Nach den gescheiterten Investorenplänen von FIFA-Boss Gianni Infantino hat sich der Technologieinvestor Joshua Kushner erstmals öffentlich geäußert. Der Risikokapitalgeber bedauert es im Nachhinein, mit seiner Investmentfirma Thrive Teil des Vorhabens gewesen zu sein.
Infantino wollte Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbandes an private Investoren verkaufen. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert war. Der FIFA-Boss musste nach großem Druck die Pläne abblasen und steckt in der schwersten Krise seiner Amtszeit.

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"Hätten wir gewusst..."
"Wir stehen zwar hinter den Beweggründen von FFE, haben jedoch die politischen Dynamiken im globalen Fußball und das Ausmaß, bis zu dem manche bereit sind zu gehen, unterschätzt. Thrive blickt auf eine lange Tradition als Partner aller Beteiligten zurück. Hätten wir gewusst, wohin dies führen würde, hätten wir uns nicht darauf eingelassen", zitierte die BBC Kushner in einer Mitteilung.
Erst vor wenigen Tagen hat die UEFA den Druck auf Infantino und die FIFA erhöht. Mit ihrem Gesuch an die US-Justiz zur Sicherung von Dokumenten rund um den verhinderten WM-Investorendeal bei einem Gericht in Florida haben die europäischen Fußball-Funktionäre den Konflikt auf ein neues Level gehoben.

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Eine Idee
Der Technologieinvestor, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, erläuterte die angebliche Idee hinter FFE. "Das Geld im Fußball war in der Vergangenheit auf eine kleine Gruppe von Ländern konzentriert", schrieb Joshua Kushner.

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Die Idee hinter FFE sei es gewesen, "mehr Kapital und Eigenkapital gleichmäßig auf alle 211 Mitgliedsländer zu verteilen und unterentwickelten Ländern deutlich mehr Investitionen zur Verfügung zu stellen, um lokale Talente zu fördern, den Breitensport zu unterstützen, das Fanerlebnis zu verbessern und letztendlich den weltweiten Fußball überall voranzubringen." Es habe sich um eine Idee gehandelt, "über die jeder Mitgliedsverband abstimmen sollte - nicht um eine Verpflichtung oder eine feststehende Entscheidung."
