Cristian Romero ist ein Raubein, das ist bekannt. Der argentinische Nationalspieler pflügte jahrelang mit großer Vehemenz für Tottenham Hotspur durch die Premier League, nun lässt er es unter dem für seine Rüpelhaftigkeit bekannten Diego Simeone bei Atlético Madrid krachen, die "größten Rabauken im europäischen Fußball", wie Thomas Müller einst nach einem Champions-League-Duell schimpfte.
Nun, bei Romeros Rückkehr in die Königsklasse, löst der Innenverteidiger sofort wieder Entsetzen aus: Nach einem Foul am Liverpooler Alexander Isak ist Schweden-Legende Freddie Ljungberg außer sich.
"Es wäre schön gewesen, wenn Liverpool einen Vieira oder jemanden gehabt hätte, der Romero hätte zermalmen können", wütete der ehemalige Arsenal-Profi beim TV-Sender Viapay, als sich Isak nach einem harten Einsteigen Romeros vor Schmerz am Boden krümmte.
"Macht er mit Absicht"
Mit dem rustikalen französischen Weltklasse-Mittelfeldspieler Vieira hatte der einstige schwedische Nationalspieler Ljungberg jahrelang in London zusammengespielt. "Ich lebe in England. Ich sehe viel englischen Fußball und habe Romero bei den Spurs gesehen. Dieser Zweikampf heute ist kein Zufall. Das macht er absichtlich, aber die Schiedsrichter verstehen es nicht." Romero sah für die Aktion keine Karte, Isak konnte das Spiel zu Ende spielen, blieb aber torlos.
Für den Argentinier, der im Sommer nach Spanien gewechselt war, hätte sich Ljungberg unterdessen ein anderes Ende der Partie gewünscht: "Ich finde dieses Verhalten echt schade. In den guten alten Zeiten hätte er so nicht spielen können", zürnte der einstige Stürmer: "Damals hätte er von Gegenspielern Prügel kassiert." Der FC Liverpool löste die Dinge dann alleine sportlich - und gewann 2:1.


