell. "Es gibt ja scheinbar einige Journalisten, die stehen jeden Morgen auf und sagen: 'Welche Vertragssau kann ich denn heute durchs Dorf treiben?'", sagte Hoeneß am Rande der Meisterfeier am Sonntag der Mediengruppe Münchner Merkur/tz. Es gebe auf der ganzen Welt keinen Verein, bei dem das Thema so thematisiert werde. "Überall laufen Verträge aus, aber bei uns wird jeden Tag darüber geschrieben. Aber den Vorwurf mache ich dem Verein, dass er sich das von euch allen gefallen lässt."

Sein Vorschlag: "Sich nicht alles gefallen lassen. Der FC Bayern ist im Moment Spielball einiger Medien und das darf nicht sein." Nach der abgelaufenen Saison mit dem zehnten Meistertitel in Serie stünden nur die negativen Dinge im Fokus. "Die ganze Woche wird ja nur über die Verträge oder über das oder jenes gesprochen", meinte Hoeneß.

Auch für Trainer Julian Nagelsmann hat der langjährige Vereinsboss einen guten Rat. "Auch er muss lernen, dass Rom nicht in einem Jahr erbaut werden kann. Er hat, finde ich, das erreicht, was beim FC Bayern wichtig ist: nämlich die Meisterschaft. Alle im Verein müssen jetzt eben dran arbeiten, dass der FC Bayern auch international wieder noch besser spielt, als das in dieser Saison der Fall war."

Abrechnung mit Süle

Auch mit dem scheidenden Nationalspieler Niklas Süle schimpfte Hoeneß: "Das spricht nicht gerade für den Spieler. Wenn er von Wertschätzung spricht, dann würde ich sagen, hat er dem Verein keine Wertschätzung gegeben. Ich fand diese Aktion katastrophal", sagte Hoeneß am Rande der Meisterfeier.

Süle hatte auf eigenen Wunsch seinen Einsatz im Kader beim Spiel des FC Bayern München beim VfL Wolfsburg abgelehnt. "Wir haben ihn gefragt, ob er noch mit will, und er hat gesagt "eher nicht", weil er sich nicht drauf vorbereitet hat", hatte Trainer Julian Nagelsmann nach dem 2:2 (2:1) in Niedersachsen erklärt.

Süle verlässt die Münchner ablösefrei und spielt in der kommenden Saison für Rivalen Borussia Dortmund. Dabei war vonseiten des Innenverteidigers zu vernehmen, dass er nicht genug Wertschätzung beim FC Bayern bekommen hätte. "Die Märchen, dass er in Dortmund weniger verdient als in München, könnt ihr alle vergessen", sagte Hoeneß.

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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