Diesmal Infantino nicht im Fokus

Knallhart: FIFA sperrt zwei Funktionäre lebenslang

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Gianni Infantinos FIFA griff hart durch und bestrafte zwei ehemalige Funktionäre. (Foto: picture alliance / PA Images)
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11.09.2026 | 17:38 Uhr
Es rumort wieder bei der FIFA, doch diesmal geht es nicht um Gianni Infantino: Die Ethikkommission des Weltverband-Präsidenten sperrt zwei ehemalige Funktionäre lebenslang und verteilt Geldstrafen in Millionenhöhe. Es geht um Amtsmissbrauch und Veruntreuung.

Die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes FIFA hat zwei ehemalige Funktionäre lebenslang gesperrt. Bassam Adeel Jaleel, Ex-Präsident des Verbands der Malediven, darf ebenso wie Vincent Cassell, bis 2025 Verbandsboss von Montserrat (MFA), bis zu seinem Lebensende keine Tätigkeiten im Fußball ausüben. Beide müssen zudem eine Geldstrafe in Höhe von je einer Million Schweizer Franken (ca. 1,06 Millionen Euro) zahlen.

Bei Bassam sanktionierte die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission den Missbrauch von Mitteln aus dem FIFA-COVID-19-Hilfsprogramm zu dessen persönlichen Nutzen. Im Oktober 2025 war Bassam in seiner Heimat bereits wegen Unterschlagung zu einer vierjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Mohamed Ageel, ehemaliger Finanz- und Verwaltungsdirektor des Verbandes, wurde zudem unter anderem wegen Beihilfe für zehn Jahre gesperrt.

Generalsekretärin 15 Jahre gesperrt

Cassell wurde wegen Amtsmissbrauchs, systematischer Interessenkonflikte, Veruntreuung von FIFA- und MFA-Mitteln sowie Verhaltens, "das die körperliche und psychische Integrität von MFA-Mitarbeitern beeinträchtigte", gesperrt. Cassell hatte den Verband in Montserrat bis Ende 2025 fast 30 Jahre lang geführt. Zudem wurde die ehemalige MFA-Generalsekretärin Tandica Hughes für 15 Jahre gesperrt.

Bei der FIFA sieht sich derzeit Präsident Gianni Infantino enormer Kritik ausgesetzt. Der Schweizer strebt ungeachtet des krachenden Scheiterns des WM-Investorendeals und der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt eine weitere Amtszeit an, gewählt wird im kommenden März. Neben anderen fordert vor allem die UEFA seinen Rückzug und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Erstes Ziel der UEFA ist es, Infantino vor seiner angestrebten Wiederwahl zum Aufgeben zu zwingen. Sollte Infantino kandidieren, wird die UEFA mit großer Sicherheit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken.

Verwendete Quellen: ntv.de, dbe/sid