Fußball

Gisdols Nachfolger ist da Hollerbach trainiert den Hamburger SV

a327191de39e3ada176a8cbddb29ff63.jpg

Neuer Job, alte Wirkungsstätte: Bernd Hollerbach.

(Foto: dpa)

Bernd Hollerbach trainiert ab sofort den Hamburger SV. Nach der Pleite gegen Köln musste Markus Gisdol gehen, nun trägt ein ehemaliger HSV-Profi die Hoffnung. Wieder einmal droht der erste Abstieg in der Vereinsgeschichte aus der Fußball-Bundesliga.

Bernd Hollerbach soll den Hamburger SV aus der Dauerkrise führen und die Rettungsmission beim Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga-Dino zu einem glücklichen Ende bringen. Der 48 Jahre alte Ex-Profi des HSV tritt beim stark abstiegsgefährdeten Traditionsklub die Nachfolge des am Sonntag beurlaubten Markus Gisdol an, teilten die Hanseaten mit.

"Wir hoffen natürlich, dass der neue Trainer die Verunsicherung in der Mannschaft löst und die nötigen Impulse setzt", sagte Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Hollerbach erhält einen Vertrag bis 2019 und leitete bereits am Nachmittag erstmals das Training. Anschließend sollte er offiziell vorgestellt werden. Der Franke trainierte bis zum Sommer vorigen Jahres den Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers. Seinen Heimatverein hatte er von der Regionalliga bis in die zweite Liga geführt. Nach dem Abstieg trat er zurück und war seitdem arbeitslos.

Der einstige Profi war von 1996 bis 2004 Verteidiger bei den Hamburgern, für die er in 197 Bundesliga-Spielen vier Tore erzielte. Später durchlief er als Ko-Trainer die Felix-Magath-Schule. Mit Erfolg: 2009 führte das Duo den VfL Wolfsburg sensationell zur Meisterschaft. Davon können die Verantwortlichen in Hamburg seit vielen Jahren nur träumen. Nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in Serie und dem Absturz auf Abstiegsrang 17 mit nur 15 Punkten geht es für den HSV - wieder einmal - nur noch darum, nicht erstmals in der Vereinsgeschichte abzusteigen.

Der neue Hoffnungsträger sorgte auf seiner ersten Station als Chefcoach in seiner Heimatstadt Würzburg für einen bemerkenswerten Höhenflug. 2014 übernahm er die Kickers in der Regionalliga, führte das Team auf Anhieb zum Aufstieg und im Frühjahr 2016 in die zweite Liga. Eine ganze Region feierte euphorisch das "Wunder von Bernd", wie es Würzburgs ehrenamtlicher Bürgermeister Adolf Bauer taufte. Eine Rückrunde ohne Sieg schickte den Außenseiter aber zurück in die dritte Liga. Hollerbach trat trotz eines Vertrages bis 2019 zurück. Die Würzburger blieben dankbar. Vorstandschef Daniel Sauer lobte Hollerbach als "Gesicht unserer positiven Entwicklung in den letzten Jahren". Der Trainer habe die Kickers "zurück auf die nationale Fußball-Landkarte gebracht". Jetzt soll Hollerbach die Hamburger retten.

Quelle: ntv.de, sgi/dpa