Nach seinem Zusammenbruch am Freitag musste Bayern-Trainer Vincent Kompany den Sieg seiner Mannschaft beim SC Freiburg am Sonntag aus dem Krankenbett verfolgen. Laut Sky-Informationen steht eine zeitnahe Rückkehr nicht bevor, sondern der deutsche Fußball-Rekordmeister wird noch wochenlang auf seinen Coach verzichten müssen.
Es sei davon auszugehen, dass Kompany den Bayern über das Pokalspiel gegen den FC Magdeburg am Mittwoch hinaus auch in den darauffolgenden Spielen gegen Borussia Dortmund, Atlético Madrid und Mainz 05 fehlen wird, heißt es. Zudem soll er die anschließende, knapp zehntägige Länderspielpause nutzen, um sich weiter zu erholen. Es gibt demnach derzeit keinen fixen Zeitpunkt für eine Rückkehr, der Verein werde Woche für Woche entscheiden.
Kovac: "Nimmt alles mit nach Hause"
Am Sonntag hatte Bayerns Co-Trainer Aaron Danks mitgeteilt, dass es Kompany nach dem Kollaps schon besser gehe. "Die Rückmeldungen sind im Moment wirklich positiv", sagte Danks dem Streamingdienst DAZN, Kompanys Zustand sei stabil. "Es geht ihm jeden Tag ein bisschen besser. Es werden weiterhin Untersuchungen durchgeführt. Aber ja, die Anzeichen sind wirklich positiv." Kompany hatte seinem Co-Trainer nach dem 3:1-Sieg beim SC Freiburg per Whatsapp gratuliert.
Der Zusammenbruch des Bayern-Coaches hat eine große Debatte unter Experten und Trainern ausgelöst. Am Mittag äußerte sich auch Borussia Dortmunds Trainer Niko Kovac, am Samstag Gegner des FC Bayern im Bundesliga-Topspiel (18.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de), noch einmal ausführlich zum Fall Kompany.
Auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen Werder Bremen am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky und im Liveticker auf ntv.de) erklärte Kovac mit Blick auf die hohe Belastung des Trainerjobs: "Man nimmt eigentlich alles mit nach Hause. Es kann sich keiner von uns freimachen zu sagen: Wir schließen unsere Bürotür, gehen ins Auto und alles ist hiergelassen. Man macht sich ja Gedanken und überlegt, wie kann man es besser machen. Du kannst dich davon nicht freimachen."

