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Verfolgung in Heimat entkommenIranische Fußballerinnen feiern Asyl in Australien - und legen das Kopftuch ab

10.03.2026, 06:24 Uhr
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Ein bemerkenswertes Bild: Der australische Innenminister Burke mit den fünf iranischen Spielerinnen. (Foto: picture alliance/dpa/Australia Ministry of Home Affairs via AP)

Nach ihrem stillen Protest beim Asien-Cup herrscht große Sorge um die iranischen Fußballerinnen. Die Konsequenzen nach ihrer Rückkehr könnten fatal sein. Fünf von ihnen erhalten nun Asyl in Australien. Sie werden emotional, aber was passiert mit den anderen Spielerinnen?

Fünf iranische Fußballerinnen sind nach der Zusage humanitärer Visa in Australien vor Freude in Jubel ausgebrochen. Innenminister Tony Burke berichtete, die Spielerinnen hätten in den frühen Morgenstunden an einem geheim gehaltenen Ort in Brisbane mit dem beliebten australischen Schlachtruf "Aussie, Aussie, Aussie" gefeiert, nachdem ihnen die Entscheidung der Regierung mitgeteilt worden war. Auf einem symbolträchtigen Foto waren die Frauen ohne Kopftuch an Burkes Seite zu sehen.

Die Athletinnen hatten während des Asien Cup an der Gold Coast Schutz gesucht und unter Polizeischutz das Teamhotel verlassen, nachdem sie im Iran wegen ihres stillen Protests in die Kritik geraten waren. Beim ersten Gruppenspiel des Turniers hatten die Spielerinnen beim Abspielen ihrer Nationalhymne geschwiegen. Dies wurde in ihrer Heimat als Zeichen gegen die iranischen Machthaber gewertet - befürchtet wurde, dass ihnen nach der Rückkehr schlimme Konsequenzen drohen könnten.

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Drei Spielerinnen laufen vor dem Spiel gegen Südkorea in das Robina Stadium ein. (Foto: picture alliance / Action Plus)

"Sie sind hier sicher"

Burke sagte, die Regierung habe zunächst bewusst nicht öffentlich über ihre Hilfsbemühungen gesprochen, um die Sicherheit der Spielerinnen nicht zu gefährden. "Diese Frauen sind großartige Sportlerinnen und großartige Menschen - sie werden sich in Australien sehr zu Hause fühlen", sagte er. "Australien hat die iranische Frauenfußballmannschaft in seine Herzen geschlossen."

Ministerpräsident Anthony Albanese erklärte, viele Australier seien vom Schicksal der Spielerinnen bewegt gewesen. "Sie sind hier sicher und sollen sich willkommen fühlen", betonte er vor Journalisten. Auch weitere Teammitglieder ermutigte er, Asyl zu beantragen, falls sie das wollten - "wohl wissend, dass es sich um eine sehr heikle Situation handelt und die Entscheidung bei ihnen liegt." Die Hilfe seiner Regierung stehe aber bereit.

Der Rest des Teams verließ am Nachmittag (Ortszeit) aber das Hotel in Richtung Flughafen. Beobachter sprachen von "emotionalen Szenen". In einem von Medien veröffentlichten Video war zu sehen, wie eine Spielerin von einer Teamkollegin offenbar in den Bus gezerrt wurde. Am Airport der Stadt Gold Coast hätten dann Demonstranten versucht, den Bus aus Sorge um die Frauen zu blockieren, berichtete die Nachrichtenagentur AAP.

Auch Trump mischt mit

Zuvor hatte sich auch US-Präsident Donald Trump öffentlich zu der Angelegenheit geäußert und eine Lösung angekündigt. "Ich habe gerade mit dem australischen Premierminister Anthony Albanese über die iranische Frauenfußballnationalmannschaft gesprochen. Er kümmert sich darum!", schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Einige Mitspielerinnen fühlten sich aber gezwungen, in den Iran zurückzukehren, weil sie um die Sicherheit ihrer Familien fürchteten, fügte Trump hinzu.

Das Schweigen der Spielerinnen während der Nationalhymne im ersten Gruppenspiel hatten konservative Kommentatoren im Iran als Verrat an der iranischen Regierung bezeichnet. Das Team sang daraufhin in seinen letzten beiden Spielen die Nationalhymne und salutierte dazu. Aus ihrem Hotelfenster hatten die Frauen Medienberichten zufolge aber SOS-Zeichen gesendet.

Quelle: ntv.de, sue/dpa

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